13.04.2018 13:44 transparente Haltungskennzeichnung

Haltungskompass in Onkel Lidls Hütte - ein Zeichen setzen

Der von LIDL entwickelte vierstufige Haltungskompass zeigt, dass eine transparente Haltungskennzeichnung moeglich und machbar ist

Der von LIDL entwickelte vierstufige Haltungskompass zeigt, dass eine transparente Haltungskennzeichnung möglich und machbar ist. Auf dem Foto: Schweine in Freilandhaltung © VIER PFOTEN. Fred Dott

Von: GFDK - Reden ist Silber

Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN begrüßt die Haltungskennzeichnung von Frischfleischprodukten der LIDL-Eigenmarke ab dem 3. April als ersten, wichtigen Schritt auf dem Weg zu langfristig tierfreundlicheren Haltungsbedingungen für Nutztiere. Mehr Tierwohl? - Das Label ist Betrug am Tier haben wir schon letzten Monat geschrieben.

In Onkel Lidls Hütten transparente Haltungskennzeichnung

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer VIER PFOTEN Deutschland: „Der von LIDL entwickelte vierstufige Haltungskompass zeigt, dass eine transparente Haltungskennzeichnung möglich und machbar ist. Der Verbraucher kann sich damit ab sofort bei Lidl aussuchen, welches Haltungssystem er mit seinem Einkauf unterstützen möchte und damit ein Zeichen setzen.

Industrielabels als Einzelinitiativen können aber keine verbindliche, staatliche und vor allem gesamtheitliche Lösung ersetzen. Verbesserungen für mehr als 750 Millionen Tiere, die jedes Jahr bei uns im Land geschlachtet werden, können nur erreicht werden, wenn jeder – vom Hühnerwirt, über den Ökobauern bis hin zum Massenviehbetrieb – gesetzlich verpflichtet ist, zu zeigen, wie die Tiere gehalten worden sind.“

Umfragen belegen, dass sich Verbraucher bessere Haltungsbedingungen für Rinder, Schweine und Geflügel wünschen und bereit sind, dafür mehr zu zahlen.

Jürgensen: „Eine einheitliche Kennzeichnungspflicht nach der etablierten Eier-Kennzeichnung würde für Transparenz sorgen und Verbrauchern die Möglichkeit geben, den Markt für tierfreundlichere Produkte positiv zu beeinflussen.“

VIER PFOTEN begrüßt, dass LIDL offen kommuniziert, dass es sich bei dem Haltungskompass nicht um ein Tierwohl-Label handelt.

Jürgensen: „Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner sollte jetzt die Chance für einen Neuanfang nutzen und dem Ruf des Marktes und dem des Konsumenten folgen, anstatt ein schwaches und irreführendes staatliches Tierwohl-Label zu favorisieren.

Eine gesetzliche Haltungskennzeichnung wäre eine ehrliche und selbstbestimmte Möglichkeit für den Verbraucher, die ernste Situation in Deutschlands Ställen zu verbessern.“

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