30.11.2017 07:54 Ein Sieg von Monsanto und Bayer

Glyphosat - Der Gift-Minister, ein lobbyistisches Verbrechertum und pure Korruption

Der Vogel, Tier, Mensch und Bienenmoerder hat im Auftrag von Monsanto und Bayer dafuer gesorgt dass sie uns weiter mit Glyphosat vergiften duerfen

Der Vogel, Tier, Mensch und Bienenmörder hat im Auftrag von Monsanto und Bayer dafür gesorgt, dass sie uns weiter mit Glyphosat vergiften dürfen. Fotoquelle: der Postillon

Von: Gottfried Böhmer

Wer bis jetzt nicht wusste, dass Deutschland eine Banannen-Republik ist, weiß es nun besser. Der Sieg von Monsanto und Bayer über die Demokratie und den Willen des Volkes. Ein lobbyistisches Verbrechertum und pure Korruption gegen die Mehrheit der Verbraucher und Bürger in Deutschland hat sich vor unseren Augen, und mit Wissen der Bundeskanzlerin Angela Merkel, abgespielt.

Vogel, Tier, Mensch und Bienenmörder

Dass der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ohne die Zustimmung von Merkel und Seehofer gehandelt haben soll, ist eine der größten Verarschungen, die es je in der deutschen Geschichte gegeben hat. Und noch etwas war augenfällig, der Protest von SPD, FDP und den Grünen hielt sich in bemerkenswerten Grenzen.

Das "JA" des Vogel, Tier, Mensch und Bienenmörders wurde nur in soweit kritisiert, weil er sich nicht an die Geschäftsordnung der amtierenden Bundesregierung gehalten hätte. Ansonsten Schwamm drüber. CSU-Chef Horst Seehofer verteidigte den Agrarminister. "Die CSU spricht Christian Schmidt ihre Rückendeckung aus ", sagte Seehofer der Süddeutschen Zeitung.

Organisierte Politkriminalität

"Darüber, wie viele Millionen als Bestechungsgelder in korrupten Partei- und Lobbyistenkassen auf off-shore-Konten landen, darf fortan vortrefflich spekuliert werden. Daran, dass kein Geld fließt, glauben nur Irrlichter."

Die Lobbyisten der Agrargift-Industrie haben ihre Macht demonstriert

Christian Schmidt hat bereits seit Monaten nach Wegen gesucht, in Brüssel trotz des Vetos des Bundesumweltministeriums für einen längeren Einsatz von Glyphosat stimmen zu können. Das ergibt sich aus Akten, die Süddeutsche Zeitung, WDR und NDR einsehen konnten.

Wie eine durch den NABU beauftragte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov Anfang Oktober 2017 gezeigt hat, steht die Mehrheit der deutschen Bevölkerung dem Wirkstoff Glyphosat sehr ablehnend gegenüber, über 70 Prozent der Bevölkerung wollen, dass Glyphosat nicht mehr in Deutschland verwendet werden darf.

Die EU unter der Kontrolle der Giftmischer

Der EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis sah bei Glyphosat keine Krebsgefahr. Er berief sich auf weltweit 27 Agenturen, die übereinstimmend zu dem Schluss gekommen seien, das Mittel sei nicht krebserregend, das sagte er am Dienstag (13.Juni) vor dem Europaparlament in Straßburg.

Ein lobbyistisches Verbrechertum

Es gebe eine "Konvergenz der wissenschaftlichen Meinungen". Daraus folgerte er: Die Kommission müsse sich daran halten und die Zulassung des Mittels verlängern. Das krebserzeugendes Gift soll also weiter auf unseren Feldern und Tellern landen und Tier und Mensch umbringen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte schon im März 2015 erklärt, Glyphosat sei "wahrscheinlich krebserregend". Bayer, BASF und Syngenta verklagen daraufhin die Europäische Kommission. Die europäische Behörde Efsa stufte dann das Mittel als ungefährlich ein.

Sie berief sich dabei auf "Forschungsergebnisse" ohne einen Nachweis zu bringen oder diese offenzulegen. Sogenannte "Experten der Echa" befanden dann: "Glyphosat könne weder als krebserregend noch genverändernd oder gefährlich für die Fortpflanzung eingestuft werden".

Das ist pure Korruption

In unserem Artilel "Der Tod auf den Feldern, vergiften uns die Chemie-Konzerne?" haben wir geschrieben:

"Wer Roundup eine Schädlichkeit nachweisen kann, wird von Monsantos Anwälten zum Schweigen gebracht. Nun hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingeschaltet. Ihre Untersuchungen haben ergeben, dass Glyphosat sehr wohl schädlich ist und auch Krebs auslösen kann. Die Studie zeigt auf, dass insgesamt fünf Organophosphate, die als Herbizide oder Pestizide zum Einsatz kommen, krebserregend sind. Darunter befindet sich auch das Herbizid Glyphosat.

Die Studie hat ergeben, dass diese Substanzen bei Tieren definitiv und bei Menschen höchstwahrscheinlich Krebs auslösen. Krebs-Experten aus 11 Ländern kamen eindeutig und einstimmig zum Schluß, dass Roundup bei Tieren Krebs auslösend wirkt. Wer jetzt noch glaubt, dass der Mensch verschont bleibt, sollte sich ins Krankenhaus begeben.

Die Wissenschaftler konnten laut der WHO-Studie überzeugende Beweise vorlegen, dass das Herbizid Lymphdrüsen und Lungenkrebs auslöst. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass Glyphosat in menschlichen und tierischen Zellen DNA und Chromosonschäden verursacht.

Glyphosat-Rückstände in Mehl, Zucker und Haferflocken

Wer nun glaubt, Glyphosat betreffe nur Landwirte, die direkt mit dem Mittel hantieren, hat sich getäuscht:

Seit 1996 wird glyphosatresistente Gensoja in Europa als Futtermittel eingesetzt. In der EU werden jährlich etwa 36 Millionen Tonnen überwiegend Gen-Sojabohnen und -schrot eingeführt. Allein Deutschland importiert etwa Dreiviertel der Eiweißfuttermittel, überwiegend Gen-Soja. Über Eier, Milch und Fleisch gelangt Glyphosat auf unsere Teller.

Aktuelle Studien belegen gravierende gesundheitliche Risiken von Glyphosat, POEA und AMPA schon bei geringsten Konzentrationen. Besonders besorgniserregend sind Hinweise auf eine hormonelle Wirkung. Auch Krebs, Zelltod, Fruchtbarkeitsstörungen, Schädigung des Erbguts, der Embryonalentwicklung, der Leber und der Niere zählen zu den Folgen.

Krebsrate bei Kindern verdreifacht

In ländlichen Regionen Lateinamerikas, (hier hat Monsanto fast eine Weltmachtstellung) in denen glyphosatresistente Pflanzen angebaut werden, wird Roundup nahezu flächendeckend per Flugzeug versprüht. Menschen, die dort leben, sind schutzlos ausgeliefert. Dort hat sich von 2000 bis 2009 die Krebsrate bei Kindern verdreifacht. Die Rate der Fehlgeburten und Fehlbildungen stieg nahezu um das Vierfache an."

Mord an der heimischen Tierwelt

Feldhamster sterben in Deutschland aus, mahnen die Deutsche Wildtier Stiftung und andere Experten. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Zahlen des Bundesamts für Naturschutz (BfN) von 2012 längst keine Exemplare mehr, auch in Nordrhein-Westfalen sind die kleinen Nager ausgestorben. In Baden-Württemberg leben nicht einmal mehr 100 Feldhamster, bundesweit sind Experten zufolge inzwischen weniger als 100.000 verblieben.

Schon bald keine Wald- und Wiesenvögel mehr in Deutschland. "Die kleinen Vögel verhungern"

Die Feldlerche kämpft ums nackte Überleben - sie wird auf der Roten Liste in Deutschland als gefährdet eingestuft. Der WWF sieht die intensivierte Landwirtschaft als Ursache. Bei Rebhühnern gab es demnach seit 1980 ein Minus von 90 Prozent, bei Turteltauben und Braunkehlchen sind es um 70 Prozent.

Das Bienensterben, ausgelöst durch Neonicotinoide, das Sterben der Schmetterlinge, der Wildbienen und anderer Insekten durch industrielle Landwirtschaft und Pestizide bestätigt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA). Die Zahl der Insekten hat in manchen Gebieten Deutschlands schon um bis zu 80% abgenommen.

Gottfried Böhmer

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