15.04.2013 09:22 DIE POLIT-GEIER KREISEN UM UNSER EIGENTUM

Geldbeschaffung - Zwangsabgabe für Immobilienbesitzer und Morgen sind die Sparbücher dran

Jeder, der glaubt, ein Häusle sei die SICHERSTE Anlage, wird sich über kurz oder lang getäuscht sehen. Iris Nicole Masson

Jeder, der glaubt, ein Häusle sei die SICHERSTE Anlage, wird sich über kurz oder lang getäuscht sehen. Iris Nicole Masson

Von: GFDK - Iris Nicole Masson

Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: NEIN (Kurt Tucholsky)

Ein Blick in die gar nicht mal so alte deutsche Geschichte beweist, über welche gefährlichen Beißwerkzeuge in Sachen Geldbeschaffung dieser korrupte Staat verfügt.

Die er notfalls auch einsetzen wird in seiner unendlichen GIER und himmelschreienden Ungerechtigkeit, um seine aufgrund von UNFÄHIGKEIT, ARROGANZ, DUMMHEIT und MISSWIRTSCHAFT angehäuften Schulden zu verringern – unabhängig davon, wie vermeintlich "clever" jeder meint, vorgesorgt zu haben: durch Sparen, Aktien, Lebensversicherung, Haus oder Gold. Jeder, der glaubt, ein Häusle sei die SICHERSTE Anlage, wird sich über kurz oder lang getäuscht sehen.

Zwar haben wir bereits die Immobilien-Zwangsabgabe in Form von Grunderwerbssteuer beim Kauf und der jährlich anfallenden Grundertragssteuer sowie u.U. der Spekulationssteuer beim Verkauf. Das heißt aber NICHT, dass die räuberische Staatskrake nicht noch zusätzlich zugreift und eine Strafsteuer einführt wie die Regierung der Weimarer Republik 1924 mit ihrer „Haus-Zinssteuer“ nach der Hyper-Inflation von 1923. Oder wie 1952 per so genanntem Lastenausgleichsgesetz, da Immobilieneigentümer per Zwangsabgabe derartig hoch besteuert wurden, was einer Zwangsenteignung nahe kam.

Damit will man wohl einer langen Tradition folgen ... Und den Beispielen Italien und Griechenland: Mario Montis Wiedereinführung der bei den Bürgern unbeliebten Immobiliensteuer hat dem Staat 2012 etwa 20 Milliarden eingebracht. In Griechenland beträgt die „neue“ Abgabe seit Ende 2011 zehn Euro pro Quadratmeter – per Stromrechnung abkassiert.

Dirk Müller hat in seinem Buch „Cashkurs“ auf eine eventuelle Zwangsabgabe für Immobilienbesitzer hingedeutet. Und rein „zufällig“ flattern einigen derzeit Erhebungsbögen des Landesbetriebs für Statistik über Immobilienbesitz in die Häuser. Nachtigall, ick hör dir trapsen ... Immobilien – der Inbegriff von Sicherheit und Altersvorsorge? Mitnichten: Der Staat hat deren Besitzer bereits im Visier. Längst hat das Polit-Federvieh diese Steuer-Spur aufgenommen. Und sie kreisen wie die Geier über unseren Immobilien. Neben vielen Schikanen droht die Erhöhung von Abgaben auf Grundbesitz.

Wenn Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) und laut manager magazin online „Schrecken aller Häuslebauer“, tatsächlich Anleihen von Spanien und Italien in größerem Umfang aufkauft, werden die Hypothekenzinsen steigen. Doch das scheint das geringere Übel! Ein weitaus schärferes Damoklesschwert schwebt über unseren Häuptern: Unser Bundesfinanz-Gollum Schäuble, Totengräber der staatlichen Souveränität, lechzt nach was ganz Feinem:

Besitzer von Eigentumswohnungen, Häusern oder landwirtschaftlichen Betrieben will er (zunächst) mit „zehn Prozent von dessen Wert in bar“ rupfen – in Form einer Zwangshypothek. Ein leichtes Spiel für die Polit-Geier: Schließlich haben sie spätestens dank des so genannten ZENSUS', der 2011 durchgeführten Volkszählung, konkrete Immobiliendaten erfasst – also mögliche Sicherheiten, die die Staats-Hyäne mittels Zwangsanleihe fleddern kann. Auch Mieter werden bluten müssen, da ihnen garantiert sämtliche Kosten für Beleihung sprich Hypothek serviert werden.

Solch eine Zwangsabgabe schlägt bei einer Eigentumswohnung mit einem Wert von rund 300.000 Euro mit 30.000 Euro zu Buche, die der Besitzer cash auf des Staates Teller zu legen hat. Blöd nur, dass ausgerechnet jetzt nach vielen Jahren von am Boden liegenden Immobilienpreisen diese – ausgelöst teils durch die südeuropäischen und hier aufkaufenden Steuerflüchtlinge – in die Höhe schießen.

Tja, und kann der Besitzer seine Hypothek, die er zwangsläufig aufnehmen muss, kurzfristig mal NICHT bedienen, gehört sein Grundstück ruckzuck den Verbrechern, die sich „Banker“ nennen ... Schließlich müssen wir alle „damit rechnen, dass die Bürger am Entschuldungsprozess beteiligt werden“, befürwortet Stefan Hofrichter solcherart Überlegungen. Er ist Chef-Volkswirt von Allianz Global Investors – mit einem verwalteten Vermögen von 350 Milliarden Euro Deutschlands größte Fondsfirma ...

Die Folge? Der Markt wird mit zum Verkauf stehenden Häusern überschwemmt. Und wo bereits zehn Prozent angekündigt sind, dürfen wir uns über 15 oder sogar 20 Prozent nicht wundern. Denn der Staat hat unzählige Löcher in seinem Hemd zu stopfen – zuoberst die regelmäßige Erhöhung der Politiker-Diäten und Alimentierung von Bundespräsidenten auf Lebenszeit ... Auch wenn er per Dementi diese Befürchtungen zu zerstreuen sucht, sei man erst recht auf der Hut. Schließlich müssen auch die Kostgänger im Süden mitgefüttert werden. Das großeuronische Reich ist schließlich „alternativlos". ODER?

Doch wie sagte Ed Rothschild einst gehässig, wenngleich nicht unzutreffend: „Lasset ihnen einige Zeit Spaß haben und sie im Safte schwimmen. Sie werden nicht bemerken, in welcher Welt sie eines Tages aufwachen."

Was Carl Friedrich von Weizsäcker freilich bestätigt: „Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage! Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.”

„Wie kommt es zur Macht über euch, wenn nicht durch euch selbst?“

Étienne de la Boétie in seinem Werk über die freiwillige Knechtschaft des Menschen

Iris Nicole Masson ist Journalistin, Fotoreporterin, Portrait- und Eventfotografin und schreibt als Gast für freundederkuenste.de