14.11.2017 17:02 Kunststätten in Berlin

Ein Eldorado des Schönen - Die Berlin Art Week, „Positions“ und Berliner Liste

Wer in Belin genug Kunst auf der Art Week gesehen hat geht am besten in eine Bar, wie die Kuenstlerin Dorothea Schuele

Wer in Belin genug Kunst auf der Art Week gesehen hat geht am besten in eine Bar, wie die Künstlerin Dorothea Schüle, anschließend hält sie die Bar in einem Gemälde fest. Foto: Dorothea Schüle

Von: GFDK - Herwig Nowak

Herwig Nowak berichtet aus Berlin - Eine Nachbetrachtung. Die Stadt war voll von Kunst: Berlin feiertet vom 13. bis 17. September seine diesjährige „Berlin Art Week“. Natürlich waren es zunächst die Grossereignisse auf dem Gebiet der Kunst, die Interesse beanspruchen. Allem voran die neue “Art Berlin“, gefolgt von den „Positions“ und der „Berliner Liste“.

Aber, wie wenn das Eine das Andere nach sich zöge, haben auch eine Vielzahl von Berliner Galerien  aufgerüstet geradezu zu einem Feuerwerk an Kunst und auch Museen zeigen Besonderes. Dabei ist das Kunstschauen nur das Eine. Das Kunstbesprechen ist das Andere. Hier laden Galerien, Ausstellungsmacher,
Messen zu Vorträgen, Gesprächen, Workshops über die Kunst ein.

Solche Veranstaltungen sind heute das selbstverständliche und sehr wünschenswerte Beiwerk der Kunstpräsentation. Nun ist aber insoweit  nicht nur die darstellende Kunst zu erwähnen, sondern auch der Tanz muss genannt werden. Tatsächlich ist das  Flugfeld des alten Tempelhofer Flughafen zu einem
riesigen Dancefloor mutiert, auf dem Berliner und Touristen, Profis und Laien dem Gott des Tanzes huldigen können.

Allerdings finden die Veranstaltungen an den verschiedensten Örtlichkeiten statt, verstreut über das ganze Stadtgebiet. Neben den Messen gilt es namentlich, die  wichtigen Galerien aufzusuchen und darüber hinaus bestimmte Projekträume, von denen es nicht weniger als 20 in der Stadt gibt. Es sind bekannte und weniger bekannte Künstler, die hier ausstellen.

Aber hier beginnen die Probleme des interessierten Besuchers. Es ist schlechterdings nicht möglich, alle Stätten der Künste aufzusuchen, weil es an einem alle Veranstaltungen umfassenden Verzeichnis fehlt und weil auch sie auch zu dispers über das Stadtgebiet verteilt auseinander liegen. Hier ist unbedingt Abhilfe geboten.

Die neue Konzeption der“ Art Berlin“

Grösstes Interesse findet naturgemäss die „Art Berlin“, die erste Gemeinschaftsveranstaltung der  ABC (Art Berlin Contemporary) und der Art Cologne .Sie bündelt die Erfahrungen der ältesten Kunstmesse der Welt, der Art Cologne, mit dem Experiment Art Berlin Contemporary. Sie umfasst mehr als 110 Galerien aus 16 Ländern mit Kunst ganz neuere Provenienz und- in moderatem Umfang-solcher des 20.Jahrhundeerts und der Nachkriegszeit. Sie ist das Herzstück der Berliner Veranstaltungen.

„Positions“ machte viel daher

Aber der Besucher kann keinen sachlichen Grund dafür erkennen, dass andernorts in Berlin die Positions Gleiches macht, vielleicht noch mehr bezogen auf Gegenwartskunst, keinesfalls aber von minderer Qualität oder geringerer Menge zu erleben als auf der Art Berlin selbst. Hier waren es 80 Aussteller aus15 Ländern, die sich präsentieren. Vielleicht gibt sich die Positions damit einen Tick hippier als die Art Berlin. Aber
messepolitisches Ziel kann aus der Sicht des Besuchers nur eine Zusammenfassung beider sein.

Vielleicht etwas exotisch :“die Berliner Liste 2017“

Abermals andernorts in Berlin findet zum gleichen Zeitpunkt, also auch im Rahmen der Berlin Art Week ,die Berliner Liste 2017 statt. Sie versteht sich als Entdeckermesse ,weil sie zum Einen von der Kunst her breit aufgestellt ist und zum Anderen neben Galeristen eben auch Künstler direkt präsentiert.

Es waren hier 90 Aussteller aus 34 Ländern vertreten. In der Tat unterscheidet sich die Berliner Liste 2017 durch die Art der ausgestellten Kunst von den bereits genannten Messeveranstaltungen. Sie bringt damit Abwechslung in das Berliner Messebild ,ergänzt es um einen eigenen Sektor und spricht damit ein
eigenes Publikum an.

Berlin bot in diesen Tagen eben ein buntes Bild der Kunst.

Herwig Nowak

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