21.03.2018 07:20 Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Der Historiker Dr. h. c. Michael Hesemann wurde auf Facebook gesperrt

Facebook sperrt den Historiker Dr. h. c. Michael Hesemann wegen Horst Seehofers Aussage Der Islam gehoert nicht zu Deutschland

Facebook sperrt den Historiker Dr. h. c. Michael Hesemann wegen Horst Seehofers Aussage "Der Islam gehört nicht zu Deutschland". Foto: (c) Michael Hesemann

Von: GFDK - Reden ist Silber - Michael Hesemann

Zu der jüngsten Debatte um die Aussage von Horst Seehofer "Der Islam gehört nicht zu Deutschland" hatten wir geschrieben: "Niemand käme auf die Idee zu sagen der Buddhismus, oder der Hinduismus gehöre zu Deutschland , nur weil hier auch, Budisten und Hinduisten leben. In England leben zum beispiel sehr viele Hinduisten, aber niemand in England käme aud die Idee, das der Hinduismus zu England gehöre."

Der Historiker Dr. h. c. Michael Hesemann wurde heute auf Facebook gesperrt für eine historische Einordnung zur Richtigkeit der Aussage unseres Bundesinnenministers Horst Seehofer, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre.

Jemand, der ganz offenbar zu dumm gewesen ist, diese Analyse auch nur ansatzweise zu verstehen, hatte ihn denunziert. Zu der von Facebook daraufhin verhängten 30(!)-Tage-Sperre nimmt Michael Hesemann wie folgt Stellung:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert in § 5.1: "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten." Dies gilt insbesondere für Fragen der Lehre, wie § 5.3 spezifiziert:

"Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei." Durch meine Sperrung für 30 Tage (!) hat Facebook zu meinem großen Bedauern gegen mein Recht auf freie Meinungsäußerung verstoßen und ich erwäge, rechtliche Schritte dagegen zu unternehmen.

Begründung: Am 16. März zitierte die deutsche Presse Innenminister Horst Seehofer (CSU) mit den Worten "Der Islam gehört NICHT zu Deutschland" (so die Schlagzeile der BILD-Zeitung auf S.1). Dieser Aussage widersprach u.a. Bundeskanzlerin Merkel, während Angehörige der CSU Seehofer zur Seite standen.

Als promovierter Historiker, der an einer katholischen Hochschule doziert, habe ich zu Seehofers Aussage Stellung genommen und festgestellt, dass der Islam nur insofern Teil der 1700jährigen Geschichte des europäischen Abendlandes ist, wie sich Europa durch den Abwehrkampf gegen ihn vereinte.

Das war unter Karl Martell (732) der Fall, das gilt für dieKreuzzüge (1096-1294), das gilt für die Heilige Liga und die Türkenkriege (16.-17. Jh.). Der Islam mit seinen brutalen Einschüchterungstaktiken, überhaupt die Vorstellung eine Religion mit dem Schwert zu verbreiten, wurde in Europa gemeinhin als Barbarei verstanden.

Wenn Sie etwa Luthers Türkenpredigten lesen, wird klar, wie wahr meine Aussage ist: Während der Islam selbst in der deutschen Geschichte keine Rolle gespielt hat, während es etwa bis ins 20. Jahrhundert keine einzige Moscheengemeinde in Deutschland gab, hat der Abwehrkampf gegen den Islam maßgeblich zur europäischen Einigung und Identitätsfindung beigetragen.

Das ist eine unbestreitbare historische Tatsache, auch wenn Sie diese als nicht "politisch korrekt" empfinden mögen.

In der Begründung Ihrer Sperrung unterstellen Sie mir, ich würde "Personen" aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit angreifen. Das ist ausdrücklich NICHT der Fall. In meiner beanstandeten Aussage ging es ausdrücklich um 1700 Jahre Geschichte, nicht um die Gegenwart oder lebende Personen.

Die einzige Person, um die es indirekt ging, ist Horst Seehofer, den ich nicht angriff, sondern bestätigte. Auch den Deutschen kann man völlig zurecht für die Jahre 1933-45 Barbarei bescheinigen, ohne damit Menschen der Gegenwart zu beleidigen.

Im übrigen ist Kritik an einer Religion, deren heiliges Buch zahlreiche Tötungsaufrufe beinhaltet und deren Gesetzbuch barbarische Todes- und Körperstrafen verlangt, gewiss legitim, ohne dass damit der einzelne, gläubige Muslim angegriffen wird.

Als Katholik muss ich mir auch Kritik an den Kreuzzügen und am Alten Testament, an der Inquisition und am Umgang meiner Kirche mit Missbrauchsfällenanhören, ohne dadurch persönlich beleidigt zu werden, wie die einschlägige Rechtssprechung eindeutig feststellt.

Ich möchte Sie daher dringend bitten, sich weiterhin auf den Boden der deutschen Verfassung zu stellen und eine Zensur zu unterlassen, die den Urheber einer nüchternen historischen Analyse für 30 Tage aus seinem sozialen Leben und jeder Kommunikation mit seinem Freundeskreis ausschließt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. h.c. Michael Hesemann
Historiker und Autor"

Die Kanzlerin widerspricht Horst Seehofer vehement: Der Islam gehöre zu Deutschland, sagt Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung. Viele Menschen hätten ein Problem damit, „diesen Gedanken anzunehmen“.

Hier geht es zu unserem Feuilleton, Reden ist Silber....Schreiben ist Gold

GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft