14.05.2017 18:02 Zieht Eure Armani - Klamotten aus

Das ist die einzige Chance für die SPD wenn sie nicht untergehen will

Mein Rat an die SPD Raus aus der grossen Koaltion

Mein Rat an die SPD: Raus aus der grossen Koaltion. Schluss mit TTIP. Schluss mit den Hartz - Gesetzen. Mindestlohn von 18 Euro.

Von: Rainer Kahni - Gottfried Böhmer

Ein Kommentar von Rainer Kahni und Gottfried Böhmer:

Das war es für die SPD, für Kraft und Martin Schulz. Die Wahl ist gelaufen und die SPD hat das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte in NRW eingefahren.

Schulz-Zug steht auf dem Abstellgleis

Nach der ARD-Prognose liegt die CDU mit 34,5 Prozent vorne. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verliert 8 Prozent und landet bei 30,5 Prozent. Die FDP kommt auf 12 Prozent, die Grünen, die nicht mehr der"Heiße Scheiß" sind haben leider noch 6 Prozent bekommen.

Die AfD schafft mit 7,4 Prozent den Einzug in den Landtag. Hannelore hat ihren Hut genommen und geht in den nicht verdienten Ruhestand. Ihr Landtagsmandat will sie aber behalten, so kann sie noch einige Jahre bei gutem Salär ihre Zeit absitzen.

CDU mit AfD gleichgesetzt

Die SPD habe nichts falsch gemacht. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig meint gar " dass ihre Partei alles richtig gemacht habe, dass nur die SPD für die Zukunft stehe, für Gerechtigkeit und Innovation", und die CDU hätte einen „Wutbürger-Wahlkampf“ geführt.

Ah ha, demnach haben die "Wutbürger", die "Rechtsradikalen", die "Ewiggestrigen" und "Dunkeldeutsche" die CDU gewählt. Manuela Schwesig hat mit ihrer Aussage die CDU mit der AfD gleichsetzt. Im Januar hatte der CDU-Generalsekretär Peter Tauber auch die Linkspartei mit der AfD gleichgesetzt. 

Ein Treppenwitz der Geschichte. Nicht die SPD oder die Gewerkschaften fordern höhere Löhne und Steuerentlastungen für die Bürger in Deutschland, nein das fordert der IWF. Der SPD-Politiker René Schneider gesteht dem Focus: "Wir verstehen die Bürger nicht mehr - und umgekehrt"

Die SPD weiß immer noch nicht warum sie die Wahl verloren hat

"Von 2008 bis 2014 stach Deutschland durch eine Politik hervor, die stark die Armut vergrößerte." Diese Aussage stammt nicht etwa aus dem Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, sondern direkt von hoher politischer Stelle: der Europäischen Kommission." "vernichtendes Urteil für die deutsche Sozialpolitik"

Rainer Kahni: Ihr bohrt immer in den selben Löchern, dabei habe ich seit dem Jahr 2011 gefordert, dass eine unabängige Liste von Kandidaten für die Landtags- und Bundestagswahl entsteht. Vergesst euren Hass untereinander und brecht die Macht der Oligarchen.

In unserem Nachbarland Frankreich wurde ein Präsident gewählt, der zu keiner Partei gehört. Sämtliche Wahlkreise werden nun von Amateuren besetzt, die nie zu einer Partei gehörten. So wird eine Bewegung aus dem Boden gestampft, die die Bürger des Landes repräsentiert.

Vielleicht geht es schief, vielleicht entsteht aber auch ein völlig neues Gefühl für die wahre Demokratie der Bürger. Ein Versuch ist es allemal wert. Die korrupten Eliten wehren sich mit Händen und Füssen gegen diese neue Bewegung der Bürger Frankreichs, doch sie werden von einer Welle der Begeisterung hinweggefegt.

Mein Rat: Raus aus der grossen Koaltion. Schluss mit TTIP. Schluss mit den Hartz - Gesetzen. Mindestlohn von 18 Euro. Die Gewerkschaften in der Schweiz verlangen einen Mindestlohn von mindestens 22 Franken pro Stunde. Aufruf zum Streik der Arbeiter für gerechtere Löhne. Alle Erwerbstätigen, wie Beamte und Selbstständige zahlen in die Sozialsysteme ein, echte sozialdemokratische Oppositionspolitik.

Schluss mit der Hetze gegen Russland. Raus aus der NATO. Schluss mit der Anbiederung an die USA. Das ist die einzige Chance für die SPD, nicht im Orkus der Geschichte zu verschwinden.

Macht Euch zum Sprecher der Billiglöhner, der Armen, Kranken, Schwachen und Pflegebedürftigen. Dort ist Euer Platz und nicht beim Kapital, den Mächtigen, den Medienzaren und dem Kokolores der Macht mit Leibwächter und Panzerkarren. Zieht Eure Armani - Klamotten aus und benehmt Euch wie Arbeiterführer.

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Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.


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