06.05.2016 08:18 Schön, dass es sie gibt, die Art Cologne

50. Geburtstag - Die Art Cologne ist ein Fest des Lebens

Die weltweit aelteste Messe für bildende Kunst in Koeln

Die weltweit älteste Messe für bildende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts war auch 2016 wieder ein Ereignis für die Kunstliebhaber aus aller Welt.

Von: GFDK - Herwig Nowak

Es ist sicherlich nicht selbstverständlich, dass sich eine Messe, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiern konnte, durch eine solche Vielzahl der Provenienzen, der Themen, der Farben, der Matetialien auszeichnet, wie sie die Art Cologne 2016 bot.

Das zeichnet sie als Fest des Lebens aus. Und so wollen sich die folgenden Zeilen nicht als übliche Berichterstattung über Messeverlauf, Kunstangebote, Sammlerinteressen und Preise verstanden wissen, sondern eher subjektive Wertungen wiedergeben.

Und da ist zuerst zurückzukommen auf den geradezu jugendlichen, frischen Gesamteindruck, den das Ereignis hervorrief und hinterlässt. Vielleicht ohne" Superhighlight",zählt der Gesamteindruck. Dieser basiert zunächst auf Organisatorischem.

Ein Museum auf Zeit in Köln

Die Aufteilung der Messehalle 11 in drei "Abteilungen": Moderne und Nachkriegskunst auf der unteren, zeitgenössische Kunst auf der mittleren und das Experimentierfeld für junge Kunst auf der dritten Etage ist grundsasätzlich eine saubere Aufteilung, die dem Verständnis der Besucher für die Kunst entgegenkommt. Dennoch gelingt die "Separation" nur bedingt, weil die einzelnen ausstellenden Galerien oftmals ein Angegot vorhalten, das der einen wie der anderen Zuordnung gehorcht.

Dann aber die Kunst selbst. Die zeitgenössische Kunst auf der Mittelebene bildet den eigentlichen Kern der Messe. Und hier spielt das Leben, von dem oben schon die Rede war, in allen seinen künstlerischen Fazetten. Aber eben auch der Tod.

International etablierte Galerien boten Blue Chips und Neuentdeckungen an

Denn Gerrit Frohne-Brinkmann, präsentiert durch die Galerie Jürgen Becker, stellt künstliche, bisher als Theaterrequisiten genutzte Mumien in den Dienst der modernen Kunst. Das aber nur temporär, nämlich für die Dauer einer Präsentation, nach der sie dann wieder im Dunkel der Depots verschwinden. Das Oevre wird bepreist, sicherlich auch wegen der Einmaligkeit der Idee.

Ein Trend ist auf der Mittelebene auszumachen: als neuartig stellt sich die Intergation von Keramik und malerischem Werk-beides geradzu eng miteinander verwoben-dar oder die Rückkehr der Keramik überhaupt, wie etwa in der Galerie Karsten Greve zu sehen. In ersterer Alternative tut sich möglicherweise ein Feld neuer darstellerischen Möglichkeiten der Kunstscene auf.

 "Schön ,dass es Dich gibt", sagt man heute gerne. Besser sagte man: "Schön, dass es sie gibt, die Art Cologne".Und ad multos annos.

Mit dem ART COLOGNE-Preis 2016 wurde Raimund Thomas, Gründungsmitglied des „Kunstmarkt Köln“, dem Vorläufer der ART COLOGNE, ausgezeichnet. Seit 1967 gehört er mit seiner Galerie ununterbrochen zu den Ausstellern der Messe.

 Herwig Nowak

Die weltweit älteste Messe für bildende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Die beiden Kölner Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner hatten die Idee, eine Messe für die klassische Moderne und zeitgenössische Kunst zu konzipieren. 1967 wurde die Idee erstmalig umgesetzt und ist seit dem eine Erfolgsgeschichte. Jedes Jahr zeigen heute etwa 200 Galerien aus aller Welt auf der Art Cologne Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Drucke, Multiples, Installationen, Performances und Videokunstwerke, die nicht betrachtet, sondern auch erworben werden können.

Herwig Nowak

 

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