15.11.2011 07:42 Neue OZ: Kommentar zu Europäischer Filmpreis

Wenigstens etwas - Zum Glück gibt's Anke Engelke - Regisseure schüttelt man auch nicht von Bäumen

Von: Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots) - Aus Sicht des Filmstandorts Deutschland sind die Nominierungen für den Europäischen Filmpreis deprimierend. Lediglich Tom Tykwer ist mit seinem im besten Sinne bemerkenswerten Beziehungsdrama "Drei" noch im Rennen - in der Neben-Kategorie "Bester Schnitt".

Lässt sich das mit der starken Konkurrenz erklären? Es gibt ja den erklärten Willen, dem deutschen Film zu neuem Ansehen zu verhelfen. Allein: Politische Willensbekundungen bringen noch keine guten Filme hervor, und Regisseure schüttelt man auch nicht von Bäumen.

Außerdem setzen Kinobetreiber leider oft auf amerikanische Blockbuster-Filme, während das ambitionierte cineastische Experiment noch nicht einmal die Spätvorstellung im 50-Besucher-Saal bekommt. Die "Sieben Zwerge" haben es da deutlich leichter.

So bleibt die exponierteste deutsche Beteiligung bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises die Moderation von Anke Engelke - wenigstens was.

Am 12. Dezember steigt die 22. Verleihung der Europäischen Filmpreise in der Bochumer Jahrhunderthalle

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