12.06.2017 08:35 Ein Himmel voller Geigen

Was ist daraus geworden - Jazz-Geige an der Jazzschool München

Ein Himmel voller Geigen und  das gefaellt auch dem Mops Adele und seinem besten Freund Edward

Ein Himmel voller Geigen. Das gefällt auch dem Mops Adele und seinem besten Freund Edward.

Von: GFDK - Katrin Neoral

Ein Himmel voller Geigen in München - Anfang Oktober 2009 hat die Neue Jazzschool München e.V. die Geige in ihr Angebot an Instrumentalfächern aufgenommen. Dafür konnte sie mit Max Grosch einen bekannten Vertreter der jungen deutschen Jazz-Szene als Dozenten gewinnen. Der Deutsch-Amerikaner führt die Schüler an der Jazzschool im Rahmen des allgemeinen Instrumentalunterrichts und der Intensivausbildung an die Geige im Jazz heran. Aber was ist daraus geworden?

Max Grosch studierte klassische Violine und Jazz-Geige am Leopold-Mozart-Konservatorium Augsburg und war Stipendiat an der University of Houston sowie an der New School University in New York. Neben zahlreichen Tourneen und Konzerten mit eigenen Bands wie dem Max Grosch Quartett und anderen Formationen in Kanada, USA, England, Italien, Schweiz, Österreich und Slowenien ist der 35-Jährige Professor für Jazzvioline und Improvisation am Kärntner Landeskonservatorium.

 Darüber hinaus leitet er Workshops und Masterclasses bei Veranstaltungen wie dem Festival Jazzinty (Slovenija), den Jazztagen Wolfsberg, dem Zelt Musik Festival Freiburg oder dem Musikforum Viktring.

Ausgebildet im klassischen Fach und im Jazz führt Grosch bei seinen Projekten gerne die beiden unterschiedlichen Stilrichtungen zusammen. Dies stellt er unter anderem in seinem aktuellen Programm „Brahms meets Jazz“ unter Beweis, das 2008 auch auf CD erschienen ist. Mehr Informationen zu Max Grosch gibt es auf www.maxgrosch.de oder www.jazzschool.de.

Der Münchener Jazzpianist Joe Haider gründete im Jahre 1974 die erste Ausbildungsstätte für Jazz und Popularmusik in ganz Deutschland - die „Munich Jazz School“. Die Schule in München-Pasing war zu diesem Zeitpunkt neben der „Swiss Jazz School” die einzige Ausbildungsstätte für Jazz- und Popularmusik im deutschsprachigen Raum. Die Ausbildung lehnte sich eng an das Konzept der renommierten „Boston Jazz School Berklee" an.

In den folgenden Jahren erwarb sich die Schule als Ausbildungsstätte für Jazz einen weit über die Grenzen Münchens und Bayerns hinausgehenden Ruf. Aus dem ganzen Bundesgebiet und auch aus dem Ausland bewarben sich Musiker um einen Ausbildungsplatz. Es folgte eine enge Zusammenarbeit mit dem in den Siebziger Jahren international bekannten Münchener Jazzclub „Domicile”. Zusätzliche Workshops entstanden und die Studenten wurden mit internationalen Größen zusammengebracht.

Nach dem Ausscheiden von Joe Haider wurde der Pianist, Sänger und langjährige Jazzschool-Dozent, Max Neissendorfer, 1990 sein designierter Nachfolger als Schulleiter. Die Schule konstituierte sich als gemeinnütziger Verein mit dem Namen „Neue Jazzschool München e.V.” und begann ihre Zusammenarbeit mit „Ohrwurm, Schule für moderne und Klassische Musik“ in Laim.

Im Herbst 2007 gründeten Max Neissendorfer und der Komponist, Jazztrompeter und langjährige Jazzschool-Dozent , Franz-David Baumann, die Berufsfachschule für Musik Fachrichtung Rock/Pop/Jazz und erweiterten damit das Unterrichtsangebot um einen staatlich genehmigten Abschluss.

Im Zuge der Berufsfachschulgründung bezog die „Neue Jazzschool München“ ein neues Schulgebäude in München-Pasing auf der Würminsel und beendete ihre direkte Zusammenarbeit mit der Musikschule Ohrwurm. Auch nach über 35 Jahren bereichert sie mit Jam Sessions, Workshops, Wettbewerben und Konzerten das musikalische Leben in Bayern.