20.03.2012 11:51 Tacheles Protestkundgebung - halten und zurückzuerobern

Vernichtung des Gemeinwesens in Berlin - Der selbsternannte "Kunstsenator" Klaus Wowereit verweigert die Übergabe von 170.000 Unterschriften für das Kunsthaus Tacheles

Der Wunsch der Investoren, so hätten sie es gerne - U.S. Department of Housing and Urban Development Office of Policy Development and Research - Quelle Wikipedia

Von: Linda Cerna

Unter dem Motto "170.000 Unterschriften für das Kunsthaus Tacheles" rufen Künstler und Tacheles Unterstützer am Mittwoch, den 21.03.2012, ab 13 Uhr zu einer Protestkundgebung vor dem Roten Rathaus, dem Sitz des Kultursenators Wowereit, auf.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen die 170.000 bisher gesammelten Unterschriften für den Erhalt des Kunsthauses an Investoren, HSH Nordbank und Kultursenator Klaus Wowereit persönlich zu übergeben, haben sich Künstler und Unterstützer im Rahmen der Tacheles Biennale 2012 zu der Aktion am 21. März entschlossen.

Es wird eine visuelle Hommage des Tacheles an die 170.000 aus Berlin und der ganzen Welt stammenden Unterstützer. Berlin hat die sophistische "Vogel Strauss-Politik" zu Themen wie Gemeinwesen und kulturellen Freiräumen des selbsternannten Kunstsenators nicht verdient.

Die 170.000 Unterschriften können vom Kultursenat nicht ignoriert werden, um kommentarlos in Kisten zu vergammeln. Die Unterschriften sind Zeuge der internationalen Bedeutung des Kunsthauses Tacheles als selbstbestimmter zeitgenössischer Kulturstandort in Berlin.

Die andauernde Bedrohung des Tacheles ist ein Symbol für den Umgang und die systematische Vernichtung des Gemeinwesens in Berlin bzw. der von der Krise überholten neoliberalen Berliner Politik zu Gunsten privater Profitinteressen.

Tacheles Protestkundgebung vor dem Roten Rathaus am 21.03.2012