30.06.2013 09:15 Urbane Künste Ruhr stellt Programm 2013/2014 vor

Urbane Künste Ruhr setzt auf Vorreiterrolle in der regionalen Entwicklung durch Kunst und Kultur

Urbane Künste Ruhr - Performance Mr White

Performance Mr White in dem Kunstwerk "das weiß' ich nicht" von C. Uerlichs © Ma. Schneck

Urbane Künste Ruhr - Künstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK

Das Künstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK stellte ihre Projekte vor © Urbane Künste Ruhr/Roman Mensing

Urbane Künste Ruhr - neue Salon-Einrichtung, umgesetzt von Agnieszka Wnuczak und Christoph Stark

Die neue Salon-Einrichtung, umgesetzt von Agnieszka Wnuczak und Christoph Stark (kitev - Kultur im Turm e.V.) (c) Urbane Künste Ruhr/Manfred Vollmer

Urbane Künste Ruhr -Corinne Rose, Künstlerin und Kuratorin des BMW Guggenheim Lab Berlin

Corinne Rose, Künstlerin und Kuratorin des BMW Guggenheim Lab Berlin, sprach über ihre Labor-Erfahrungen © Urbane Künste Ruhr/Roman Mensing

Urbane Künste Ruhr - Christoph Stark von kitev

Christoph Stark von kitev (Kultur im Turm e.v.) spricht als Vertreter des Netzwerk X, das Netzwerk der freien Szene, (c) Urbane Künste Ruhr/Manfred Vollmer

Urbane Künste Ruhr - Künstlerin Anna Witt

Künstlerin Anna Witt vor dem Hauptquartier auf einem der im Workshop entstandenen Design-Möbel - Projekt "Breaking New" © Urbane Künste Ruhr

Von: GFDK - Bettina Steindl - 6 Bilder

Urbane Künste Ruhr setzt im Programm für 2013/2014 nach dem erfolgreichen Auftaktjahr weiter auf starke künstlerische Impulse, Partizipation und Netzwerkarbeit für die regionale Entwicklung in der Region Ruhr.

Katja Aßmann, künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr,  präsentiert heute in Gelsenkirchen unter Anwesenheit von Kulturministerin Ute Schäfer und der Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Karola Geiß-Netthöfel, die Programmpunkte 2013 und gibt einen Ausblick auf 2014.

Kunst im öffentlichen Raum

Die ersten Projekte entwickelt und realisiert das in Gelsenkirchen bei der Kultur Ruhr GmbH ansässige Büro von Urbane Künste Ruhr in rund 15 Städten der Region, darunter  u.a. Großprojekte wie „B1|A40 – Die Schönheit der großen Straße“, 2010 ausgezeichnet als Ausstellung des Jahres, Beiträge zu den Ausstellungen „ÜBER WASSER GEHEN“ und „EMSCHERKUNST.2013“ im öffentlichen Raum, die Kooperation „This is not Detroit“ mit dem Schauspielhaus Bochum, „Tower“, die Großinstallation zur Ruhrtriennale auf dem Welterbe Zollverein oder „Urban Lights Ruhr“, das neue regionale Lichtkunstformat im östlichen Ruhrgebiet. Ein internationales Symposium zum Thema Partizipation am 12./13. September 2013 auf PACT Zollverein, Essen, lädt ein, ähnliche Vorhaben mit europäischen Partnern zu diskutieren und den Arbeitsprozess von Urbane Künste Ruhr gemeinsam weiter zu gestalten.

Freunde der Kunst

Ute Schäfer, Kulturministerin des Landes Nordrhein-Westfalen: „Bei ‚Urbane Künste Ruhr‘ handelt es sich nicht um eine beliebige neue Kunstproduktion, sondern um besondere künstlerische Interventionen im städtischen Raum. Intervention bedeutet Einmischung. Und genau das ist der Anspruch der ‚Urbanen Künste Ruhr‘: städtische Probleme mit den Mitteln der Kunst zu diskutieren und an Lösungen mitzuwirken. Mit ‚Urbane Künste Ruhr‘ setzt die Region nach der IBA Emscherpark und der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ihre Vorreiterrolle auf dem Gebiet der regionalen Entwicklung durch Kunst und Kultur fort.“

Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin Regionalverband Ruhr (RVR): „Eine ganze Region im Schulterschluss von 53 Kommunen und Gemeinden ruft ein Projekt wie Urbane Künste Ruhr ins Leben, bei dem künstlerische Prozesse mit offenem Ausgang die Regel sind und die Bürger der Region direkt mitgestalten können. Dies ist einzigartig und eine gelungene und nachhaltige Weiterentwicklung der Projekte von RUHR.2010.“


Katja Aßmann, Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr: „Wir nehmen die einzigartige urbane Landschaft des Ruhrgebiets zum Anlass, gemeinsam mit Künstlern, Netzwerken und Kulturinstitutionen nach dem Kern des Urbanen zu suchen. Unsere Projekte sind dezentral angelegt, behalten aber stets die gesamte Region im Blick. Wir laden alle Bewohner ein, sich über die Projekte in den Transformationsprozess der Region einzubringen und neue Impulse für den eigenen Lebensraum zu setzen.“

Unter der künstlerischen Leitung von Katja Aßmann entwickelt und realisiert Urbane Künste Ruhr Projekte, die den Begriff „Kunst im öffentlichen Raum“ als tiefgreifende Gestaltung von Stadt neu definieren – immer vor Ort und gemeinsam mit den Menschen, die in der Region Ruhr leben. Als Ergebnis gibt Urbane Künste Ruhr der Kulturmetropole Modellprojekte an die Hand, die auch über die Region hinaus Relevanz entwickeln. Die Projekte finden immer im urbanen Raum statt, sind lokal verortet, wirken modellhaft und sind im internationalen Diskurs angesiedelt. Urbane Künste Ruhr handelt unter den Leitthemen:

  • Netzwerke
    u.a. RuhrKunstMuseen, KunstVereineRuhr, Künstlerbünde (Starke Orte)
  • Regionale Partnerschaften

u.a. Ringlokschuppen Mülheim, Schauspielhaus Bochum, Kunsthalle Recklinghausen, Stiftung Zollverein, Hartware MedienKunstVerein, Ruhrtriennale, Impulse Theater Biennale

  • Partizipative Projekte zur Zukunft der Städte
    u.a. This is not Detroit, MOMENTANINDUSTRIE, Ringpromenade Katernberg, Archipel Invest
  • Passagen, Urbane Infrastrukturen
    u.a. EMSCHERKUNST.2013, ÜBER WASSER GEHEN, B1|A40 – Die Schönheit der großen Straße
  • Forschungsprojekte und diskursive Formate
    u.a. Ruhrlabor, RUHRBANITÄT, Urbane Künste Ruhr Salon, Urbane Künste Ruhr Symposium

Kulturhauptstadt Europa

In der 25-jährigen Geschichte der Kulturhauptstadt Europas hat bisher lediglich die französische Kulturhauptstadt Lille 2004 mit Lille 3000 einen vergleichbaren Übergang in eine dauerhaft verankerte Programmarbeit geschafft. Für die Kulturmetropole Ruhr gibt es heute drei Träger und Programmfelder, die für die Weiterführung der Kulturhauptstadt stehen. Eine beim RVR eingerichtete Stabsstelle zeichnet sich für die kommunikative Vernetzung der 53 Kulturhauptstadtträger verantwortlich. Eine jährliche Kulturkonferenz beim RVR ebnet den kulturpolitischen Weg für die Zukunft. Die RTG kümmert sich um das kulturtouristische Marketing der Region und erhält den Programmbereich Großveranstaltungen. Die Kultur Ruhr GmbH – Träger der Ruhrtriennale, der Tanzlandschaft Ruhr und des Chorwerks Ruhr – erweiterte im Dezember 2011 mit der Programmsäule Urbane Künste Ruhr ihr künstlerisches Portfolio.

Urbane Künste Ruhr wird gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und den Regionalverband Ruhr im Rahmen der Nachhaltigkeitsvereinbarung zur Kulturhaupt-stadt Europas RUHR.2010.

Bettina Steindl
Marketing und Presse
Urbane Künste Ruhr
Leithestraße 35
45886 Gelsenkirchen
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