07.02.2014 09:13 die jury hat entschieden

Theatertreffen Berlin 2014: Die 10 ausgewählten Inszenierungen stehen fest

Theatertreffen Berlin 2014

395 Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sichteten und diskutierten die sieben Theaterkritikerinnen und -kritiker in den vergangenen Monaten.

Von: Claudia Nola und Sara Franke

395 Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sichteten und diskutierten die sieben Theaterkritikerinnen und -kritiker in den vergangenen Monaten.


Die Jury um Barbara Burckhardt, Anke Dürr, Peter Laudenbach, Christoph Leibold, Daniele Muscionico, Bernd Noack und Andreas Wilink hat ihre Auswahl der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen für das Berliner Theatertreffen 2014 bekannt gegeben.

 

Die 10 ausgewählten Inszenierungen für das Theatertreffen 2014 sind:

-      „Amphitryon und sein Doppelgänger“ nach Heinrich von Kleist. Regie Karin Henkel. Schauspielhaus Zürich.

-      „Die Geschichte von Kaspar Hauser“ Textfassung von Carola Dürr und Ensemble. Regie Alvis Hermanis. Schauspielhaus Zürich.

-      „Die letzten Zeugen“ von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann.
Einrichtung Matthias Hartmann. Burgtheater, Wien.

-      „Fegefeuer in Ingolstadt“ von Marieluise Fleißer. Regie Susanne Kennedy. Münchner Kammerspiele.

-      „Ohne Titel Nr. 1 // Eine Oper von Herbert Fritsch“. Regie Herbert Fritsch. Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin.

-      „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow. Regie Robert Borgmann. Schauspiel Stuttgart.

-       „Reise ans Ende der Nacht“ von Louis-Ferdinand Céline. Regie Frank Castorf. Residenztheater, München.

-       „Situation Rooms“ von Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel
(Rimini Protokoll). Regie Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel.
Rimini Apparat / Ruhrtriennale. In Koproduktion mit verschiedenen Partnern.

-      „Tauberbach“ von Alain Platel. Regie Alain Platel. Münchner Kammerspiele / Les Ballets C de la B, Gent / NT Gent. In Koproduktion mit verschiedenen Partnern.

-      „Zement“ von Heiner Müller. Regie Dimiter Gotscheff. Residenztheater, München.

 

Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, zur diesjährigen Auswahl: 

„Dass Theater, diese flüchtige Kunst, immer auch verbunden ist mit traurigen Abschieden, spüren wir in diesem Jahr besonders. Mit der Juryentscheidung für Heiner Müllers „Zement“, der letzten Regiearbeit Dimiter Gotscheffs, darf das Theatertreffen ein fünftes und letztes Mal eine Inszenierung dieses großen Theatermanns und kompromisslosen Zeitgeistverweigerers präsentieren und ehren. Die Berliner Festspiele werden ihm in diesem Jahr einen „Focus Gotscheff“ widmen.

Die Theaterlandschaft ist im ständigen Umbruch
Die Auswahl zum 51. Theatertreffen demonstriert, dass die deutschsprachige Stadttheaterlandschaft ein ständiger Ort der Erneuerung und mutigen ästhetischen Setzung ist. So geben neben dem interaktiven Projekt ,Situation Rooms‘ von Rimini Protokoll oder der Uraufführung ,Tauberbach‘ von Alain Platel die jungen Regisseure Robert Borgmann und Susanne Kennedy mit formal starken Zugriffen auf bekannte Dramentexte ihr Debüt beim Theatertreffen.“

Das Theatertreffen wird am Freitag, den 02. Mai im Haus der Berliner Festspiele eröffnet.
Bis zum 18. Mai begleitet ein vielfältiges Programm mit den Veranstaltungen des Stückemarkts, dem 50. Jubiläum des Internationalen Forums, mit Gesprächen, Konzerten und Preisverleihungen die zehn ausgewählten Inszenierungen.  

Erstmals vergibt Der Theaterverlag (u.a. „Theater heute“) den Henning-Rischbieter-Preis, ein Stipendium für Theaterkritik, im Rahmen des Theatertreffens der Berliner Festspiele.  
Der Preis soll an den 2013 verstorbenen Theaterkritiker und Theaterwissenschaftler Henning Rischbieter erinnern, der 1960 „Theater heute“ gründete und an der Entstehung und Entwicklung des Berliner Theatertreffens maßgeblich beteiligt war.
Mit dem Preis sollen neue Talente entdeckt oder gefördert werden – ganz im Sinn des Namensgebers, der für eine ästhetisch wie gesellschaftspolitisch engagierte Theaterkritik stand. Er soll zudem eine Debatte über die Rolle der Theaterkritik in der Gegenwart anstoßen.
Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld; zusätzlich werden die Kosten für den Aufenthalt übernommen. Die Texte der Autorinnen und Autoren bewertet eine Jury, 2014 bestehend aus der Schauspielerin Wiebke Puls, Yvonne Büdenhölzer (Leiterin Theatertreffen) und Michael Merschmeier (Der Theaterverlag).

Beim 51. Theatertreffen werden zudem der 3sat-Preis (seit 1997), der Alfred-Kerr-Darstellerpreis (seit 1991, zum 20. Mal) und der Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung (seit 1988) verliehen.

Der Spielplan wird am  Freitag, 4. April veröffentlicht. Der Vorverkauf startet am Samstag, 12. April um 10 Uhr.

SAVE THE DATE

- Bekanntgabe Auswahl Stückemarkt Mitte März

- Pressekonferenz zum Start des Theatertreffens und detaillierten Informationen zum Programm am Freitag, 25. April 2014 um 11.30 Uhr im Haus der Berliner Festspiele.

Die Zusammenarbeit mit dem Medienpartner 3sat wird auch im 19. Jahr fortgesetzt. Ausgewählte Inszenierungen werden im Mai auf 3sat ausgestrahlt und als Public Viewings bei freiem Eintritt gezeigt.

Das Theatertreffen wird seit 2004 gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Pressekontakt: Claudia Nola und Sara Franke
presse@berlinerfestspiele.de