03.02.2014 09:43 Fünf Ruhrtal-Städte im Wettbewerb

Stadt-Kunstfestival 72 Hour Interactions - weltweit einzigartiges partizipatives Festival für Architektur

Urbane Kuenste Ruhr Sender von realities united

Die Weltmeisterschaft setzt hierzu auf verschiedene Formen von Bürgerbeteiligung. Das Festival bringt Gamer, Künstler, Architekten, Designer, Kulturaktivisten und die Bürger vor Ort zusammen, Quelle: Urbane Künste Ruhr "Sender" von realities:united (Modell) Copyright: © realities:united

Urbane Kuenste Ruhr Urban lights

"Sender" von realities:united (Modell) Copyright: © realities:united

Installation Sender von realities united vor dem Bergkamener Wohnturm

Die Installation "Sender" von realities:united vor dem Bergkamener Wohnturm Copyright: © Urbane Künste Ruhr / Johannes Marburg

Von: Urbane Künste Ruhr

Mit 72 Hour Interactions – Eine Weltmeisterschaft für spielbare Architektur realisiert Urbane Künste Ruhr mit den Künstlerkollektiven Invisible Playground und 72 Hour Urban Action im Juli 2014 das erste Echtzeit-Festival der Region.

72 Hour Interactions – Eine Weltmeisterschaft für spielbare Architektur ist ein weltweit einzigartiges partizipatives Festival für Architektur. Es lädt ein, mit einem Do-It-Yourself-Ansatz urbane Landschaft selbst zu gestalten. Die Weltmeisterschaft setzt hierzu auf verschiedene Formen von Bürgerbeteiligung. Das Festival bringt Gamer, Künstler, Architekten, Designer, Kulturaktivisten und die Bürger vor Ort zusammen.

Während des Festivals vom 24. bis 27. Juli 2014 stellen sich die internationalen Teams vor Ort Missionen, die sich mit lokalen Fragestellungen und Bedürfnissen auseinandersetzen. In 72 Stunden, drei Tage und drei Nächte lang, arbeiten die Teams zusammen, um das verborgene Potenzial von fünf vorab bestimmten Orten freizulegen – mit Imagination, Diskussion und körperlicher Arbeit entwerfen und realisieren sie Projekte im öffentlichen Raum. Die Mannschaften arbeiten und schlafen vor Ort und entwickeln ihre Interventionen im urbanen Raum innerhalb einer engen Zeitvorgabe, kleinem Budget und begrenztem Raum.

Ab dieser Woche können die Bewohner von Hagen, Hattingen, Herdecke, Wetter und Witten ihre Stadt ins Spiel bringen:  Über die Internetseite www.72hourinteractions.com können sich die Bürger der fünf Städte und alle Interessierten spielerisch mit Interventions- und Ortsvorschlägen dafür einsetzen, dass das Festival in eine der Städte kommt. Die Auswahl der Stadt wird von einer interdisziplinär besetzten Jury getroffen. Die Entscheidung basiert auf den Recherchebesuchen vor Ort und der Vorschläge, die auf der Website eingegangen sind. Die Jury besteht aus Mitgliedern von Urbane Künste Ruhr, den Künstlergruppen 72 Hour Urban Action und Invisible Playground sowie weiteren Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Spielentwicklung.

Mitte Februar 2014 wird bekannt gegeben, in welcher Stadt das Festival stattfindet. Nach der Entscheidung für eine der Städte startet ein Aufruf zur Teilnahme, der sich an alle Bewohner der Region, sowie an internationale Teilnehmer aus künstlerischen, technischen und wissenschaftlichen Disziplinen richtet. Es werden fünf gemischte Teams aus Architekten, Designern, Künstlern, und lokalen Gruppen gebildet, die jeweils für eine der fünf antretenden Städte stehen.

72 Hour Urban Action ist weltweit der erste Architekturwettbewerb in Echtzeit

Innerhalb von drei Tagen und drei Nächsten entwerfen und realisieren internationale Teams Projekte im öffentlichen Raum, die auf die städtischen Bedürfnisse vor Ort eingehen. Die Mannschaften arbeiten und schlafen vor Ort und entwickeln ihre Interventionen im urbanen Raum innerhalb einer engen Zeitvorgabe, kleinem Budget und begrenztem Raum. Der erste Wettbewerb fand im September 2010 im Rahmen des Bat-Yam Biennale of Landscape Urbanism in Israel statt. Nach weiteren Stationen 2012 in Terni (Italien) und Stuttgart wurde der Wettbewerb zuletzt 2013 auf dem dänischen Roskilde Festival durchgeführt und erhielt große Aufmerksamkeit. 72 Hour Urban Action wird organisiert von Kerem Halbrecht, Gilly Karjevsky und Zahi Asa.

 

Invisible Playground realisiert ortsspezifische Spiele

Das Kollektiv entwickelt spielerische Systeme, die Verbindungen schaffen zwischen Menschen, den Umgebungen, die sie bewohnen, und den Technologien, die sie nutzen. Sie wollen, dass die Spiele Spaß und gemeinsam glücklich machen. Invisible Playground interessiert sich auch für Gefühle wie Einsamkeit, Langeweile, Gier und Verrat, die in ihren Systemen eine Rolle spielen. Invisible Playground besteht aus Jennifer Aksu, Viktor Bedö, Daniel Boy, Josa Gerhard, Anna Hentschel, Christiane Hütter und Sebastian Quack. 2009 wurde die Gruppe von Sebastian Quack gegründet. Sie arbeitet in einem Kollektiv von Spielentwicklern, Theatermachern, Künstlern, Musikern und Wissenschaftlern, die ein gemeinsames Interesse daran teilen, die Stadt als Spiele-Plattform zu nutzen. Neben eigenen Projekten werden die Spiele oft in Kooperationen mit kulturellen Institutionen wie Theatern, Kunsträumen und Festivals durchgeführt.

 

Urbane Künste Ruhr ist die Kunstorganisation in der Kulturmetropole Ruhr

Die einzigartige urbane Landschaft des Ruhrgebiets wird zum Anlass genommen, gemeinsam mit Künstlern, Netzwerken und Kulturinstitutionen nach dem Kern des Urbanen zu suchen. Unter der künstlerischen Leitung von Katja Aßmann entwickelt und realisiert Urbane Künste Ruhr Projekte, die den Begriff „Kunst im öffentlichen Raum“ als tiefgreifende Gestaltung von Stadt neu definieren – immer vor Ort und gemeinsam mit den Menschen, die hier leben. Urbane Künste Ruhr wagt einen neuen Blick auf das Ruhrgebiet, auf Stadt an sich und auf die Möglichkeiten der Kunst.

 

Pressekontakt:

Virgilio Pelayo jr.

presse@urbanekuensteruhr.de

www.urbanekuensteruhr.de

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