21.05.2017 13:00 ARRI AMIRA Award

Siegerfilme beim DOK.fest München ausgezeichnet

Kamera­arbeiten werden beim Dok.Fest ausgezeichnet

Daniel Sponsel (Festivalleiter), Prof. Heiner Stadler (Juror), Stephan Schenk (ARRI), Prof. Michael Leuthner (Juror und Moderator) / © DOK.fest München

Von: GFDK - Dominik Petzold

Die Siegerfilme des DOK.fest München 2017 wurden bei der großen Preisverleihung ausgezeichnet, unter anderem wurde der ARRI AMIRA Award verliehen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ist deutschlandweit einzigartig: Sie würdigt die herausragende Kamera­arbeit bei einem Doku­mentarfilm.

Ausgezeichnet wurde die Kamerafrau und Regisseurin Kirsten Johnson für CAMERAPERSON: Der Film ist eine Collage aus bewegenden, bisher unveröffentlichten Aufnahmen ihrer 25-jährigen Karriere und reflektiert, welch großen Einfluss Bilder auf die Art haben, wie wir die Welt sehen. Die Jury wählte CAMERAPERSON aus acht nominierten Werken aus, die beim DOK.fest München 2017 laufen. Kirsten Johnson war bei der Preisverleihung per Videobotschaft zugeschaltet.

Filmpreis

„Die Arbeit von Dokumentarfilm-Kameraleuten, die häufig mehrere Funktionen in einer Person übernehmen, wird viel zu selten gewürdigt. Das wollen wir mit dem ARRI AMIRA Award ändern“, betont Stephan Schenk, Geschäftsführer ARRI Cine Technik und verantwortlich für die Business Unit Camera Systems. Und weiter: „ARRI blickt auf eine lange Tradition im Dokumentarfilmbereich zurück. Und mit der AMIRA haben wir ein Digitalkamerasystem im Programm, das sich sehr gut für den Einsatz bei Dokumentarfilmen eignet. Denn die Ergonomie ist für den Einmannbetrieb optimiert und auch für den dokumentarischen Bereich sind Robustheit, Zuverlässigkeit und die beste Bildqualität eines Kamerasystems von entscheidender Bedeutung." 

Kameraarbeit wird gewürdigt

Festivalleiter Daniel Sponsel bedankte sich beim Preisstifter: "Die Kameraarbeit ist beim Dokumentarfim immens wichtig. Der Anteil der Arbeit einer Kamerafrau oder eines Kameramanns am Erfolg eines Dokumentarfilms ist nicht hoch genug einzuschätzen", sagte er. "Deshalb sind wir sehr dankbar, dass ARRI einen Preis für diese Arbeit stiftet."

Jury und Jurybegründung
"Kirsten Johnson lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer in ihrem Film erfahren, wie wunderschön und lebendig, aber gleichzeitig auch unerträglich gewaltsam und ambivalent die Kameraarbeit für Dokumentarfilme sein kann", schreibt die Jury in ihrer Begründung. "Ihr Film begibt sich auf einen klugen, persönlich essayistischen Diskurs über das Spannungs­verhältnis und die vielfältigen Facetten der Beziehung zwischen der Person hinter der Kamera und der Welt vor der Kamera. Dabei gelingen ihr Bilder und Szenen von großer Nähe und Poesie. Im Zentrum ihres Interesses steht das Zeugnis der Entstehung dieser Bilder, mit all den Widrigkeiten, Ambivalenzen und dokumentarischen Geschenken, die für das Publikum gemeinhin so nicht sichtbar werden." Die Jury bildeten Prof. Michael Leuthner (Hochschule Macromedia), Prof. Heiner Stadler (HFF München) und Kamerafrau Anne Misselwitz.