19.11.2014 09:29 sechs Preisträgerinnen

Nachwuchstalente geehrt: Violin-Förderwettbewerb der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Preisträgerinnen von links nach rechts: Clara Shizuko Heise (5. Preis) Charlotte Thiele (1. Preis) Hilde Jentsch (4. Preis) Paula Borggrefe (2. Preis) Johanna Schultze (3. Preis) Johanna Müller (1. Preis) © Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Foto Peter Oehlmann

Von: GFDK - Susanne Römer

Dessau 16.11.2014. Gleich zwei erste Preise wurden beim 8. Violin-Förderwettbewerb der Ostdeutschen Sparkassenstiftung vergeben, der am Sonntag im Anhaltischen Theater Dessau mit einem festlichen Preisträgerkonzert zu Ende ging.

Elf Geigerinnen und zwei Geiger im Alter zwischen 12 und 20 Jahren aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt waren am 15. und 16. November im „Alten Theater“ Dessau angetreten, sich ihre Traumgeige zu erspielen.

Die sechs Preisträgerinnen

Das insgesamt sehr hohe musikalische Niveau der Wettbewerbsbeiträge und die eng beieinander liegenden Leistungen der Bewerberbewogen die 5-köpfige Jury, zwei erste Preise zu vergeben: Sie gingen an die 16-jährige Johanna Müller aus Halle, die beim Wettbewerb 2012 schon den 4. Preis gewonnen hatte, und an die 14-jährige Charlotte Thiele aus Dresden, die in diesem Jahr erstmals angetreten war.
 
Beide erhielten zusätzlich zum 1. Preis den vom Anhaltischen Theater Dessau gestifteten Sonderpreis: Sie wurden eingeladen, als Solistinnen mit der Anhaltischen Philharmonie aufzutreten.
 
Der 2. Preis ging an die 14-jährige Paula Borggrefe aus Halle, der 3. Preis an Johanna Schultze (18 Jahre) aus Leipzig. Die 12-jährige Hilde Jentsch aus Schkopau wurde mit dem 4. Preis ausgezeichnet, Clara Shizuko Heise (15 Jahre) aus Frankfurt/Oder erhielt den 5. Preis.
 
Damit waren drei junge Musikerinnen unter den sechs Preisträgerinnen, die ihre Platzierungen aus einem früheren Wettbewerb steigern konnten, und drei, die in diesem Jahr erstmals antraten.
 
Im Anschluss an das Konzert wählten die Preisträgerinnen aus dem Instrumentenfonds der Ostdeutschen Sparkassenstiftung jeweils eine von 15 Meistergeigen aus, die sie nun 2 Jahre lang spielen können.

Auch wenn nicht alle Beteiligten einen Preis erhielten – am Ende gab es ausschließlich Gewinner:
Zwei Geigerinnen aus Sachsen-Anhalt konnten ihre bei einem früheren Wettbewerb erspielten Instrumente verteidigen: Sie dürfen sie also für weitere zwei Jahre spielen und füllen damit den Förderaspekt des Wettbewerbs mit Leben, bei dem es eben nicht allein um das Gewinnen von Preisen geht.

Zudem erhielten sämtliche Musikerinnen und Musiker Notengutscheine. Und sie alle werden von der Erfahrung profitieren, sich mit Geigerinnen und Geigern ihrer Altersgruppe zu messen, vor Publikum und einer Jury aufzutreten.

Alle beim Wettbewerb vergebenen Instrumente wurden im Auftrag der Ostdeutschen Sparkassenstiftung von ostdeutschen Geigenbauern gebaut. So unterstützt sie gleichzeitig den künstlerischen Nachwuchs und das traditionsreiche Handwerk – eine Kombination, die bundesweit einmalig ist.
 
Der Jury gehörten an: Ingeborg Behnke (Geigenbaumeisterin, Berlin), Antony Hermus (Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie), Anne-Kathrin Lindig (Professorin für Violine, Hochschule für Musik „Franz Liszt“, Weimar), Waltraut Wächter (1. Konzertmeisterin des MDR-Sinfonieorchesters Leipzig) und Patricia Werner (Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung).
 
Der 9. Violin-Förderwettbewerb findet in zwei Jahren, am 12. und 13. November 2016, erneut im Anhaltischen Theater Dessau statt.

Von links nach rechtes:
Clara Shizuko Heise (5. Preis)
Charlotte Thiele (1. Preis)
Hilde Jentsch (4. Preis)
Paula Borggrefe (2. Preis)
Johanna Schultze (3. Preis)
Johanna Müller (1. Preis)


Pressekontakt:
Susanne Römer, kulturkontor.roemer

Violin-Förderwettbewerb der
Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Mail    violinwettbewerb@kulturkontor-roemer.de