03.09.2012 07:23 BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

Martin Luther in Sachsen-Anhalt: Die Stiftung Luthergedenkstätten

Martin Luther, 1529, Portrait von Lucas Cranach d. Ä. Quelle Wikipedia

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Im Jahr 2017 wird es so weit sein: Der Thesenanschlag Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg jährt sich zum 500. Mal. In der Obhut der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt befinden sich wichtige Museen zum Wirken des Reformators.

Vier Museen gehören zur Stiftung Luthergedenkstätten. Das Lutherhaus Wittenberg war über 35 Jahre die Hauptwirkungsstätte Martin Luthers und ist heute das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Ebenfalls in Wittenberg steht das Melanchthonhaus zur Erinnerung an Luthers Mitstreiter Philipp Melanchthon. In Eisleben befinden sich Luthers Geburtshaus und das Museum „Luthers Sterbehaus“.

UNESCO-Weltkulturerbe in Wittenberg und Eisleben

Alle vier Häuser sind 1996 in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen worden, gemeinsam mit der Stadtkirche und der Schlosskirche zu Wittenberg. In der Begründung zur damaligen Entscheidung heißt es, dass die Stätten "einen bedeutsamen Abschnitt in der menschlichen Geschichte repräsentieren und als authentische Schauplätze der Reformation von außergewöhnlicher universeller Bedeutung sind."

Vom Bund institutionell gefördert

Neben Land, Kommunen und Evangelischer Landeskirche fördert auch der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) die Stiftung Luthergedenkstätten. Seit ihrer Gründung 1997 wird sie institutionell gefördert, momentan mit 916.000 Euro jährlich.

Außerdem unterstützt der BKM Einzelprojekte der Stiftung im Rahmen der Förderungen zum Reformationsjubiläum - in diesem Jahr mit rund 275.000 Euro.
 

Geschäftsstelle „Luther 2017“ unter dem Dach der Stiftung

Unter dem Dach der Stiftung Luthergedenkstätten ist 2007 die Geschäftsstelle „Luther 2017“ errichtet worden. Die Stiftung ist damit ein zentraler Akteur bei den Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum 2017.

Im Rahmen der so genannten „Lutherdekade“ wird seit 2008 mit wechselnden Themenjahren der Reformation und ihrer Auswirkungen gedacht. 2012 ist dem Thema Musik gewidmet, im Themenjahr 2013 wird es um das Thema „Reformation und Toleranz“ gehen.

Die Bundesregierung beteiligt sich maßgeblich an der Lutherdekade und würdigt damit die historisch herausragende Bedeutung der Reformation.

Der BKM koordiniert die Aktivitäten der Bundesregierung hierzu federführend und finanziert mit seinem Förderprogramm Projekte und Sanierungsvorhaben zum Reformationsjubiläum. Bis zum Jubiläumsjahr 2017 sollen aus dem Etat des Kulturstaatsministers insgesamt 35 Millionen Euro an Sondermitteln für Aktivitäten der Lutherdekade zur Verfügung gestellt werden.

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...