06.01.2017 07:15 Profitgier

Luxusmarke Bogner verkauft Hundefell als Pelz

Das Modeunternehmen Bogner verkauft Hundefelle aus dem Ausland

Nach einer Recherche vom Deutschen Tierschutzbüro müssen die Tiere in engen Käfigen leben und werden nach nur wenigen Monaten getötet. (c) Deutsches Tierschutzbüro e.V./Animal Equality

Von: GFDK - Jan Peifer

Da diese furchtbare Nachricht und Tierschutzkampagne in der Vorweihnachtszeit wohl komplett untergegangen ist, möchten wir dies an dieser Stelle nachholen. Wie Recherchen des Deutschen Tierschutzbüro e.V. ergaben, verwendet das Modeunternehmen Bogner in seinen Kollektionen Echtpelz von ausländischen Pelzfarmen, wie China und Finnland.

Die Tierschutzgesetze für Pelztiere sind dort mehr als tierschutzwidrig und die Tiere leiden täglich unter den tierquälerischen Haltungsbedingungen.

Sie leben eingepfercht in viel zu engen Drahtkäfigen und verstümmeln sich mitunter gegenseitig. Mit nur wenigen Monaten erwartet sie ein qualvoller Tod, oftmals leben sie noch während der Häutung. Aus diesen Gründen startete die Tierschutzorganisation Anfang November seine Anti-Pelz-Kampagne gegen das Luxusmodelabel.

Ob Mensch oder Tier- Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu

Es gibt keine offizielle Kennzeichnungspflicht in Deutschland und es ist für Verbraucher nicht erkenntlich, welches Tier konkret hinter dem erworbenen Pelz steckt. "Bogners Kunden müssen wissen, dass für sie junge Hunde brutal getötet werden", so Jan Peifer, Gründer des Deutschen Tierschutzbüros.

Jedes Tier hat ein Recht auf Leben

Bogner verwendet Pelz mit der Bezeichnung "Raccoon", fälschlicherweise wird oft angenommen, dass es sich um Waschbär und nicht um den zur Familie der Hunde gehörigen Marderhund handelt. Diese Hunde vegetieren oft auf riesigen Farmen in winzigen Käfigen und mit nur wenigen Monaten wird den normalerweise monogam lebenden jungen Hunden das Fell abgezogen. "Jedes Tier hat ein Recht auf Leben und darf nicht aus reiner Profitgier getötet werden", so Peifer weiter.

Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen

Gerade in der Weihnachtszeit verkaufte das Unternehmen Jacken und Mützen mit Pelzbesatz. Vielen Verbrauchern ist gar nicht bekannt, dass die meisten Pelzapplikationen auch mit zum Teil giftigen Chemikalien behandelt werden. Die Rückstände können bei direktem Hautkontakt Allergien und Ausschläge auslösen. Verbraucher- und Tierschützer raten daher, auf Echtpelz zu verzichten, damit Tier und Mensch geschützt werden.

Jan Peifer, Gründer Deutsches Tierschutzbüro

Weiterführende Links:
Weitere Informationen: www.bogner-toetet.de