26.11.2014 09:27 12 internationale gewinner

Lush Prize: der höchstdortierte Preis gegen Tierversuche wurde in London verliehen - 2 Deutsche sind dabei

Dr. Thomas Hartung und Dr. Francois Busquet

Dr. Thomas Hartung nahm den Preis zusammen mit Dr. Francois Busquet entgegen, Fotos Quelle Lush

Anne Krug Beste Nachwuchsforscherin

Ausgezeichnet wurde die Münchnerin Anne Krug (30) als ‘Beste Nachwuchsforscherin‘ und für die Kategorie ‘Lobbyarbeit‘ das ‘Center for Alternatives to Animal Testing‘ (CAAT).

Von: GFDK - Tobias Kruse

17.11.2014 – Der LUSH PRIZE, der mit 300.000 Euro weltweit höchstdotierte Preis gegen Tierversuche, wurde im Londoner Royal Institute of British Architects am 14. November 2014 zum dritten Mal in Folge verliehen. Von den zwölf internationalen Gewinnern aus zehn Ländern konnten sich auch zwei deutsche Projekte durchsetzen. Ausgezeichnet wurde die Münchnerin Anne Krug (30) als ‘Beste Nachwuchsforscherin‘ und für die Kategorie ‘Lobbyarbeit‘ das ‘Center for Alternatives to Animal Testing‘ (CAAT), dessen Sitz an der Universität Konstanz liegt….

Der Lush-Preis ist eine führende Initiative, die darauf abzielt, den Tag näher zu bringen, an dem Sicherheitsprüfungen ohne Verwendung von Tieren stattfinden.

Abkehr von Tierversuchen

Weiterhin wurden Projekte und Personen in den Bereichen öffentliches Bewusstsein, Wissenschaft und Training in der Anwendung alternativer Versuchsmethoden ausgezeichnet. Die Kategorien bilden umfassende Themenbereiche, in denen eine Förderung zur Abkehr von Tierversuchen besonders sinnvoll ist. Die zwölf diesjährigen Gewinner kommen aus: Australien, Neuseeland, Taiwan, Kenia, Brasilien und fünf europäischen Ländern (Niederlande, Dänemark, Bulgarien und zwei Gewinner aus Deutschland sowie Schweden). Die zwölf Gewinner wurden aus 33 Bewerbern von einer internationalen Fachjury ausgewählt.

BESTE NACHWUCHSFORSCHERIN

Seit September 2010 arbeitet Anne Krug als Wissenschaftlerin. Sie nutzt und entwickelt tierversuchsfreie Methoden in der Entwicklungsneurotoxikologie. Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Frage, ob Substanzen, wie z. B. Chemikalien oder Pharmaka, einen Effekt auf die Entwicklung des menschlichen Gehirns haben, die später zu kognitiven Defiziten wie Autismus oder ADS führen.

Tierversuche zur Erfassung solcher Effekte geben keine verlässlichen Ergebnisse, darüber hinaus werden für jeden einzelnen

Datenpunkt normalerweise über 1.000 Tiere benötigt. Für die nominierte Nachwuchsforscherin Grund genug, um alternativen Testmethoden auf den Grund zu gehen, wie beispielsweise. in-vitro Testsystemen, die auf menschlichen Zell-Linien basieren (in diesem Fall Nervenzellen). Dabei wird die Entwicklung des Gehirns in seine biologischen Prozesse aufgeteilt, die einzeln in spezifischen Tests untersucht und dokumentiert werden können.

Aus diesem Grund nutzt die Wissenschaftlerin aus Süddeutschland nicht nur tierversuchsfreie Testmethoden, sondern forscht auch weiter nach möglichen Alternativen. Anne Krug stellt den Nutzen von Tierversuchen grundsätzlich infrage: "Wo liegt der potenzielle gesellschaftliche Nutzen im Vergleich zur Belastung der Tiere?"

Die Gewinnerin investiert das Fördergeld von 12.500 Euro in eine neue Technik, die die Erforschung und die Dokumentation von Testergebnissen in Zukunft erleichtert.

LOBBYARBEIT - Umsetzung alternative Testmethoden

Das ‚Center for Alternatives to Animal Testing‘ (CAAT) bringt Vertreter der Industrie, Regulierungsbehörden und Wissenschaftler an einen Tisch, um die Umsetzung alternative Testmethoden voranzutreiben.

CAAT fördert die Entwicklung und Umsetzung alternativer Testmethoden, beispielsweise bei der Sicherheitsprüfung von Inhaltsstoffen für verschiedene Produkte. Durch den Informationsaustausch, Koordination von Konferenzen und Workshops mit Entscheidungs- und Wissensträgern, schlägt die Arbeit bereits große Wellen. Mehr als 30 Publikationen mit über 200 Co-Autoren in Fachzeitschriften sind erschienen. 2010 wurde CAAT–Europe als europäische Niederlassung der CAAT an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland (USA) gegründet. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Teilen der CAAT ist die Grundlage für den Aufbau einer transatlantischen Brücke zwischen Wissenschaftlern und Regulierungsbehörden in Europa und den USA.

Dr. Thomas Hartung nahm den Preis zusammen mit Dr. Francois Busquet entgegen. Busquet betonte bereits in der Vorstellung von CAAT: „Wir arbeiten unermüdlich daran Entscheidungsträger und Wissenschaftler zusammenzubringen. Es reicht nicht mit Leuten zu sprechen, die bereits gegen Tierversuche sind. Wir wecken Interesse für ein brennendes Thema und zwar so, dass vom einfachen Arbeiter bis hin zum Professor jeder die Inhalte versteht. Dem Verständnis folgt dann meist auch die Motivation zu Aufbruch und Veränderung.“

CAAT nutzt die 18.000 Euro Preisgeld für weitere Projekte im Kampf gegen Tierversuche.

Der LUSH PRIZE ist eine Kooperation zwischen Lush und Ethical Consumer. Lush ist Aktivist, Hersteller und Einzelhändler von frischen, handgefertigten Kosmetika, mit Geschäften in insgesamt 49 Ländern. Lush stellt die Ressourcen und Leidenschaft für den Preis bereit, welcher einen Bestandteil der „fighting animal testing“-Kampagne des Unternehmens darstellt. Ethical Consumer ist eine in Manchester (GB) ansässige Forschungs-, Verlagswesen- und Kampagnengenossenschaft. Sie widmet sich der Forschung und Kampagnenarbeit und ist außerdem für die Durchführung des Preises verantwortlich.

Weiteres Bildmaterial

LUSH PRIZE - VERLEIHUNG

http://share.lush-forum.de/sharing/PR/download/141114_BILDER__LUSH_PRIZE_2014.zip  

Anne Krug – Bilder aus dem Labor

http://share.lush-forum.de/sharing/PR/download/201411_LushPrizeAnneKrug.zip  

LUSH PRIZE 2014

http://www.lushprize.org/de/ 

LUSH PRIZE - Liste weiterer Preisträger

http://www.lushprize.org/2014-prize/2014-prize-winners/# 

Über Lush
Lush erfindet, erzeugt und verkauft frische und von Hand gemachte Kosmetik, wie unsere sprudelnden Badebomben, Zahnpasta in fester Form und feste Shampoos. Lush ist strikt gegen Tierversuche und unterstützt Fair Trade Initiativen verschiedener Gemeinden weltweit.

Lush ist innerhalb der Kosmetikindustrie führend, wenn es um die Reduzierung von Verpackungsmaterial geht, weshalb wir „nackte“ Produkte entwickeln und verkaufen. Lush setzt sich gegen Tierversuche ein und gründete (gemeinsam mit Ethical Consumer) im Jahr 2012 den jährlichen und weltweit größten Preis gegen Tierversuche, den LUSH PRIZE. Das Unternehmen eröffnete 2002 den ersten deutschen Shop in Hamburg.



Derzeit gibt es 45 Filialen in Deutschland sowie einen Onlineshop. Lush ist mit über 900 Geschäften in 49 Ländern und mehreren Produktionsstandorten weltweit vertreten.

Pressekontakt zu Lush

Tobias Kruse

Online & Brand PR Manager

Neue Schönhauser Str. 16

10178 Berlin

Mail: tobias@lush.de, www.lush.de

 


Weiterführende Links:
http://www.lushprize.org/de/