02.12.2012 07:06 wird im Oktober 2013 in Darmstadt verliehen

Kulturnews: Der Justus Bier Preis für Kuratoren geht in diesem Jahr an Dr. Ralf Beil und Peter Kraut

Kulturnews: Der Justus Bier Preis für Kuratoren geht in diesem Jahr an Dr. Ralf Beil und Peter Kraut

Dr. Ralf Beil, Foto: Marcus Kaufhold © Institut Mathildenhöhe Darmstadt.

Von: Daniel Grinsted

Der Justus Bier Preis für Kuratoren, seit 2009 jährlich vergeben, geht in diesem Jahr an Dr. Ralf Beil, Darmstadt und Peter Kraut, Zürich.
Ausgezeichnet werden sie für das Projekt und den Ausstellungskatalog A Ho u s e f u l l o f Mu s i c Strategien in Musik und Kunst realisiert vom Institut Mathildenhöhe Darmstadt. Der von Institutsdirektor und Ausstellungskurator Dr. Ralf Beil sowie dem Schweizer Musikdozenten Peter Kraut herausgegebene Katalog ist in einer deutschen sowie englischen Ausgabe im Verlag Hatje Cantz erschienen.


Preiswürdig fand die Jury das Projekt sowie insbesondere auch das Katalogbuch wegen des offenen und medial übergreifenden Ansatzes. Zwölf grundlegende, parallele Strategien in Musik und Kunst wurden untersucht und mit mehr als 350 Arbeiten von 110 Künstlern und Musikern erlebbar gemacht: angefangen von Erik Satie und Marcel Duchamp, den Pionieren der kreativen Grenzüberschreitung, über Pierre Boulez und Dieter Roth bis hin zu Nevin
Aladag und Carsten Nicolai. Die gleichsam enzyklopädische Dimension des Projektes ebenso wie die außergewöhnliche buchgestalterische Ästhetik der Publikation haben die Jury überzeugt und zu ihrer Entscheidung bewogen.
Der Justus Bier Preis 2012 wird am 12. Oktober 2013 um 18.30 Uhr in Darmstadt im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Landesausstellung  Georg Büchner von dem Vorsitzenden der Jury, Dr. Carl Haenlein, an Dr. Ralf Beil und Peter Kraut verliehen werden.


JUSTUS BIER PREIS
c/o Vorsitzender der Jury: Dr. Carl Haenlein
AM WÄLDCHEN 4 30657 HANNOVER fon 0511/905031 fax 0511/905032
carl.haenlein@real-net.de
Träger : Helga Pape - St i f tung Jens und Helga Howaldt Hannover

 

Der JUSTUS BIER PREIS für Kuratoren.
Der mit 5.000,-- € dotierte Justus Bier Preis wird jährlich verliehen. Er wird getragen von der ‚Helga Pape Stiftung Jens und Helga Howaldt‘, Hannover. Mit ihm sollen fachlich und sprachlich herausragende Publikationen
in Zusammenhang mit Austellungsprojekten aus dem deutschsprachigen Raum ausgezeichnet werden. Eine vergleichbare Auszeichnung für kuratorische Leistungen gab es bisher nicht.
Die Stifter des Preises ebenso wie die Jury sind der Auffassung, dass die Arbeit von Kuratoren mehr Aufmerksamkeit verdient, als das heute der Fall ist. Schließlich ist die sprachliche und fachliche
Auseinandersetzung zwischen Kunst und Kurator eine der Grundlagen der Arbeit, die in Museum und Ausstellungshaus geleistet wird.
Der Preis geht zurück auf eine Anregung von Dr. Carl Haenlein, Direktor der Kestner Gesellschaft Hannover von 1974 bis 2002.

 

Ralf Beil curiculum vitae
Dr. Ralf Beil, geboren 1965 in Kobe/Japan, Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Freiburg im Breisgau und Paris, Maîtrise d'histoire de l'art et d’archéologie an der Université Paris-Sorbonne, Promotion an der
Gesamthochschule Essen. Von 1990 bis 1998 freier Ausstellungskurator und Kunstkritiker für Artefactum, Neue Zürcher Zeitung, Kunst-Bulletin, Kunstforum International. 1999 bis 2003 Ausstellungskurator und Konservator der Gemäldeund Skulpturensammlung am Kunstmuseum Bern. 2004/2005 Konservator und Ausstellungskurator für 20. und 21. Jahrhundert am Musée cantonal des Beaux-Arts Lausanne. Seit Januar 2006 Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt.
Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen seit 1990, zuletzt u.a. „Nedko Solakov. Emotions (without masks)“ (2009); „Joseph Maria Olbrich 1867-1908. Architekt und Gestalter der frühen Moderne“ (2010); „Gesamtkunstwerk Expressionismus. Kunst, Film, Literatur, Theater, Tanz und Architektur 1905-1925“ (2010); „Serious Games. Krieg – Medien – Kunst (2011); Marcel van Eeden. The Darkest Museum in the World“ (2011).


Peter Kraut curiculum vitae
Peter Kraut, geboren 1965, studierte Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft in Bern. Er ist als Kulturvermittler, Dozent und Autor tätig. Sein Interesse gilt dem Schnittfeld aus zeitgenössischer Musik, bildender Kunst und Popkultur.
In den 1990er Jahren arbeitete er in der empirischen Sozialforschung und war als Mitglied einer Experimentalrockband in Europa unterwegs. Parallel dazu programmierte er im Rahmen von "Taktlos Bern" (1980-2007) Hunderte von Konzerten. Nach einer Anstellung im Kulturprogramm der Schweizerischen Nationalbibliothek wechselte er 2002 an die Hochschule der Künste Bern. Dort ist er heute stellvertretender Leiter der Musikabteilung und betreut das Publikationsprogramm.
Publikationen u.a.: „raster-noton: o.a.c.i.s. optics acoustics calculated in seconds“ (2000); Frischer Wind – Fresh Wind. Die Forschungsorgeln der Hochschule der Künste Bern” (2006); „Taktlos Musiklesebuch” (2007); „Kunstmusik, Sounddesign und Popkultur. Zugänge zur zeitgenössischen Musik“ (2011).

 


 

Daniel Grinsted M. A.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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