01.06.2014 10:42 geschlechterrollenkritisch

Kaiserswerther Kunstpreisträgerin Barbara Rapp erhält den evangelischen Kunstpreis der Johanneskirche Klagenfurt

Barbara Rapp wird mit evangelischen Kunstpreis der Johanneskirche Klagenfurt

Jury Manfred Traar, Jury Udo Puschnig, Religionslehrerin Annemarie Rainer (als Stellvertreterin für die preisgewürdigten Kinder), Preisträger Harald Rath, Preisträgerin Barbara Rapp, Jury Caroline, Jury Lilo Buchacher (vlnr), alle Fotos: Marcel Ambrusch

Barbara Rapps geschlechterrollenkritisches Wandobjekt

Barbara Rapps geschlechterrollenkritisches Wandobjekt „GRSS GTTn"

Kuenstlerin Barbara Rapp mit der Malerin Caroline

Barbara Rapp mit Malerin Caroline

Von: GFDK - Christian Lehner

Barbara Rapp befasst sich schon lange mit kritischen Themen rund um den Schönheitswahn und Geschlechterrollen. 2011 erhielt sie den Kaiserswerther Kunstpreis  für ihre weiblichen Akte, mit denen die Mixed-Media Künstlerin den Schönheitswahn unserer Zeit thematisiert.

Für ihr geschlechterrollenkritisches Wandobjekt „GRSS GTTn“ wurde die Multimediakünstlerin Barbara Rapp aus Velden (Österreich) jetzt mit dem mit 1.000 Euro dotierten Kunstpreis der Evangelischen Johanneskirche Klagenfurt ausgezeichnet.

Thema Wunder

Der Preis wurde anlässlich der 150-Jahr-Feier der Johanneskirche am Lendkanal heuer erstmals vergeben. Thematische Vorgabe war die Auseinandersetzung mit dem Thema “Wunder”.
Presbyteriumsmitglied Lilo Buchacher fungierte als Leiterin der Jury, die Mitglieder: Superintendent Manfred Sauer, Malerin Caroline, Kunstpädagogin Grete Buchacher, Künstler Manfred Traar und der Kurator der Pfarrgemeinde Udo Puschnig.

„Die Auszeichnung dieses Objektes hat mich positiv überrascht, weil es keine zwangsläufig ,kirchengefällige‘ Arbeit ist. Und dass die von mir sehr geschätzte Malerin Caroline eines der Jurymitglieder war, freut mich ganz besonders”, kommentiert Barbara Rapp. Mit dem Untertitel “a tribute to Katrin Ackerl Konstantin” widmet sie ihr Werk übrigens einer Künstlerin, die sie im Rahmen bisheriger Zusammenarbeiten speziell zu diesem Wandobjekt inspiriert hat.

Wann sprechen Menschen von einem Wunder?

Das Thema des Bewerbes stellte die Frage in den Raum: „Wann sprechen Menschen von einem ,Wunder‘? Wenn etwas unerwartet Positives eintritt, bei nicht erhofftem sportlichen Erfolg oder einem Lottogewinn, wenn man von einem Unglück verschont geblieben ist? Mit Wunder wird dann oft etwas ,Überirdisches‘ assoziiert, ein Schutzengel oder ,Gottes Hand‘, die im Spiel war.” Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Wunder in allen Schattierungen war Ziel der Ausschreibung des Kunstpreises.


Diese Vorgabe denkt Rapp mit ihrem Statement weiter und unterstreicht damit ihr konsequentes Engagement für die Gleichbehandlung aller Geschlechter: „WUNDER als etwas unerwartet Positives definiert, stellt diese Arbeit den WUNDER_baren Zustand in den Raum, der eine auch heute noch existierende gesellschaftliche Benachteiligung des Menschen als Frau auflöst. Menschen, von welchem Gott ,gemacht‘? Wird dieser „Modus“ jemals vom Status WUNDER in die REALITÄT wechseln? WECHSELN wir die PERSPEKTIVEN und reichen einander die Hand!“

Kunstpreis für Barbara Rapp

Rapp erhielt den Kunstpreis der Evangelischen Johanneskirche Klagenfurt in der Kategorie Einzelpersonen und Gruppen über 18 Jahren. Vergeben wurde weiters die Kategorie unter 18 Jahren an eine Gemeinschaftsarbeit der Volksschulen Feistritz im Rosental, Maria Elend, St. Jakob, Ledenitzen, Köstenberg und Villach Lind unter der Leitung von Religionslehrerin Annemarie Rainer. Als Sonderpreis des Evangelischen Clubs der Johanneskirche Klagenfurt wurde der Farbdruck mit dem Titel „Wunderschön, das bin ICH“ von Harald Rath ausgezeichnet; Rath lebt im Atelier DeLaTour für Menschen mit Behinderung in Treffen. Die eingereichten Arbeiten bzw. deren Kunstschaffende mussten einen Bezug zu Kärnten haben.

Kontakt zur Künstlerin:

BARBARA RAPP .. MULTIMEDIAKUNST + KULTURARBEIT

excelsiorstrasse 18 . 9220 velden . austria

info@barbara-rapp.com