08.02.2014 09:11 Manfred Weber ab dem 1. März 2014 nicht mehr tätig

Interimsintendant Manfred Weber muß gehen, die Mitarbeiter des Düsseldorfer Schauspielhauses sind sprachlos

Manfred Weber, Goetterdaemmerung am Schauspiehaus

Götterdämmerung am Schauspielhaus - Die Mitarbeiter des Düsseldorfer Schauspielhauses empfinden die Vorgänge als in höchstem Maße destabilisierend, störend und hinderlich für ihre Arbeit. Schauspielhaus Düsseldorf, Foto: Bernhard Pfau- Wikipedia Creative Commons (CC)

Von: Gottfried Böhmer- düsseldorf.de Profil bei Google+

Noch am 2. Febuar 2014 haben sich die Mitarbeiter des Düsseldorfer Schauspielhauses öffentlich zu Manfred Weber bekannt. Die Freunde der Künste haben darüber berichtet.

Die Mitarbeiter schrieben:

"Die Situation gipfelt nun in Meldungen, dass der ehemals als adäquat gehandelte Interimsintendant Manfred Weber an der Spitze des Theaters abgelöst werden soll. Die Spielzeit 2014/15 ist bereits geplant und könnte von einem - weiteren - Interimsintendanten bestenfalls verwaltet werden".

Machtkämpfe auf den Rücken des Düsseldorfer Schauspielhauses

"Mit wachsender Besorgnis beobachten wir daher seit einigen Wochen die Darstellung unseres Theaters in Presse und Öffentlichkeit, die den Eindruck erweckt, man wolle eine Krise regelrecht herbeischreiben und kulturpolitische Machtkämpfe auf dem Rücken des Düsseldorfer Schauspielhauses austragen. Es gibt keine künstlerische Krise. Die Krise ist eine der Kulturpolitik der Stadt Düsseldorf und der Landesregierung, die es versäumt haben durch eine rasche Entscheidung Zeichen zu setzen".

"Wir, die Mitarbeiter des Düsseldorfer Schauspielhauses, empfinden diese Vorgänge als in höchstem Maße destabilisierend, störend und hinderlich für unsere Arbeit. Wir fordern darum, die Auseinandersetzung um die Neuausrichtung des größten Sprechtheaters in NRW nicht mehr durch die Presse und auf dem Rücken von uns und unserem Publikum auszufechten".

Die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung haben nun reagiert, ob das im Interesse der Mitarbeiter war, sei mal dahingestellt.

Bauernopfer - Manfred Weber seines Amtes enthoben

Manfred Weber wird für eine Finanzkrise verantwortlich gemacht, die er überhaupt nicht zu verantworten hat.


Es liege alleine an den ungeklärten Finanzen, dass Weber nicht mehr zu halten sei, sagte die Kulturministerin Ute Schäfer (SPD). Gemeinsam mit ihren Sprecherinnen nahmen die Politiker im Bühnenbild der "Zofen" Platz – die Situation glich einem Tribunal, die Stimmung war ausgesprochen angespannt schrieb RP Online. Konkrete Gründe für das Millionen-Loch nannte Schäfer nicht.

Die Posten die für das Defizit verantwortlich sind scheinen uralt zu sein. So entstammen allein 900 000 Euro dem Fehlbetrag eines Antiken-Projekts aus der Spielzeit 2001/2002. Mehrere Millionen ergaben sich aus Mehrkosten bei Sanierungen in den vergangenen zehn Jahren. Und was bitte hat das mit Werber zu tun?

Frage der RP: Warum deuteten sich die so dramatischen Wirtschaftsprobleme nicht vorher an – trotz regelmäßiger Prüfungen? Dazu wurde nichts gesagt. Die Journalisten hatten am Ende ein ungutes Gefühl. Oberbürgermeister Dirk Elbers wollte sogar die anwesenden Ensemblemitglieder des Raumes verweisen, die sind aber geblieben.

Noch vor 6 Monaten hieß es:

"Seit Manfred Weber das Ruder übernommen hat, wird er von allen seiten gelobt, er lenke NRWs Theater-Schlachtschiff zurück in Ruhiges Fahrwasser".

Seit Manfred Weber das Ruder übernommen hat, wird er von allen Seiten gelobt; er lenkte NRWs Theater-Schlachtschiff zurück in ruhigeres Fahrwasser.

Der Fels in der Brandung | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/der-fels-in-der-brandung-id8211070.html

Seit Manfred Weber das Ruder übernommen hat, wird er von allen Seiten gelobt; er lenkte NRWs Theater-Schlachtschiff zurück in ruhigeres Fahrwasser.

Der Fels in der Brandung | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Seit Manfred Weber das Ruder übernommen hat, wird er von allen Seiten gelobt; er lenkte NRWs Theater-Schlachtschiff zurück in ruhigeres Fahrwasser.

Der Fels in der Brandung | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Seit Manfred Weber das Ruder übernommen hat, wird er von allen Seiten gelobt; er lenkte NRWs Theater-Schlachtschiff zurück in ruhigeres Fahrwasser.

Der Fels in der Brandung | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/der-fels-in-der-brandung-id8211070.html

Die offizielle Lesart lautet so:

Die Gesellschafter des Düsseldorfer Schauspielhauses - die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Land Nordrhein-Westfalen - haben sich am 5. Februar mit dem kommissarischen Intendanten der Neue Schauspiel GmbH, Manfred Weber, geeinigt, seinen Vertrag zum 30. September 2014 zu beenden. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass Manfred Weber ab dem 1. März 2014 nicht mehr im Schauspielhaus tätig sein wird.

Über die einvernehmliche Vertragsaufhebung wird der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. Februar 2014 endgültig beschließen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Land Nordrhein-Westfalen danken Manfred Weber für sein jahrelanges Engagement für das Düsseldorfer Schauspielhaus, insbesondere für die Zeit der kommissarischen Intendanz, die er nach dem Rücktritt von Staffan Valdemar Holm übernommen hatte.

Um die künstlerische und kaufmännische Führung des Düsseldorfer Schauspielhauses bis zum Antritt eines neuen Intendanten/einer Intendantin sicherzustellen, soll ab dem 1. März 2014 bis zum Ende der Spielzeit 2015/2016 eine Übergangleitung bestellt werden. Hierfür werden die Gesellschafter des Schauspielhauses dem Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung Günther Beelitz vorschlagen.

Günther Beelitz war bereits von 1976 bis 1986 Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses. Die kaufmännische Geschäftsführung soll in der Übergangszeit Alexander von Maravic übernehmen, der von 1990 bis 2000 Verwaltungsdirektor des Schauspielhauses Bochum und zuletzt, bis 2011, Geschäftsführender Direktor der Oper Leipzig war.

Ministerin Ute Schäfer als derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Dirk Elbers als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Düsseldorfer Schauspielhauses heute auf einer Belegschaftsversammlung hierüber informiert. Dabei haben die Ministerin und der Oberbürgermeister noch einmal nachdrücklich bekräftigt, dass sie das traditionsreiche Düsseldorfer Schauspielhaus neu aufstellen und zukunftsfähig machen wollen.

Die Übergangszeit soll dazu genutzt werden, das Haus wirtschaftlich auf solide Füße zu stellen, um einen unvorbelasteten Anfang mit einem künftigen Intendanten/einer Intendantin zu ermöglichen. Einen Personalvorschlag für die künftige Intendanz werden die Gesellschafter dem Aufsichtsrat in den kommenden Monaten vorlegen.

www.duesseldorf.de 5. Feb. 2014

Gottfried Böhmer

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