03.02.2017 00:08 schweizer kunstpreis

Impulsgeber: Kunstpreis Prix Mobilière geht an Bertold Stallmach

Animationsfilme und Installationen von Bertold Stallmach

Bertold Stallmach, 1984 Filmstill: Dreisatz der Identität, 2015 Animationsfilm, 20 min, Filmstill Courtesy: Galerie Susanna Kulli, Zürich, Galerie Eigen & Art, Berlin und die Künstler: Bertold Stallmach, Nina Fischer & Maroan el Sani / Bertold Stallmach, 1984

Von: GFDK - Karin Lange

Der 1984 geborene Künstler Bertold Stallmach gehört zu den aufstrebenden Talenten der Schweizer Kunstszene. Seine aberwitzigen und zugleich tiefsinnigen Animationsfilme, in denen Knetfiguren die Unwegsamkeiten des Lebens meistern, haben die Jurymitglieder überzeugt.

Der Prix Mobilière ist mit 15'000 Schweizer Franken dotiert und mit einem Werkankauf für die Kunstsammlung der Mobiliar verbunden.

Die Fachjury war sich einig: Die Animationsfilme und Installationen von Bertold Stallmach bringen brisante gesellschaftliche Themen unserer Zeit auf den Punkt, indem sie von Menschen und ihren ganz persönlichen Geschichten erzählen, von ihren Lebenseinstellungen und Taten.

Schweizer Kunstpreis

Susanna Kumschick, Co-Leiterin und Kuratorin am Gewerbemuseum Winterthur, hat den in Lesotho geborenen Künstler nominiert: «Er greift damit grosse Themen auf, beobachtet scharf und findet einen eigenwilligen künstlerischen Ausdruck. In seinen oft mehrteiligen Werken verknüpft er verschiedene Ausdrucksformen: Stop-Motion-Filme, Malerei, Zeichnungen und Skulpturen zeigen den Prozess seiner Arbeiten auf und nehmen in installativen Inszenierungen Bezug aufeinander. Die Stärke seiner meist erzählerischen und figurativen Arbeiten sind die bisweilen absurden, aber auch witzigen Geschichten und die scheinbar leichtfüssige Kombination unterschiedlicher Medien und Materialien zu liebevoll und spielerisch gestalteten Welten.»

«Die Mobiliar zeichnet mit der Vergabe des Prix Mobilière junge Kunstschaffende aus, die durch ihre Werke entscheidende Impulse für das Verständnis unserer Zeit geben», erklärt Dorothea Strauss, Leiterin Corporate Social Responsibility bei der Mobiliar. Vor diesem Hintergrund lädt die Mobiliar jedes Jahr eine Reihe von Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittlern ein, jeweils eine junge Position für den Prix Mobilière vorzuschlagen.

Auch im diesjährigen Auswahlverfahren haben namhafte Kuratorinnen und Kuratoren einen spannenden Querschnitt der vitalen jungen Schweizer Kunstszene vorgestellt und sieben Künstlerinnen und Künstler nominiert. Der Preisträger des Prix Mobilière 2017 wurde im Dezember von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Wie in den vergangenen Jahren wird die Mobiliar die Arbeiten aller nominierten Künstlerinnen und Künstler in einer Gruppenausstellung auf der Kunstmesse artgenève präsentieren (26.-29. Januar 2017, Palexpo, Genf).

Kunstförderung der Mobiliar

Die Mobiliar ist davon überzeugt, dass die Beschäftigung mit Kunst und Kreativität nicht nur individuell bereichernd ist, sondern auch wichtige Anstösse für eine verantwortungsbewusste und inspirierte Diskussions- und Innovationskultur gibt. Die Mobiliar unterstützt Forschungsprojekte an der Universität Bern, der ETH Zürich und der EPF Lausanne. Sie ermöglicht und initiiert schweizweit neue Dialoge zwischen Kunst und Gesellschaft, fördert Präventionsprojekte zum Schutz vor Naturgefahren in verschiedenen Regionen des Landes und stärkt die Innovationskraft Schweizer KMU.

Weitere Informationen: www.mobiliar.ch/engagement

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist ein Prämienvolumen von 3,5 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den knapp 1,7 Millionen Kunden.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4600 Mitarbeitende und bietet derzeit 308 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.