14.04.2013 09:00 „Herzkrank geboren – ein lebenslanger Weg“

hr-iNFO-Journalistin Mariela Milkowa erhält den Journalistenpreis 2013

hr-iNFO-Journalistin Mariela Milkowa erhält den Journalistenpreis 2013 des Bundesverbandes Herzkranke Kinder e.V. für ihren Beitrag "Annett Pöpplein und die Überlebensgeschichte ihres Sohnes".

hr-iNFO-Journalistin Mariela Milkowa erhält den Journalistenpreis 2013 des Bundesverbandes Herzkranke Kinder e.V. für ihren Beitrag "Annett Pöpplein und die Überlebensgeschichte ihres Sohnes". Foto: hr

Von: GFDK - Bernd Kuhne

Die hr-iNFO-Sendung „Menschen“ von Mariela Milkowa erhält den Journalistenpreis 2013 des Bundesverbands Herzkranke Kinder e.V. (BVHK). Der 24-minütige Hörfunkbeitrag über das Schicksal der Familie Pöpplein aus Seeheim-Jugenheim wurde am 28. Juni 2012 erstmals gesendet. Die Preisverleihung findet am 20. April 2013 im Rahmen des Jubiläumssymposiums „20 Jahre Bundesverband Herzkranke Kinder“ in Hamburg statt.

Im Gespräch mit Mariela Milkowa erzählt Annett Pöpplein die Überlebensgeschichte ihres herzkranken Sohnes Jens. Die Mutter spricht über ihre Tiefpunkte und Glücksmomente und will zugleich anderen Betroffenen Mut machen. Nach zahlreichen Klinikaufenthalten und Operationen erhielt Jens im Alter von fünf Jahren ein Spenderherz, das ihm ein normales Leben ermöglichte. Heute ist Jens 14 Jahre alt, und es geht ihm gut.

Der Preis mit dem Titel „Herzkrank geboren – ein lebenslanger Weg“ ist mit 1000 Euro dotiert. Er prämiert „herausragende journalistische Beiträge aus der Kategorie Print, Fernsehen, Hörfunk und Online-Medien“.

Annett Pöppleins drittes Kind Jens kommt 1997 mit einem seltenen Herzfehler zur Welt. Eine seiner Herzkammern ist verkümmert. Jens hat nur ein halbes Herz. Eigentlich hat er keine Zukunft. Soll man um sein Leben kämpfen oder der Natur ihren Lauf lassen? Das ist eine der grundsätzlichen Fragen, denen sich die Familie von Anfang an stellen muss. "Jens wird uns den Weg zeigen, den er gehen will", sagt der behandelnde Herzspezialist.

Und Jens hat einen unbändigen Lebenswillen. Der Kampf ums Überleben verlangt ihm selbst, der Mutter und der Familie das Äußerste ab. Durch die Krankheit verändert sich alles. Trotzdem entwickelt sich der tapfere kleine Junge zu einem fröhlichen und charmanten Kind. Als Jens fünf Jahre alt ist, hilft nur noch eine Herztransplantation.

Ein anderes Kind ist gestorben. Aber Jens hat nun doch eine Zukunft. Seine Mutter erzählt zutiefst berührend, mit großer gestalterischer Kraft und bei allem Schrecken auch mit Humor und Selbstironie von der Qual und dem Glück dieser Jahre. Ihre Geschichte ist zugleich ein Appell, sich der Organspende nicht zu verschließen.

Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2012)

Die Redaktion grüsst aus Wiesbaden, Annett, Kees und Jens und wünscht euch weiterhin alles gute.

bernd.kuhne@remove-this.hr.de