10.05.2013 09:32 Schwerpunkt, "Literatur und Film"

Herausragende Größen des Literatur- und Kulturbetriebs - Daniel Kehlmann ist Poetik-Dozent

Daniel Kehlmann, literarische Qualität

Daniel Kehlmann erhält in diesem Sommersemester die Poetik-Dozentur des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) Universität Koblenz-Landau, Camp Fotograf: Billy & Hells

Von: GFDK - Kerstin Theilmann

Landau - Daniel Kehlmann erhält in diesem Sommersemester die Poetik-Dozentur des Zentrums für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der Universität Koblenz-Landau. Die Universität würdigt damit die außergewöhnliche literarische Qualität von Daniel Kehlmanns Werken, seine feine Beobachtungsgabe und subtile Ironie.

Die Landauer Poetik-Dozentur wird jeweils für ein Semester an herausragende Größen des Literatur- und Kulturbetriebs verliehen. Sie steht immer unter einem thematischen Schwerpunkt, der im Sommersemester "Literatur und Film" lautet.

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Am 4. Juni wird Daniel Kehlmann in Landau eine Grundsatzrede über das Spannungsverhältnis von Literatur und Film halten. Einen Abend später ermöglicht der Erfolgsautor mit einem Making-off einen Blick hinter die Filmproduktion zu seinem Bestseller "Die Vermessung der Welt", dessen Drehbuch aus Kehlmanns Feder stammt.

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München in eine Künstlerfamilie geboren. Er wuchs in Wien auf und studierte dort Philosophie und Literaturwissenschaft. Bereits mit 22 Jahren veröffentlichte Kehlmann seinen ersten Roman "Beerholms Vorstellung". Mit seinem Roman "Ich und Kaminski" (2003) schaffte er den internationalen Durchbruch. Mit "Die Vermessung der Welt" (2005) wurde Kehlmann zum Bestsellerautor und 'Wunderkind' der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Diese fiktive Doppelbiographie des Naturforschers Alexander von Humboldt und des Mathematikers Carl Friedrich Gauß, bisher in über 40 Sprachen übersetzt, ist mit international über sechs Millionen verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten Bücher der deutschen Nachkriegsliteratur. Detlev Buck (Männerpension, Rubbeldiekatz) verfilmte 2012 den Roman.

In seinen Werken spielt Kehlmann mit Realität und Fiktion. Seine Helden leben in einer Realität, die vertraut ist, doch sie stoßen gleichzeitig an deren Grenzen. Er überspritzt das Reale, indem er Fiktion und Fiktionalität gänzlich verwischt. Literaturwissenschaftler bezeichnen Kehlmann als "Magischen Realisten" und reihen ihn damit in eine Tradition ein, die bis in die 1920er Jahre reicht.

Kehlmann wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Candide-Preis, der Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Doderer-Preis, der Kleist-Preis, der "Welt"-Literaturpreis und zuletzt mit dem Thomas-Mann-Preis. Kehlmanns Rezensionen und Essays erschienen in zahlreichen Magazinen und Zeitungen, darunter "Der Spiegel", "Guardian", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Süddeutsche Zeitung", "Literaturen" und "Volltext". Im Sommersemester 2012 war Daniel Kehlmann Gastprofessor an der New York University. Er ist Mitglied der "Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung", der "Freien Akademie der Künste" in Hamburg und der Mainzer "Akademie der Wissenschaften und Literatur".

Vor Daniel Kehlmann sind mit der Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau Eugen und Nora Gomringer, Theresia Walser und Karl-Heinz Ott, Thomas Brussig und Christof Siemes sowie Abbas Khider, Tom Buhrow und Sabine Stamer ausgezeichnet worden. Nähere Informationen zur Landauer Poetik-Dozentur mit Daniel Kehlmann unter www.zkw.uni-landau.de.

Veranstaltungsübersicht

Landauer Poetik-Dozentur mit Daniel Kehlmann: Literatur und Film 4. bis 6. Juni 2013

Dienstag, 4. Juni 2013, 19 Uhr, Festhalle Landau Daniel Kehlmann Vortrag "Die Kunst der Adaption: wie aus Büchern Filme werden"

Mittwoch, 5. Juni 2013, 19 Uhr, Universum-Kinocenter Landau "Vom Buch zum Film 'Die Vermessung der Welt'"

Donnerstag, 6. Juni 2013, 19 Uhr, Campus Universität in Landau, Hörsaal II Filmvorführung "Die Vermessung der Welt"

Infos zu Preisen und Vorverkaufsstellen unter www.zkw.uni-landau.de

Universität Koblenz-Landau

Kerstin Theilmann 

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