12.04.2013 09:42 Preisträger kommen vom NDR, rbb, SR, SWR und hr

Fünf junge Radiotalente ausgezeichnet - Der Kurt-Magnus-Preis der ARD 2013 wurde verliehen

Verleihung des 51. Kurt-Magnus-Preises der ARD am 11. April 2013 im Hessischen Rundfunk

Verleihung des 51. Kurt-Magnus-Preises der ARD am 11. April 2013 im Hessischen Rundfunk, Foto: hr/Manfred Roth

Von: GFDK - Tobias Häuser

Mit dem Kurt-Magnus-Preis der ARD sind am Donnerstag fünf junge Radiotalente ausgezeichnet worden. Den ersten Preis, dotiert mit jeweils 6000 Euro, teilen sich Martin Seidemann (NDR) und Johannes Nichelmann (rbb). Den dritten, mit 4000 Euro dotierten Preis erkannte die Jury Verena Klein (SR) zu. Den vierten Preis, dotiert mit jeweils 3000 Euro, teilen sich Oliver Neuroth (SWR) und Sabine Brütting (hr). Den zweiten und fünften Preis vergab die Jury nicht.

Ihr gehörten in diesem Jahr Gerold Hug (Hörfunkdirektor des SWR), Joachim Knuth (Hörfunkdirektor des NDR und Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission) sowie Heinz Sommer (Hörfunkdirektor des hr und ständiger Jury-Vorsitzender Kurt-Magnus-Preis) an.

Martin Seidemann(34, erster Preis) ist seit 2007 als Autor, Reporter und Moderator Mitglied der Sportredaktion des NDR. In dieser Funktion ist er seither für die ARD bei den großen Turnieren im Reporterpool dabei, so etwa bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika und den Olympischen Spielen 2012 in London. Zuvor hatte er nach seinem Studium der Neueren Geschichte und Politikwissenschaft in Tübingen und Hamburg beim NDR volontiert.

„Martin Seidemann ist für die Sportberichterstattung im Radio ein Glücksfall“, erklärte die Jury. „Er verfügt über die Begabung, Geschichten spannend, unterhaltsam und mit unverwechselbarem persönlichen Stil so zu schildern, dass seine Beiträge in Info-, Pop- oder Jugendwellen gleichermaßen geschätzt werden und er sich trotz seiner Jugend schon einen Namen in der ARD gemacht hat.“

Johannes Nichelmann (23, erster Preis) zählt zu den jüngsten Preisträgern in der Geschichte des Kurt-Magnus-Preises. Bereits während seiner Schulzeit arbeitete er für verschiedene ARD-Sender, das Deutschlandradio und das ZDF als Reporter, Moderator, Autor und Redakteur, für junge Formate wie für das Kulturradio. Die Palette seiner Arbeiten und Tätigkeiten reicht vom Hörspiel bis hin zu Reportagen, Ü-Wagen-Einsätzen und Moderationen.

Die Jury hat der Feature-Autor für das Kulturradio des rbb durch seine kreativen Zugänge überrascht: „Damit verrät er ein sicheres Gespür im Umgang mit den Möglichkeiten des Mediums wie auch die Fähigkeit, dem Radio in scheinbar alten Formaten neue Möglichkeiten abzugewinnen“, erläuterte die Jury.

Verena Klein (33, dritter Preis) studierte Sportwissenschaft, Journalismus und Technik der elektronischen Medien in Karlsruhe und Toronto. Ab 2005 arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für den Saarländischen Rundfunk, 2007 berichtete sie aus Mexiko, in den folgenden beiden Jahren volontierte sie beim SR und arbeitet seitdem als Radio- und Fernsehreporterin sowie Redakteurin und Moderatorin für verschiedene Angebote des SR.

„Verena Klein beeindruckt durch die Vielseitigkeit ihrer Radiotätigkeiten und der dabei gewählten Formen“, so die Jury. Überdies zeichne sie sich durch die Bandbreite der von ihr als Feature-Autorin oder Reporterin bearbeiteten Themen aus: Sie reichen von einem sanft ironisch dargestellten Mopsrennen bis hin zu Themen wie Menschenhandel im Saarland.

Sabine Brütting (31, vierter Preis) studierte Journalistik und Arabistik an der Universität Leipzig. Bereits während ihres Studiums volontierte sie beim MDR und arbeitete als freie Mitarbeiterin für den BR. Seit Februar 2012 ist sie Regionalkorrespondentin des Hessischen Rundfunks in Limburg. Aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse des arabischen Raums hat sie für den hr im September 2012 eine ausgedehnte Reportagereise in die syrischen Flüchtlingslager unternommen.

„Besonders imponiert Sabine Brütting mit ihrer Fähigkeit, im Korrespondentengespräch lebendig und anschaulich in schwierigen Situationen direkt vom Ort des Geschehens zu berichten“, befindet die Jury, „ob von der Grenze zwischen Jordanien und Syrien oder nach einem Flugzeugabsturz in der Wetterau.“

Oliver Neuroth (31, vierter Preis) arbeitete schon während seines Studiums der Mittleren und Neueren Geschichte an der Universität Köln bei Radio Berg und danach bei „Das Ding“ des SWR, wo er 2007 Leiter der Nachrichtenredaktion wurde. Von 2010 bis 2012 war er als Junior-/Multimedia-Korrespondent für den SWR im Hauptstadtstudio Berlin und wechselte dann in die trimediale Nachrichtenredaktion des SWR.

„Sei es von der Welt-Aidskonferenz oder beim Acta-Abkommen: Oliver Neuroth gelingt es, schwierige gesellschaftliche und politische Themen für die junge Zielgruppe sensibel und ohne falsche Effekthascherei, zugleich aber spannend aufzuarbeiten“, lobt die Jury.

Der Kurt-Magnus-Preis der ARD wird zum 51. Mal verliehen. Die Auszeichnung für junge Journalistinnen und Journalisten der ARD-Rundfunkanstalten ist in diesem Jahr mit Geldpreisen im Gesamtwert von 22.000 Euro verbunden. Der Hörfunk-Nachwuchsförderpreis der ARD, einer der bedeutendsten Hörfunkpreise in Deutschland, wurde zu Ehren des Rundfunkpioniers Kurt Magnus in dessen Todesjahr 1962 gestiftet.

Foto: Verleihung des 51. Kurt-Magnus-Preises der ARD am 11. April 2013 im Hessischen Rundfunk (von links): Gerold Hug (Hörfunkdirektor SWR); Joachim Knuth (Hörfunkdirektor NDR und Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission); Gisela Wüst, Tochter von Kurt Magnus; Martin Seidemann (NDR), Träger des 1. Preises; Sabine Brütting (hr), Trägerin des 4. Preises; Johannes Nichelmann (rbb), Träger des 1. Preises; Vera Klein (SR), Trägerin des 3. Preises; Oliver Neuroth (SWR), Träger des 4. Preises; Dr. Heinz Sommer (Hörfunkdirektor hr und Vorsitzender der Jury)