19.04.2012 07:03 als Kind hat man gewisse Träume und Vorstellungen

Frankfurt - Christian Friedel mag keine „roten Teppiche“ - In hr2-kultur spricht er über sein Unbehagen bei Blitzlichtgewitter

Der Schauspieler und Musiker Christian Friedel

Von: Hanni Warnke

Der Schauspieler Christian Friedel („Das weiße Band“, „Russendisko“) hat auch nach seinem Welterfolg mit dem Oscar“-nominierten Film „Das weiße Band“ Probleme mit dem „roten Teppich“. In hr2-kultur erzählt Friedel von seinem Unbehagen bei Blitzlichtgewitter:

„Ich denke, als Kind hat man gewisse Träume und Vorstellungen. Dann wird man älter und beobachtet im Fernsehen und in den Zeitschriften, wie toll das aussieht. Aber wenn man dann selber draufsteht, wird man plötzlich konfrontiert mit einem ‚komischen Gefühl‘.“

„So manche Kollegen“, weiß Friedel, der in „Russendisko“ neben Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke in den Hauptrollen zu sehen ist, „genießen sogar die Situation. Ich gehöre wohl eher zu denen, die eingeschüchtert sind von diesem Blitzlichtgewitter.

Zum Beispiel höre ich immer noch auf die Fotografen, wenn sie sagen: ‚Guck mal hier links, guck mal da rechts‘. Viele Kollegen dagegen setzen da einfach ihr Lächeln auf, das immer gut aussieht.“

Christian Friedel, 1979 in Magdeburg geboren, ist seit 2009 Ensemble-mitglied am Staatsschauspiel Dresden. International bekannt wurde er durch seine Rolle des Lehrers in Michael Hanekes Film-Epos „Das weiße Band“. In der geraden angelaufenen Verfilmung von Wladimir Kaminers Roman „Russendisko“ spielt er einen von drei jungen Russen, die 1990 nach Ost-Berlin kommen.

Zitate aus der Meldung frei bei Nennung hr2-kultur. Das komplette Interview ist am Mittwoch, 11. April, um 17.10 Uhr in der Sendung „Fidelio“ zu hören oder als Podcast abrufbar unter www.hr2-kultur.de.

Hanni Warnke

hwarnke@hr-online.de