21.07.2017 15:04 Zum Gedenken an Chester Bennington

Fluch und Segen - Linkin Park ohne Chester Bennington

Chester Bennington wurde nur 41 Jahre alt Nun muss Linkin Park ohne Chester Bennington neue Wege finden

Chester Bennington wurde nur 41 Jahre alt. Nun muss Linkin Park ohne Chester Bennington neue Wege finden. Foto: © MLK

Von: GFDK - Karim Muna

Fluch und Segen der Rock Musik. Chester Bennington ist verstorben. Die Musik-Welt trauert um eine Rock-Legende. Linkin-Park-Frontmann Chester Bennington soll sich erhängt haben. Nun  fragen sich die Fans, ob die Band auch ohne Chester Bennington weitermacht, dazu hat sich Linkin Park bisher noch nicht geäußert.

In den Sozialen Netzwerken wurde nicht nur getrauert. Viele User zeigten kein Verständnis für seine Tat, "wie kann man Frau und sechs Kinder einfach so zurücklassen"? Andere schrieben "Egoistischer Idiot".

Linkin Park, die populärste Rockgruppe des letzten Jahrzehnts, kam im Herbst 2010 zu sechs ausgewählten Arena-Konzerten nach Deutschland.

Zum Gedenken an Chester Bennington

Die Protagonisten des Modern Rock, deren Markenzeichen spektakuläre Live-Auftritte sind, spielten in der Zeit zwischen dem 20. Oktober und 2. November in Berlin, Stuttgart, Dortmund, Köln, Hamburg und Frankfurt.

Mit nahezu 50 Millionen verkauften Tonträger und einer Rekordzahl ausverkaufter Konzerte haben sich Linkin Park eine absolute Ausnahmestellung erobert. Ihr fulminanter, rhythmischer Crossover zwischen Rock, Metal und Rap definiert das Sextett als innovative Vorreiter mit ungeheurem Fan-Appeal.

Die mit Spannung erwartete Tour von Linkin Park wurde von der Veröffentlichung des neuen Studioalbums begleitet, das erneut mit Producer-Legende Rick Rubin eingespielt wurde. Neben ihren größten Hits hatten die Kalifornier auf der Konzertserie erstmals ihr neues Material live vorgestellt.

Die vorherige CD „Minutes To Midnight“ erreichte in Deutschland auf Anhieb die Nr. 1 und war mit über 500.000 verkauften Einheiten ein überragender Erfolg.

Stets haben Linkin Park enorme Live-Qualitäten entfaltet. Bereits 1996 begannen sie den amerikanischen Underground mit harten Riffs, rockigen Rhythmen und einem unwiderstehlichen Mix aus melodischem Gesang und gerappten Texten aufzumischen.

Die intensiven, kraftvollen Vocals von Leadsänger Chester Bennington sowie die gekonnten Raps von MC Mike Shinoda entwickelten sich zu einem Markenzeichen. Den brillanten Sound lieferten Gitarrist Brad Delson, Schlagzeuger Rob Bourdon, Bassist Dave ‚Phoenix’ Farrell mit den Beats von DJ Joseph ‚Joe’ Hahn.

Schon mit ihrem ersten Album „Hybrid Theory“ (2000) gelang Linkin Park ein absoluter Blockbuster. Die CD verkaufte sagenhafte 18 Millionen Einheiten und machte die Band weltweit zu Superstars.

Die Single „Crawling” erhielt zwei Grammies, ebenso wie das sensationelle Duett mit Rapper Jay-Z auf der 2004er-Single „Numb/Encore“. Der kometenhafte Aufstieg setzte sich mit dem Folgealbum „Meteora“ (2003) und einer Welttournee fort, die der Gruppe den Ruf als spektakulärster Live-Act der aktuellen Rockmusik eintrug.

2007 sorgte Linkin Parks drittes Album „Minutes To Midnight“ für Furore. Mit den Hitsingles „What I’ve Done“, „Bleed It Out“ und „Shadow Of The Day“ entwickelte sich die von Rick Rubin (Red Hot Chili Peppers, System Of A Down, Metallica) produzierte Platte zum schnellst verkauften Tonträger des Jahres.

Linkin Park boten eine optimale Symbiose von Performance und Sound. Sie sind abwechslungsreiche, geschickte Grenzgänger zwischen Elektronik und Rock, harten Sequenzen und hypnotischen Samples. Wie kaum eine andere Band ihrer Generation beherrschen sie die seltene Fähigkeit, verschiedene Stile unter einen Hut zu bringen.

Ihre letzte Welttournee wurde mit der Live-CD/DVD „Road To Revolution: Live At Milton Keynes“ dokumentiert und erhielt in Deutschland Goldstatus. Für ihren kommenden Tourzyklus wollten Linkin Park ihren Fans ein besonderes, multimediales Erlebnis bieten, das ihre Songs und Kunst in einer nie dagewesenen visuellen Technologie vereint. Das ist ihnen gelungen. Zum Gedenken an Chester Bennington.

Karim Muna

Marek Lieberberg Konzertagentur GmbH & Co.KG