18.06.2012 14:01 András Schiff und das Wiener Konzerthaus

"Es ist für das Haus eine Ehre" - András Schiff: neues Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft

Foto v.l.n.r.: Bernhard Kerres (Intendant Wiener Konzerthaus), András Schiff, Dr. Christoph Kraus (Vizepräsident der Wiener Konzerthausgesellschaft) (Credit: Wiener Konzerthaus/APA-Fotoservice/Schedl)

Von: Theresa Steininger

Im Anschluss an das Konzert von András Schiff am 17. Juni 2012 mit Variationen von Beethoven, Mozart u.a. wurde dem Pianisten die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Konzerthausgesellschaft durch Intendant Bernhard Kerres und den Vizepräsidenten der Wiener Konzerthausgesellschaft, Dr. Christoph Kraus, verliehen.

"Es ist für das Haus eine Ehre, dass András Schiff die Ehrenmitgliedschaft angenommen hat. Damit dürfen wir nicht nur einen einzigartigen Künstler, der dem Haus lange verbunden ist, auszeichnen, sondern auch einen couragierten Menschen, der sich für menschliche Grundrechte und gegen Fremdenhass, Anti-Semitismus und andere Formen der Ausgrenzung einsetzt", sagte Kerres.

Schiff nannte sich "sehr geehrt und gerührt“: „Es bedeutet mir sehr viel, zu dieser Gesellschaft zu gehören, die mich seit vielen Jahren unterstützt." Unter den Gästen der Ehrung war auch der ehemalige Generalsekretär der Wiener Konzerthausgesellschaft, Hans Landesmann, der Schiff einst 1981 ans Haus geholt und in der Folge für viele wichtige Konzerte engagiert hatte.

Schiff dankte ihm und auch Kerres, der diese Tradition fortführe. Der nächste Höhepunkt steht 2014 an, wenn Schiff einen Beethoven- Zyklus mit dessen sämtlichen Sonaten am Haus spielen wird.

Mit Beethovens „Diabelli-Variationen“ sowie Stücken von Mozart, Mendelssohn-Bartholdy, Haydn und Schumann hatte Schiff an diesem Abend eine Kostprobe seines großen Könnens gegeben.

András Schiff und das Wiener Konzerthaus

Im Wiener Konzerthaus spielte András Schiff erstmals im November 1981 bei einem Auftritt mit Christian Altenburger an der Violine. Sein erstes Solo-Konzert gab der Pianist 1982 mit Bachs „Goldberg Variationen“. Damals war er noch ein Geheimtipp.

Im Laufe der drei Jahrzehnte, die er dem Wiener Konzerthaus nun eng verbunden ist, hat er zahlreiche Recitals und Konzerte gespielt, darunter solche mit dem Hagen Quartett, dem Chamber Orchestra of Europe, der Camerata Academica, dem Alban Berg Quartett, dem Budapest Festival Orchestra und dem Quatuor Mosaiques.

Zur Person:

András Schiff bekam seinen ersten Unterricht im Alter von fünf Jahren, später studierte er an der Budapester Franz-Liszt-Akademie, György Kurtág nahm großen Einfluss auf ihn. Schiff trat als Solist mit den Wiener Philharmonikern, dem Chamber Orchestra London, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Chicago Symphony Orchestra, den Berliner Philharmonikern und vielen weiteren renommierten Orchestern auf, er ist Gründer und Dirigent des Kammerorchesters Cappella Andrea Barca.

Schiff ist für seine bewusste Beschränkung seines Repertoires bekannt, Beethoven, Mozart, Schubert, Bach, Haydn und Bartok sind ihm wichtig. 

Foto v.l.n.r.: Bernhard Kerres (Intendant Wiener Konzerthaus), András Schiff, Dr. Christoph Kraus (Vizepräsident der Wiener Konzerthausgesellschaft) (Credit: Wiener Konzerthaus/APA-Fotoservice/Schedl)

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Mag. Theresa Steininger

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