19.06.2012 07:56 Kölner Stadt-Anzeiger

Elke Heidenreich - "Starrköpfigkeit, Stadtklüngelei, Zauderei und verschlagenes Spiel hinter den Kulissen"

Elke Heidenreich, 2009 SWR-Literaturnacht, Mainz(c)Smalltown Boy Wikipedia

Von: Kölner Stadt-Anzeiger

Köln (ots) - Köln. Als "unendliches Trauerspiel" bezeichnet Elke Heidenreich den Kölner Opernstreit in einem Gastbeitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe). Die Schriftstellerin und Literaturkritikerin, die selbst einige Libretti für die Kölner Kinderoper verfasst hat, setzt sich vehement für Opernintendant Uwe Eric Laufenberg ein.

Laufenberg habe die "Oper auf ein ganz hohes, international anerkanntes Niveau gebracht". Noch nie habe sie "so viel Enthusiasmus, Freude, Stolz" im Kölner Opernhaus erlebt. Vor diesem Hintergrund greift sie die Stadt scharf an, die mit dem Intendanten im Streit über die Höhe des Etats liegt. Heidenreich beklagt "Starrköpfigkeit, Stadtklüngelei, Zauderei und verschlagenes Spiel hinter den Kulissen".

Vor allem der Kölner Kulturdezernent Georg Quander wird von Heidenreich kritisiert: "Im Namen vieler, wenn nicht aller Opernmitarbeiter und Opernliebhaber bitte ich inständig darum: entlasst diesen Kulturdezernenten und nicht diesen Intendanten."

Dass Laufenberg schon mal explodiere und nicht immer diplomatisch sei, verstehe sie sehr gut: "Auch mir platzte beim ZDF nach langem Hin und Her um bessere Sendeplätze, nach demütigendem Gerangel hinter den Kulissen eines Tages so gründlich der Kragen, dass gleich die ganze Sendung verloren war."

Sie bereue, dass es die Sendung "Lesen!" nicht mehr gebe, "weil ein paar Herren sich auf den Schlips getreten fühlten, aber ich bereue nicht, diesem verzopften ZDF mal ordentlich die Meinung gesagt zu haben."

Uwe Eric Laufenberg erhebt im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" schwere Vorwürfe gegen die Stadt Köln und Bonner OB

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