29.06.2012 07:43 wurde am 21. März 2002 mit Sitz in Halle gegründet

Einer der ersten Gratulanten war Kulturstaatsminister Bernd Neumann - Zehn Jahre Kulturstiftung des Bundes

Bernd Neumann - (c)Heinrich-Böll-Stiftung Wikipedia

Von: Bundesregierung.de

In den zehn Jahren ihres Bestehens hat sich die Kulturstiftung des Bundes nicht nur als Förderer internationaler Kulturprojekte, sondern auch als kreativer Motor und Ideengeber profiliert. Inzwischen ist sie aus der deutschen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. In Halle wurde Geburtstag gefeiert.

Einer der ersten Gratulanten war Kulturstaatsminister  Bernd Neumann. Zehn Jahre Kulturstiftung des Bundes. Die Kulturstiftung des Bundes habe es in den vergangenen zehn Jahren glänzend geschafft, einerseits die Vielfalt des aktuellen künstlerischen Schaffens in unserem Land auf breiter Basis zu fördern und zu unterstützten, andererseits aber auch selbst initiativ zu werden und damit kulturpolitische Akzente zu setzen, erklärte Neumann.

Zusammen mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, nahm Neumann am Festakt aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums teil.

Innovative Projekte fördern

Die Kulturstiftung des Bundes wurde am 21. März 2002 mit Sitz in Halle an der Saale gegründet. Seitdem gehört die Förderung "innovativer Programm und Projekte im internationalen Kontext" zu den Kernaufgaben der Stiftung.

Mit einem Jahresetat von 35 Millionen Euro hat sie in den vergangenen zehn Jahren rund 2.000 Projekte der Gegenwartskultur gefördert. Darunter sind weltweit beachtete Kunstausstellungen wie die "documenta" oder die "Berlin Biennale", aber auch kleinere Literaturfestivals oder Architektursymposien. Weitere Beispiele sind die Filmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin" und "Metropolis", deren Rekonstruktion die Stiftung ebenso ermöglicht hat wie Christoph Schlingensiefs Theaterprojekt "Church of Fear".

Neben dieser offenen Förderung finanziert die Stiftung außerdem eine Reihe selbstverwalteter Fonds. Davon profitieren Projekte in den Bereichen Tanz, Theater, Literatur, bildende Kunst, Soziokultur und Film.
 

Anreize geben und Modelle entwickeln

Daneben hat die Kulturstiftung kontinuierlich eigene Programme und Veranstaltungen entwickelt.

Sie sollen die kulturelle Dimension gesellschaftlicher Entwicklungen erfassen und darstellen: zum Beispiel die kulturellen Aspekte der deutschen Einigung im Programm "Deutsche Einigung" oder Fragen der Nachhaltigkeit wie im Programm "Über Lebenskunst".

Andere Programme unterstützen die Restaurierung und Sicherung des kulturellen Erbes (Programm "KUR") oder die Kooperation von Tanz- und Theaterhäusern mit der freien Szene ("Doppelpass").

Kunst und Kultur besser vermitteln

Einen eigenen Programmschwerpunkt hat die Stiftung der "Kunst der Vermittlung" gewidmet. Dazu gehören auch die von der Stiftung entwickelten Projekte zur kulturellen Bildung wie das "Netzwerk Neue Musik", das die zeitgenössische Musik einem größeren Publikum näherbringen möchte.

Wie beispielhaft und nachhaltig solche Projekte wirken können, zeigt vielleicht am besten das Programm zur musikalischen Bildung "Jedem Kind ein Instrument", das inzwischen über Deutschland hinaus Nachahmung gefunden hat.

Neue Wege der Zusammenarbeit unterstützen

Bei der Förderung von Programmen geht es der Kulturstiftung des Bundes immer auch darum, neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden, Kultureinrichtungen und Interessenvertretern zu unterstützen.

Ein Merkmal, das auch das aktuelle Bildungsprojekt „Kulturagenten für kreative Schulen“ kennzeichnet. Zusammen mit der Mercator Stiftung verfolgt die Kulturstiftung dabei das Ziel, an Schulen in mehreren Bundesländern langfristige Kooperationen mit Kulturinstitutionen aufzubauen.

Demnächst in neuen Räumen

Um diesen Aufgaben auch in den kommenden Jahren gerecht werden zu können, erhält die Kulturstiftung in diesem Jubiläumsjahr neue Räume. Bisher ist die Stiftung in den historischen Räumen der Franckeschen Stiftungen untergebracht.

Der Neubau, der aus den Mitteln des Konjunkturpakets II finanziert wird, soll voraussichtlich Mitte 2012 bezugsfertig sein.

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...