05.02.2014 09:14 tanznetz dresden

Dresden tanzt - am 15. Februar 2014 startet die 4. Biennale Tanzausbildung

Tanzbiennale Dresden

Die Biennale zeigt, dass in Dresden beim Thema Tanz inzwischen alle eine gemeinsame Sprache sprechen, Foto: Anke Schwarzer Feedforward

Von: Eileen Mägel M. A.

Alle reden über Kreativität, aber was ist Kreativität eigentlich und wie fördern wir sie bei unseren Studierenden? Und wie viel davon überlebt den Übergang von der Ausbildung in den Beruf?

Spannungsfeld Tanzausbildung und Tänzerberuf

Diesen und vielen anderen Fragen im Spannungsfeld zwischen Tanzausbildung und Tänzerberuf widmet sich die 4. Biennale Tanzausbildung, die am 15. Februar in Dresden beginnt.

„Was ich heute in der Tanzausbildung noch immer zu oft vorfinde, ist ein Nebeneinander von Ausbildungs- und Berufswelt anstelle eines Miteinanders. Hierin liegt eine Gefahr, sowohl für die professionellen Tanzinstitutionen und Kompanien als auch für die Tanzausbildung selbst“, so der Rektor der Dresdner Palucca Hochschule für Tanz, Prof. Jason Beechey, der gleichzeitig künstlerischer Leiter der 4. Biennale ist.

Dies sei für ihn ein Anlass gewesen, das Thema „Education-Profession. A creative process“ in den Mittelpunkt der diesjährigen Biennale zu stellen. „Für wen bilden wir aus? Bilden wir bedarfsgerecht aus? Wollen die professionellen Kompanien die bei uns ausgebildeten Absolventen auch oder welche Art Tänzer brauchen sie tatsächlich?“, dies sind nur einige der Fragen, die in der Biennalewoche bis zum 23. Februar in Dresden beantwortet werden sollen: In Workshops, gemeinsamen Trainings, während eines zweitägigen Fachsymposiums und in vielen Veranstaltungen im Rahmenprogramm für ein öffentliches Publikum, denen die Biennale eine gute Gelegenheit biete, sich über den aktuellen Stand der Tanzausbildung in Deutschland und international zu informieren und Einblicke in die sich dynamisch entwickelnde Tanzausbildungslandschaft zu bekommen.

Teilnehmer der Biennale sind Studierende aller staatlichen deutschen Ausbildungsinstitutionen*. Zum ersten Mal werden in diesem Jahr auch ausländische Institutionen an der Biennale teilnehmen. So erwartet Dresden Studierende der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten, der Codarts - Rotterdamse Dansacademie, von Canada's National Ballet School Toronto, der Vaganova Ballet Academy of Russian Ballet St. Petersburg und der Houston Ballet Academy. „Das Interesse der ausländischen Ausbildungsinstitutionen ist seit Jahren groß, seit langem haben sie Signale gesendet, mit uns in einen fachlichen Austausch treten zu wollen. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden ist das in diesem Jahr möglich geworden“, sagte Jason Beechey.

Renommierte Kompanieleiter und Ballettchefs

Einmalig sei auch die Präsenz national und international renommierter Kompanieleiter und Ballettchefs während der Biennale. „Die Stars nehmen sich Zeit für den Nachwuchs“, so Beechey. Sasha Waltz und Gäste, Marguerite Donlon, William Forsythe, Jan Pusch oder Fréderik Flamand werden im Rahmen der 4. Biennale Workshops gestalten und mit den Studierenden arbeiten. Die hätten so ganz praktisch die Gelegenheit im Sinne des Biennale Themas die Anforderungen eines Kompanieleiters kennenzulernen und zu sehen, wie und wohin sie sich entwickeln müssten, erklärt Beechey.

Tanznetz Dresden

Die Biennale zeige einmal mehr, dass in Dresden beim Thema Tanz inzwischen alle eine gemeinsame Sprache sprächen. Dies zeige sich in der Kooperation mit der Semperoper, dem Europäischen Zentrum der Künste in Hellerau, der Forsythe Company, dem Deutschen Hygiene-Museum mit dessen Ausstellung „tanz! Wie wir uns und die Welt bewegen“ und Tanznetz Dresden. „In der Biennale Woche heißt es tatsächlich eine Woche lang, „Dresden tanzt!“, so Beechey. Wer wolle könne jeden Abend eine andere Tanzveranstaltung besuchen und so das ganze Spektrum von Tanzstudierenden, über professionelle Kompanien und Institutionen bis hin zur freien Szene auf der Bühne erleben. „Das genau verstehe ich unter der Dresdner Tanztradition. Eine Tradition der Innovation, die die Dresdner Tanzszene seit Generationen lebt.“

 

Die 4. Biennale Tanzausbildung ist ein Projekt der Ausbildungskonferenz Tanz, veranstaltet von der Palucca Hochschule für Tanz Dresden, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Die Biennale Tanzausbildung findet aller zwei Jahre an wechselnden Orten statt. Sie bietet den nationalen Tanzausbildungsinstitutionen ein Forum für regelmäßige Zusammenkünfte und einen bundesweiten fachlichen Austausch

Die 5. Biennale Tanzausbildung ist für 2016 in Köln geplant.

biennale-tanzausbildung.de

* Palucca Hochschule für Tanz Dresden; Folkwang Universität der Künste Essen; Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Zentrum für Zeitgenössischen Tanz; Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz, Berlin; Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim / Akademie des Tanzes; Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik; Hochschule für Musik und Theater München, Ballett-Akademie; Ballettschule Hamburg Ballett John Neumeier;

 

Eileen Mägel  M. A.

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