25.02.2015 08:52 verantwortungsvolle Arbeit

Deutscher Kamerapreis ehrt Krisenberichterstattung

Udo Lielischkies Leiter ARD-Studio Moskau, Bild: WDR/Fjodor Simmul

Dr. Thomas Aders ARD-Fernsehkorrespondent in Kairo, Bild: SWR/Studio Kairo

Von: GFDK - Lena Schmitz

Noch bis zum 28. Februar 2015 können Kameraleute, Editorinnen und Editoren ihre Produktionen für den DEUTSCHEN KAMERAPREIS einreichen. Geehrt werden im 25. Jubiläumsjahr der renommierten Auszeichnung auch Beiträge aus Kriegs- und Krisengebieten, die unter außergewöhnlichen und zum Teil lebensgefährlichen Bedingungen entstanden und gestaltet worden sind.

Erfahrene Auslandskorrespondenten begrüßen es, dass die verantwortungsvolle Arbeit der Kameraleute in den Krisenregionen beim DEUTSCHEN KAMERAPREIS gewürdigt wird.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Udo Lielischkies, Leiter des ARD-Studios Moskau: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - diese Erkenntnis ist alt. Neu ist, dass es immer gefährlicher für unsere Kamerafrauen und -männer wird, dieses Bild eines Krieges und seiner Wahrheiten einzufangen. Wenn der Deutsche Kamerapreis diejenigen ehrt, denen das trotz aller Risiken gelungen ist, freut mich das sehr. Sie machen möglich, dass so viele Zuschauer das Grauen des Krieges als Augenzeuge am Bildschirm tatsächlich miterleben - und hoffentlich die richtigen Schlüsse daraus ziehen."

Am Ende des Tages zälen nur die Bilder, die wir mitbringen

Dr. Thomas Aders, ARD-Fernseh-Sonderkorrespondent für die Arabische Welt, Kairo: "Wir Korrespondenten können viel reden und tun es auch. Doch wenn es um die Realität vor Ort geht, ob in Damaskus, Tripolis, Sanaa oder Baghdad, dann zählen am Ende des Tages nur die Bilder, die wir mitbringen. Weinende, yesidische Frauen in Kurdistan, monatelang von den Terroristen des Unislamischen Staates vergewaltigt; angsterfüllte Dattelbauern in der irakischen Terrorprovinz Anbar, in Panik vor einer Rückkehr der sogenannten Gotteskrieger; aber auch das Leuchten in den Augen eines Wasserexperten, dem es gelungen ist, die von Diktator Saddam trockengelegten Sümpfe im Südirak wieder zu einem Naturparadies zu machen. Fernsehen, das sind für uns vor allem unsere Geschichten, unsere Aufnahmen, mal von der Schulter, mal vom Stativ. Gerade in diesen Zeiten der zunehmenden Krise und Unsicherheit sprechen sie für sich - und meist besser, als wir Reporter es können. Die Bilder unserer Kameramänner und -frauen sind der Kern unseres Jobs und sie werden gerade heute immer wichtiger."

Neben der Wechselkategorie "Krisenberichterstattung" können bis zum 28. Februar noch Produktionen in folgenden Kategorien eingereicht werden: Kinospielfilm, Fernsehfilm/Dokudrama, Kurzfilm, Journalistische Kurzformate, Dokumentarfilm/Dokumentation und Nachwuchspreis. Geehrt werden die herausragenden Leistungen hinter der Kamera und im Schnitt im Rahmen einer festlichen Gala am 20. Juni 2015 in Köln.

Deutscher Kamerapreis - Bewerbung bis 28.2.2015

Bewerbungen für alle Kategorien sind einzureichen beim Organisationsbüro DEUTSCHER KAMERAPREIS Köln e. V. Organisationsbüro, c/o Kristina Diederichs, Hirschgässchen 1, D-50678 Köln (Tel.: 0221 320 341 62, info@remove-this.deutscher-kamerapreis.de). Teilnahmebedingungen und Anmeldeformulare sind abrufbar unter deutscher-kamerapreis.de.

Mitglieder im Verein DEUTSCHER KAMERAPREIS sind: Stadt Köln, Bayerischer Rundfunk, Bavaria Fernsehproduktion GmbH, Film- und Medienstiftung NRW GmbH, Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Norddeutscher Rundfunk (NDR), Südwestrundfunk (SWR), technology and production center switzerland ag, Westdeutscher Rundfunk Köln (WDR) sowie das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF).

P E-Mail: lena.schmitz@wdr.d