12.03.2012 07:08 Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert

Der Schweizer Schriftsteller und Lyriker Klaus Merz erhält in diesem Jahr den Hölderlinpreis der Stadt Bad Homburg

Klaus Merz

Von: Gerlinde Tamerl

Nach Hermann Burger und Urs Widmer ist Klaus Merz nun der dritte Schriftsteller aus der Schweiz, der mit dem renommierten Preis gewürdigt wird. Im Herbst 2011 startete der Haymon Verlag mit den ersten beiden Bänden Die Lamellen stehen offen und In der Dunkelkammer die auf insgesamt sieben Bände angelegte Werkausgabe von Klaus Merz.

Im Januar 2012 folgte mit Fährdienst der dritte Band, der die Prosa der Jahre 1983 bis 1995 versammelt.

„Merz überzeugt als Lyriker und als Erzähler dank seiner Gabe, ebenso leicht wie knapp und präzise zu formulieren – eine Fähigkeit, die wir nur bei sehr wenigen Autoren antreffen“, sagt der Jury-Vorsitzende Jochen Hieber.

Der Hölderlinpreis wird am Sonntag, den 3. Juni 2012 im Rahmen eines Festaktes im Kurtheater von Oberbürgermeister Michael Korwisi und Kulturdezernentin Beate Fleige überreicht (Beginn: 11 Uhr). Die Laudatio auf Klaus Merz hält der Schriftsteller und letztjährige Preisträger Arno Geiger. Der Kartenvorverkauf beginnt Anfang Mai.

Klaus Merz, 1945 in Aarau geboren, lebt als freier Schriftsteller in Unterkulm. Seit seinem ersten Gedichtband Mit gesammelter Blindheit (1967) verfolgt er ein konsequentes und vielfältiges dichterisches Programm. Sein Werk umfasst mehr als 20 Gedichtbände, Erzählungen und Prosatexte.

Nicht zuletzt sein 1997 erschienenes Buch Jakob schläft trug ihm großen internationalen Erfolg ein. In jüngster Zeit sind von Merz die viel beachtete Novelle Der Argentinier (2009) und sein Gedichtband Aus dem Staub (2010) erschienen. Der Haymon Verlag bringt nun eine vollständige Werkausgabe von Klaus Merz heraus, deren erste drei Bände bereits erschienen sind.

Damit werden auch unbekanntere und teils vergriffene Werke wieder zugänglich. Klaus Merz wurde mehrfach für sein literarisches Schaffen ausgezeichnet: u. a. mit dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für seinen Roman LOS (2005), mit dem Gottfried-Keller-Preis für sein Gesamtwerk (2004), mit dem Aargauer Kulturpreis (2005) und mit dem Basler Lyrikpreis (2012).

Gerlinde Tamerl
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