15.04.2013 08:11 wichtige Arbeiten der zeitgenössischer Kunst

Dauerleihgaben für das Sprengel Museum Hannover: Die Hannover Rück Stiftung hat Werke des Malers Bernd Koberling erworben

Dauerleihgaben für das Sprengel Museum Hannover: Die Hannover Rück Stiftung hat Werke des Malers Bernd Koberling erworben

Großzügige Dauerleihgabe der Hannover Rück Stiftung Abb. v. l. n. r.: Ulrich Krempel, Direktor Sprengel Museum Hannover, Bernd Koberling, Wilhelm Zeller, Vorstandsvorsitzender Hannover Rück Stiftung Quelle: Sprengel Museum Hannover

Von: GFDK - Dr. Isabelle Schwarz

 

Die Hannover Rück Stiftung übergibt dem Sprengel Museum Hannover das Triptychon „Das momentane Stillstehen der Kieselsteine im Flug“ (2005/06) und die 47 Aquarelle „Leicht über dem Wasserspiegel“ (2012) von Bernd Koberling als Dauerleihgaben. Die Hannover Rück Stiftung hat ein Triptychon sowie eine Mappe mit 47 Aquarellen, 2012 „Leicht über dem Wasserspiegel“ des Malers Bernd Koberling als

Dauerleihgaben für das Sprengel Museum Hannover erworben. Mit dem Ankauf der Arbeiten stellt die Hannover Rück Stiftung dem Sprengel Museum Hannover bereits zum sechsten Mal Kunstwerke als Dauerleihgaben zur Verfügung.

 

Zum 25-jährigen Bestehen der Hannover Rückversicherung AG im Jahr 1991 wurde die Hannover Rück Stiftung gegründet. Sie verfolgt einen klaren Auftrag: Die Förderung der zeitgenössischen Kunst in Hannover durch den Erwerb von Gemälden und Skulpturen für das Sprengel Museum Hannover sowie die

Finanzierung begleitender Publikationen und Veranstaltungen. Die Stiftung hat bislang Werke von Gerhard Richter, Donald Judd, Ronald B. Kitaj, Georg Baselitz und Sigmar Polke angekauft und dem Sprengel Museum Hannover als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Alle Künstler hat das Museum in den vergangenen Jahren bereits ausgestellt, auch Bernd Koberling.

 

Mit dem Erwerb der Kunstwerke von Bernd Koberling erweitert sich der Stiftungsbestand um weitere wichtige Arbeiten zeitgenössischer Kunst. Anlässlich der Übergabe der Dauerleihgaben werden im Sprengel Museum Hannover sämtliche im Sprengel Museum Hannover jetzt vorhandenen Werke von Bernd Koberling zu sehen sein. Zu einem zentralen Motiv im Werk Bernd Koberlings (*1938, Berlin) zählen seit Reisen nach Skandinavien und Island expressive nordische Landschaften. Von der gegenständlichen Darstellung der Natur gelangt er zu einem kontemplativen Ausdruck und neuen Möglichkeiten der Abstraktion. Insbesondere zielt er darauf ab, mithilfe von Farbe und einem besonderen Malgestus – etwa dem Fließen der verdünnten Farbe, deren Verläufe zum Teil durch Zufälligkeiten bestimmt werden – Stimmungen einzufangen. Natürlichen Strukturen im Mikrokosmos der Natur gibt Koberling in seinen Bildern Raum. Der Untergrund gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, wie sich auch in den hier präsentierten Werken zeigt. Es gibt weder einen Horizont, der Orientierung liefern, noch eine menschliche Darstellung, die Reflexionsfigur sein könnte. Vielmehr bilden die Pflanzen, in abstrakter Reduktion, den Mittelpunkt, so dass sich der Betrachter in Gänze auf sie konzentrieren kann. Erst in Island wendet sich Koberling der Technik des Aquarellierens zu.

 

Umfangreiche Serien sind bis heute entstanden, in denen es dem Künstler nicht darum geht, Abbilder der Natur zu schaffen. Vielmehr setzt er sich mit jenen Strukturen auseinander, die der Welt innewohnen. Sie werden durch leuchtende, leichte Farbinseln ins Bild gesetzt, insbesondere in Kreis- und Rundformen. Sie

evozieren eine Vorstellung von Knospen oder Blüten, Kapseln oder Pflanzenschlingen. Das in einer blühenden oder ruhenden Landschaft aufgehende Leben, Metaphern des Werdens und Vergehens, die Energien, die in der Natur wirken, all das summiert sich in Farben und Formationen der Werke Koberlings.

Die großzügige Dauerleihgabe der Hannover Rück Stiftung erweitert nun den Bestand der zeitgenössischen Kunst um bedeutende Werke. In der Sammlung befinden sich bereits zwei großformatige Gemälde Koberlings, die Anfang der 1990er-Jahre entstanden sind und die die Präsentation der neuen Werke ergänzen.

 

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Dr. Isabelle Schwarz

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