25.10.2011 07:34 in der aktuellen Ausgabe von art zu lesen

Besucherzahlen sind für Enwezor nicht alles - art: Exklusiv-Interview mit Okwui Enwezor, neuem Leiter des Haus der Kunst in München

(C)ART Magazin

Von: Maike Pelikan

Hamburg (ots) - Okwui Enwezor leitet seit dem 1. Oktober das Haus der Kunst in München. Nun spricht er im Kunstmagazin art erstmals ausführlich über seine Pläne. Der erfolgreiche Kurator und Autor hat sich viel vorgenommen:

"Das Haus der Kunst ist kein Museum und auch keine Ausstellungshalle, sondern eine Maschine für die Produktion von Ideen". Naheliegendes Ziel sei allerdings die Absprache und Annäherung mit dem Team: "Ich will das zentrale Nervensystem verstehen. Dieses Verständnis ist grundlegend, um die Inhalte für die Arbeit zu entwickeln".

Wie in der aktuellen Ausgabe von art zu lesen ist, plant Okwui Enwezor den Umbau der Räumlichkeiten fortzusetzen: So soll in der Mittelhalle das historische Archiv untergebracht und für das Publikum zugänglich gemacht werden.

Außerdem gibt es Pläne für eine Ausstellungsserie, die sich mit der Zeit nach 1945 beschäftigt sowie für die Präsentation seiner eigenen Sammlung "The Rise and Fall of Apartheid", die 2012 im International Center of Photography in New York startet.

Besucherzahlen sind für Enwezor nicht alles: "Wir wollen, dass das Publikum versteht, dass unsere Arbeit nicht allein auf Unterhaltung basiert". Er will den Blick fürs Detail schärfen, für kleine und spannende Projekte. Dabei setzt er auf die Zusammenarbeit in einem internationalen Netzwerk und Kooperationen.

Finanziert werden soll das Haus der Kunst künftig aus einer Mischung öffentlicher und privater Mittel. "Wir müssen das Bewusstsein dafür schaffen, dass privates Sponsoring ein Akt staatsbürgerlichen Engagements ist.

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