06.07.2014 09:27 lebendige Musikkultur

Bessere Rahmenbedingungen gefragt. Bundeskonferenz Jazz legt Bericht zu Jazz in Deutschland vor

Bundeskonferenz Jazz

Die Sprecher der Bundeskonferenz Jazz überreichen den Bericht an den Ausschussvorsitzenden Siegmund Ehrmann. V.l.n.r.: Franziska Buhre, Siegmund Ehrmann, Felix Falk.)

Von: GFDK - Melanie Rossmann

In einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, Siegmund Ehrmann, hat die Bundeskonferenz Jazz ihren „Bericht zur Situation des Jazz in Deutschland“ vorgelegt.

Erstmalig war die Analyse 2004 auf Wunsch des Ausschusses erstellt worden. Die umfassend aktualisierte Ausgabe geht nun auf die Entwicklungen und Tendenzen des Jazz der letzten 10 Jahre bis heute ein.

„Wir freuen uns, dass einige Vorschläge wie der Spielstättenprogrammpreis von damals mittlerweile verwirklicht werden konnten.“, so Felix Falk, einer der Sprecher der BK Jazz. „Jazz ist in Deutschland eine eigenständige und höchst lebendige Musikkultur. Deshalb bedarf es noch besserer Rahmenbedingungen, um diese Kunstform nachhaltig und systematisch zu stärken.“

Neben den in den einzelnen Kapiteln des Berichts genannten Zielen benennt die BK Jazz drei Kernziele:

1. soll der Aufgabenbereich der Initiative Musik als der zuständigen Fördereinrichtung durch eine Umstrukturierung erweitert werden,

2. wird die Verstärkung der Exportförderung innerhalb eines Gesamtkonzeptes vorgeschlagen,

3.  wird das Strukturentwicklungsprogramm JazzPlan Deutschland gefordert, um die Entwicklung des Jazz und seine Sichtbarkeit in der deutschen Kulturlandschaft wirksam zu verankern.

Situation der Jazzmusiker in Deutschland unterstützen

„Der Bericht gibt uns Hinweise darauf, wie die kulturpolitische Arbeit für den Jazz in den vergangenen Jahren wirkt und welche Ideen dazu beitragen können, diese wichtige Kunstform noch zielgenauer zu fördern“, so Siegmund Ehrmann, der als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag den Bericht entgegennahm. „Ich danke der BK Jazz für diese Grundlage, mit der wir mit den zuständigen Abgeordneten aller Fraktionen im Bundestag gemeinsam diskutieren können.“

Die Bundeskonferenz ist ein Zusammenschluss der deutschen Jazzszene, die seit 2003 übergreifende Aktivitäten von Interessengruppen koordiniert, Fachkompetenzen bündelt und gemeinsame Aktivitäten entwickelt. Ihre Sprecher sind Felix Falk (stellv. Vorsitzender der Union Deutsche Jazzmusiker), Franziska Buhre (Landesmusikrat Berlin) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt).

 

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Weiterführende Links:
Der Bericht zur Situation des Jazz in Deutschland ist im Volltext abrufbar unter http://www.bk-jazz.de/

Zur Information über den Bericht der Bundeskonferenz Jazz zur Situation des Jazz in Deutschland empfehlen wir Ihnen das Corso-Gespräch im Deutschlandfunk zwischen Marietta Schwarz (DLF) und Wolfram Knauer (Jazzinstitut Darmstadt) vom 2. Juli: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/07/02/dlf_20140702_1539_833647d8.mp