06.08.2012 07:12 Pianistin Mihaela Ursuleasa verstorben

Bernhard Kerres, Intendant des Wiener Konzerthauses, und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trauern um Mihaela Ursuleasa

Die Pianistin Mihaela Ursuleasa 2010 im Exklusivinterview für freundederkuenste.de (c) Freunde der Künste

Von: Theresa Steininger

Die rumänische Pianistin Mihaela Ursuleasa ist am 2. August 2012 nur 33-jährig in ihrer Wiener Wohnung verstorben. Zuletzt hatte sie zwei Konzerte in Bukarest abgesagt. Am 30. April 2013 hätte sie im Wiener Konzerthaus spielen sollen. Der Intendant des Wiener Konzerthauses, Bernhard Kerres, ist über die Todesnachricht tief bestürzt:

»Die Musikwelt und das Wiener Konzerthaus verlieren eines der faszinierendsten Talente der jüngeren Generation. Das Spiel von Mihaela Ursuleasa war von gewaltiger emotionaler Intensität. Wir durften uns glücklich schätzen, dass sie seit ihrem Debüt 1995 mehr als 20 Mal bei uns aufgetreten ist«, so Kerres. »Vor allem aber verlieren wir eine wunderbare Freundin. Ich bin dankbar, dass ich zu ihrem Freundeskreis zählen durfte«.

Mihaela Ursuleasa wurde 1978 in Brasov (Kronstadt), Rumänien, geboren und ließ sich nach Auftritten als Wunderkind auch in Österreich zur Pianistin ausbilden, von Claudio Abbado bekam sie bereits im Alter von 13 Jahren ein Stipendium.

Sie gewann den renommierten Clara-Haskil-Wettbewerb und trat bald in großen Häusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Köln, der Tonhalle Zürich, der Carnegie Hall New York und dem Wiener Konzerthaus auf sowie bei der styriate, den Salzburger Festpielen, dem Lucerne Festival und anderen Festivals.

Dirigenten wie Daniele Gatti, Andris Nelsons und Mark Albrecht schätzten sie für ihre emotionale Tiefgründigkeit und luden sie wiederholt ein, gemeinsam zu arbeiten. Sie spielte mit Orchester wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Berner Symphonie-Orchester, dem Mozarteum Orchester, dem Orchestre National de France, dem Orchester de Paris, dem London Philharmonic Orchestra, dem Cincinnati Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern, Kammermusik spielte sie unter anderem mit der Cellistin Sol Gabetta und der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, auch als Liedbegleiterin war sie gefragt.

Zu ihren Auftritten im Wiener Konzerthaus gehörten nach ihrem Debüt mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Claudio Abbado im November 1995 ein erstes Solo-Recital mit Werken von Scarlatti, Schubert, Schönberg und Brahms bereits 1997, dem Solo-Konzerte 1998, 2002, 2004, 2006 und 2008 folgten, sowie Konzerte mit den Wiener Symphonikern unter Fabio Luisi, Auftritte mit Patricia Kopatchinskaja, der Camerata Salzburg und viele mehr.

Links:

33 Jahre - Die Freunde der Künste sind geschockt - Trauer um die Pianistin Mihaela Ursuleasa

http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/medienpreise-ausschreibung/einzelansicht/article/33_jahre_die_freunde_der_kuenste_sind_geschockt_trauer_um_die_pianistin_mihaela_ursuleasa.html

Zwischen Klassik, Konzert, Kind und Kung Fu - MICHAELA BOLAND trifft Echo-Preisträgerin MIHAELA URSULEASA für freundederkuenste.de

http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/exklusiv-interviews/einzelansicht/article/zwischen_klassik_konzert_kind_und_kung_fu_michaela_boland_trifft_echo_preistraegerin_mihaela_ursu.html