05.02.2014 09:00 Bewerbungsschluss ist der 31. März 2014

Autoren gesucht: Sylt-Quelle Literaturstipendium Inselschreiber

Sylt Quelle Literaturstipendium

Sylt Quelle Literaturstipendium "Inselschreiber" - Ausschreibung 2015

Von: GFDK - Indra Wussow

Seit 2001 vergibt die Stiftung kunst:raum sylt quelle alljährlich das "Sylt-Quelle Literaturstipendium Inselschreiber". Die Ausschreibung steht unter einem von Jahr zu Jahr neu ausgegebenen Thema und richtet sich an deutschsprachige Autor/innen, die bereits in Buchform publiziert haben, unabhängig von Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit.

2014 feiert die Stiftung kunst:raum sylt quelle 15 Jahre Inselschreiber. Die Ausschreibung für das Stipendium 2015 erfolgt deshalb diesmal zu einem vorgezogenen Termin.

Ausschreibung 2015
Thema: "In Feierlaune"

Das Stipendium bietet acht Wochen Aufenthalt auf der Insel Sylt. Neben kostenfreiem Wohnen in einem komfortablen 2-Zimmer-Appartment auf dem reizvollen Gelände der Sylt-Quelle in Sylt/Rantum umfasst das Stipendium eine einmalige Zahlung von 2.500 Euro.

Während des Stipendiums besteht Präsenzpflicht. Eine Lesung gehört ebenfalls zu den Pflichten des Stipendiums. Die übrige Zeit steht der künstlerischen Arbeit zur freien Verfügung.  Der Gewinner / die Gewinnerin ist mit der Veröffentlichung des Gewinnertextes  auf der Website www.kunstraum-syltquelle.de einverstanden, die Rechte am Text bleiben beim Autor / der Autorin.

Bewerben können sich deutschsprachige Autor/innen, die bereits in Buchform publiziert haben (Beiträge in Sammelbänden und Anthologien erfüllen diese Voraussetzung nicht), unabhängig von Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit. Der elektronischen Bewerbung hinzuzufügen sind ein Lebenslauf und ein noch unveröffentlichter Essay oder eine noch unveröffentlichte Erzählung von ca. 4 DIN A4 Seiten Länge zu dem Thema "In Feierlaune".

Die Bewerbungsunterlagen  bitte nur per Mail an:
bewerbung@inselschreiber.de
Stichwort: Inselschreiber

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2014

 

Künstlerinsel Sylt

Über die Vergabe des Sylt-Quelle Literaturstipendiums entscheidet eine unabhängige Jury in einem zweistufigen Auswahlverfahren. Der Preisträger / die Preisträgerin wird Mitte / Ende Mai 2014 bekannt gegeben.

„Heute Nachmittag wiederfährt meinem niedern Strohdach die Ehre, dass Thomas Mann unter ihm weilt“, schrieb Siegfried Jacobsohn, Herausgeber der international renommierten Berliner Wochenzeitung „Weltbühne“ 1922 an seinen Freund Kurt Tucholsky. „Der alte Water­kantler hatte die Insel nicht gekannt und ist so erschlagen, dass er sofort entweder ein Friesenhaus oder Terrain kaufen will.“ Hat er dann zwar doch nicht, aber als begeisterter Sommerfrischler kam er immer wieder nach Sylt.

„An diesem erschütternden Meere habe ich tief gelebt“, schrieb er seiner Ferienwirtin, der Schauspielerin Klara Tiedemann, 1928 ins Gästebuch. Stand ihm der Sinn nach urbanem Austausch, musste der „Zau­berer“ nicht weit gehen. Zu den regelmäßigen Gästen der Insel zählten auch die Komponisten Otto Klemperer und Friedrich Hollaender, der scharfzüngige Berliner Theaterkritiker Herbert Ihering und die Tänzerin Valeska Gert, der es auf Sylt so gut gefiel, dass sie später, nach Krieg und Exil, hierher zurückkehrte und blieb, bis sie 1978 in Kampen starb.

Auch die Dichter Max Frisch und Carl Zuckmayer trafen sich hier gern mit ihrem Verleger Peter Suhrkamp, um über Pläne und Visionen oder einfach nur ihren jüngsten Text zu diskutieren. Irgendwann waren dann fast alle da, die in der Kultur Rang und/oder Namen hatten — „Ich werde Dir jetzt über­haupt lieber täglich mitteilen, wer nicht da ist“, schrieb Jacobsohn an Tucholsky „denn das ist die Minorität.“

Und so verwundert es nicht, dass vieles, was in jenen Jahren gedacht wurde — und später von sich reden machte — hier seine Wur­zeln hatte. Oder seine Vollendung fand. In dieser weltoffenen, aufgeschlossenen und kreativen Tradition stehen auch die Projekte und Veran­staltungen der Stiftung kunst:raum sylt quelle.

info@kunstraum-syltquelle.de