07.03.2015 10:21 weniger könnte mehr sein

art KARLSRUHE - Die Sensation blieb aus. Sensationell en detail war`s trotzdem

art karlsruhe - Galerie Kasten

Zum Auftakt der zwölften art KARLSRUHE strömten zahlreiche Besucher durch die Messehallen. Während in Halle 1 die Galerien für Edition, Fotografie und Objekte zu finden sind, locken Halle 2 mit "Moderner Klassik und Gegenwart", Halle 3 mit "Klassischer Moderne und Gegenwart" und die dm-arena mit jüngster Kunst (c) art Karlsruhe

art karlsruhe - Kunst Kompetenz Petra Kernart karlsruhe - Galerie Tammenart karlsruhe - Robert Capa Center
Von: GFDK - Herwig Nowak

Die grosse Sensation, wie etwa die raumgreifende Lichtinstallation, die den Besucher im Vorjahr im Eingangsbereich der Messe in Empfang nahm, war dieses Jahr nicht zu sehen. Alles war  tendenziell eher brav, ohne Höhepunkte, ruhig, unspektakulär.

Die Sensation lag eher im Detail, etwa der Halle 3, bei der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst, die gehaltvolle Exponate quer durch den Zeitabschnitt darbot. Setzt man dazu die Halle 1 mit ihren Sonderausstellungen in Bezug, so sollte doch vielleicht bei letzterer ein strengerer Massstab angelegt werden. Zu gross ist hier oftmals das Nebeneinander von Banalem und Wertigem.

Art KARLSRUHE - Nebeneinander von Banalem und Wertigem

Ohne Frage täte es der Messe auch gut, wenn die einzelnen Stände jeweils“ mehr Linie“ erkennen liessen. Die Präsentation einer möglichst grossen Zahl von Künstlern, die die jeweilige Galerie vertritt, mit kleinen und mit grossen Exponaten der verschiedensten Arten hinterlässt beim Besucher den Eindruck nicht nur des Unaufgeräumten sondern den eines fehlenden Programms, fehlender Zielsetzung und Schwerpunkte und damit den einer fehlenden Zielgruppe. Hier könnte weniger mehr sein.

Herwig Nowak