15.11.2013 09:27 Friedrich-Vogel-Preis für Wirtschaftsjournalismus 2013

Aktionstag gegen Amazon - Friedrich-Vogel-Preis für „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“

Die Autoren Diana Löbl und Peter Onneken.

Die Autoren Diana Löbl und Peter Onneken.Foto: hr / Andreas Frommknecht

Aktionstag am 06.12.2013 gegen Amazon.

Aktionstag am 06.12.2013 gegen Amazon.

Von: GFDK - Tobias Häuser

Die vom Hessischen Rundfunk (hr) produzierte Reportage „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ ist am Montagabend in Frankfurt mit dem diesjährigen Friedrich-Vogel-Preis für Wirtschaftsjournalismus ausgezeichnet worden. Der Preis in der Kategorie TV ist mit 5.000 Euro dotiert.

hr-Reportage „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ erneut ausgezeichnet

Die im Frühjahr 2013 im Ersten ausgestrahlte Reportage von Diana Löbl und Peter Onneken berichtete über die unwürdigen Bedingungen für Leiharbeiter beim weltgrößten Online-Händler Amazon und sorgte weltweit für Aufsehen. Der Film war sowohl im Ersten mit 2,02 Millionen Zuschauern (10,3 Prozent Marktanteil) als auch in der ARD-Mediathek mit über 2,4 Millionen Abrufen beim Publikum sehr erfolgreich.

Zudem wurde „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ im August zweifach mit dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis und im September mit dem Helmut-Schmidt-Preis geehrt. Ferner war der Film für den Deutschen Fernsehpreis und für den Prix Europa nominiert.

Anmerkung der Redaktion - Aktionstag am 06.12.2013

Unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen haben es in den letzten Jahren zunehmend schwerer, gegen den Online-Buchhandel wie etwa dem des großen "A" anzukommen. Am 06.12.2013 gehen als "Antwort" darauf so viele Menschen wie möglich, die Bücher lieben, in ihre Lieblingsbuchhandlung und unterstützen sie bewusst mit einem Kauf. Ob, wo und wie viel bleibt selbstverständlich euch überlassen. Sie ist nicht in eurer Nähe? Ein Online-Bestellservice der zugehörigen Buchhandlung unterstützt genauso gut!

Nachtrag 21.11.2013


Die Eröffnungsrede der internationalen Buchmesse in Wien nutzte die Büchnerpreisträgerin Sibylle Lewitscharoff für eine leidenschaftliche Tirade gegen Amazon: "Wenn ich eine Firma hasse, dann diese! Sollte es mir vergönnt sein, den Tod dieser verhassten Firma noch zu erleben - was leider nicht sehr wahrscheinlich ist - werde ich mit einem Jubelruf auf den Lippen ins Grab sinken."

Seriöse Betreuung, Herstellung und Vertrieb des gedruckten Buches jedoch sei eine arbeitsintensive Angelegenheit, für die eine ganze Branche mit einer Vielzahl von Angestellten nötig sei. "Nur um den einen Strawanzel, der das Buch geschrieben hat, geht es beileibe nicht."

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15.11.2013 16:48
Uwe sagt:
Es tut mir persönlich im Herzen weh, wenn staatlich korrekter Journalismus, der uns die Lügen der Regierung suggeriert auch noch honoriert wird. Das Schlimmste dabei ist, dass die bereits als Lügen enttarnte "Supergaustory" auch noch nen Preis bekommt. Aber was soll mich noch wundern in dieser Zeit, man wird illusioniert bis zur Verblödung; Weiter so.
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15.11.2013 16:49
Gottfried sagt:
uwe, mich juckt der preis auch nicht, mir geht es um die kleinen buchhändler die von amazon erdrückt werden, es währe schade wen die aus unsren straßen verschwinden würden
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15.11.2013 16:52
Uwe sagt:
stimmt schon, aber um ehrlich zu sein, buchhändler müssen eben auch so flexibel sein, um die internetkonkurrenz weigstens teilweise zu absorbieren. erweiterung der palette etc.
fakt ist, sobald ich spezielle literatur möchte, mich auf alle fälle an eine buchhandlung wende.
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