08.08.2012 07:35 im Beisein des Leipziger Oberbürgermeisters

8. Leipziger Bewegungskunstpreis 2012 für Marlen Schumann - Gewinnerstück „Connection Impossible“ mit VILLA Leipzig realisiert

(c)Villa Leipzig

Von: Stefanie Nordmann

Leipzig,  Der Leipziger Bewegungskunstpreis geht in diesem
Jahr an Marlen Schumann. Die Choreografin erhielt den mit 5.000 Euro
dotierten Förderpreis der Leipziger Freien Szene für ihr Tanztheaterstück
„Connection Impossible“. Es entstand in Zusammenarbeit mit der mixedabled Compagnie der VILLA Leipzig.

Eine Fachjury*, bestehend aus fünf Leipziger Kulturexperten und Medienvertretern, kürte die Gewinnerin im Beisein des Leipziger Oberbürgermeisters, Burkhard Jung, während der Festveranstaltung am 6. Juli im LOFFT am Lindenauer Markt. In diesem Jahr hatten sich insgesamt 17 abendfüllende Inszenierungen der darstellenden Künste beworben.


In der Jurybegründung zu Gewinnerstück „Connection Impossible“ heißt es:
„Das Tanztheaterstück der mixed-abled Compagnie der VILLA ist Bewegungstheater im wahrsten Sinne. Marlen Schumann erarbeitet mit Tänzern und Nicht- Tänzern eine ganz eigene Sprache, die dennoch von allen zu verstehen ist. In der ernsthaften Arbeit mit verschiedenen Bewegungsqualitäten ihrer grandiosen Akteure entsteht eine konkrete Form, die eine veritable und einmalige Mischung aus Tanz, Theater, Slapstick, Soziokultur und Kunst ist.

‚Connection Impossible‘ bewegt sich dabei in einer mysteriösen Zwischenwelt, in der ein unendlich weiter Horizont zwischen Humor und Inklusion aufgespannt wird. Innerhalb dieses unfassbaren, assoziativen Raumes entbergen sich wertvolle Miniaturen, die mit Witz und Ernsthaftigkeit, mit Vorurteil und Reziprozität spielen, an deren Rändern sich seltsame Unschärfen, produktive Irritationen und Rätsel auftun.

Der Theaterabend offenbart am Ende nichts weniger denn eine Verschiebung im eigenen Wahrnehmungshorizont von Welt. Und was soll Kunst mehr?“
In der Laudatio würdigte Ronald Schubert, Vorsitzender des Bewegungskunstvereins, die Preisträgerin zudem als Künstlerin mit einer starken Präsenz in Leipzig. „In verschiedenen Arbeitssituationen lotet sie sich immer wieder neu aus.


Konzentriert und intensiv sind ihre Arbeiten, und es ist einfach schön, wie freudvoll sie in Bewegung ist", so Schubert – der die Laudatio stellvertretend für Irina Pauls, freischaffende Choreografin und Regisseurin, hielt, die arbeitsbedingt an diesem Abend in Salzburg weilte. Schubert zeigte sich in seiner Ansprache darüber hinaus sehr glücklich über die zurückliegenden Jahre.

„Acht Jahre hervorragende Inszenierungen aus der Freien Szene, acht Jahre Partnerschaft mit dem LAV, acht Jahre privates Engagement für den Preis. Auf diese Kontinuität sind wir wirklich sehr stolz und möchten allen Partnern, Förderern und der Freien Szene explizit hierfür danken." Der Leipziger Bewegungskunstpreis würdigt jährlich eine herausragende Produktion
der aktuellen Spielzeit innerhalb Leipzigs Freier Szene und wird durch den
Leipziger Bewegungskunst e.V. verliehen.

Mit Hilfe privater Förderer unterstützt die Initiative damit die Arbeit von Vereinen und Gruppen in den Bereichen Tanz, Theater und Performance in nicht öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. Die Auszeichnung versteht sich als Förderpreis für künftige Inszenierungen innerhalb Leipzigs.


Hauptförderer sind Leipziger Rundschau, Sachsen-Sonntag und deren Kunden.
Unterstützt wird die Initiative durch das LOFFT am Lindenauer Markt.
* Die Juroren sind: Steffen Georgi (Leipziger Volkszeitung), Sebastian Göschel
(Institut für Theaterwissenschaft, Universität Leipzig), Tina Heuer (Stadt Leipzig,
Kulturamt) Romy Kuhn (freie Regisseurin, Dramaturgin), Tobias Prüwer (Kreuzer
Leipzig)

LOFFT.Leipzig
Verein zur Förderung des Leipziger OFF-Theaters e.V.
Lindenauer Markt 21
D-04177 Leipzig
Fon: +49 (0)341. 355955-15
Fax: +49 (0)341. 355955-19
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