28.10.2017 08:00 Autonomes Fahren kostet Jobs

Werden wir von der Digitalisierung bedroht? die selbstfahrenden Maschinen kommen

Einen komplett autonom fahrenden Lkw hat Scania schon nach Afrika ausgeliefert. Dort soll der LKW in einer Mine eingesetzt werden

Einen komplett autonom fahrenden Lkw hat Scania schon nach Afrika ausgeliefert. Dort soll der LKW in einer Mine eingesetzt werden. Foto: (c) Scania

Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat ein autonom fahrendes Fahrzeug entwickelt, das schon auf hessischen Autobahnen getestet wird

Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat ein autonom fahrendes Fahrzeug entwickelt, das schon auf hessischen Autobahnen getestet wird. Foto: (c) MAN

Von: Gottfried Böhmer

Dass die Digitale Transformation in großen Schritten auf uns zukommt, war im Bundestagswahlkampf für die Parteien kein Thema. Dass gerade hier der soziale Sprengstoff der nahen Zukunft liegt, wollen die Politiker lieber verschweigen.

Diese und andere Fragen hat unser Autor Gottfried Böhmer schon Anfang 2017 gestellt.

"Werden wir von der Digitalisierung bedroht? Läutet die Digitale Transformation das Ende der Wohlfahrts-Arbeits-Gesellschaft ein? Wer hat in Zukunft noch Arbeit und ein Ein-Auskommen? Und was machen dann die Millionen Menschen für die es keine Arbeit mehr gibt?"

Im Güterverkehr und der Logistik - Strasse, Schiene, Luftfahrt werden Millionen Mitarbeiter nicht mehr gebraucht. LKWs fahren ohne Fahrer, Flugzeuge fliegen ohne Piloten und Lagerarbeiter sind vollkommen überflüssig.

Die Digitalisierung-Automatisierung in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe wird in den nächsten 20 Jahren einen Quantensprung machen und Millionen Arbeitsplätze werden verloren gehen.

Die Digitale Transformation fordert ihre Opfer

Der D-Zug mit Atomantrieb ist schneller da als wir uns das vorstellen. In einigen Branchen wird es keine 20 Jahre mehr brauchen, die Nutzfahrzeugbranche wird schon in 10 Jahren soweit sein, das sie fast keine Mitarbeiter mehr brauchen.

Autonomes Fahren braucht keine Mitarbeiter

Die Nutzfahrzeugbranche träumt schon davon keine Mitarbeiter mehr beschäftigen zu müssen, selbstfahrende Autos wecken in der Branche schon kühnste Visionen. Schließlich entfallen im Transportgewerbe fast 50 Prozent der Betriebskosten auf den Mitarbeiter am Steuer an.

Entsprechend eifrig wird daran gearbeitet, sie abzuschaffen, schreibt der "Spiegel". "Brauchen wir noch Fahrer?", fragte Henrik Henriksson, Vorstandschef des schwedischen Lkw-Herstellers Scania, jetzt rhetorisch bei einer Veranstaltung der VW-Nutzfahrzeugsparte in Hamburg.

Ein Fahrzeug fährt voraus, die anderen fahren ohne Fahrer hinterher. Elektronisch aneinander gekoppelte Sattelschlepper brauchen kein Personal, denn nur im Führerhaus des ersten Lasters wird noch ein Mensch sitzen. Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat schon ein autonom fahrendes Fahrzeug entwickelt, das schon auf hessischen Autobahnen getestet wird.

Das Zauberwort heißt "Platooning". Das ist der Einstieg in das automatisierte Fahren auf öffentlichen Straßen", sagt Andreas Renschler, Chef der Volkswagen-Sparte Truck & Bus, der unter anderem Nutzfahrzeuge von MAN, Scania und VW angehören. "Der nächste Schritt wird darin bestehen, Lkw-Kolonnenfahrten markenübergreifend zu ermöglichen."

Auch im gesamten öffentlichen Nahverkehr braucht man dann keine Mitarbeiter mehr. Klaus der Busfahrer aus Mainz oder Berlin sollte sich schon rechtzeitig nach einem anderen Job umschauen. Am 25. Oktober 2017 setzt die Deutsche Bahn zum ersten mal einen autonom fahrenden Bus im öffentlichen Personennahverkehr ein.

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