06.02.2018 11:11 Wohnen bei Aldi

Tante Emma heißt jetzt Aldi und Boris Becker gehören die B&B-Hotels

Viele Leute glauben, dass die Hotels B&B nach Boris Becker benannt wurden oder ihm sogar gehoeren

Viele Leute glauben, dass die Hotels B&B nach Boris Becker benannt wurden oder ihm sogar gehören. Fotos: GFDK

Viele Fragen wo Boris sein Geld gelassen hat, hier nicht, sagt er in dem Werbefilm von B&B Hotels

Viele Fragen wo Boris sein Geld gelassen hat, hier nicht, sagt er in dem Werbefilm von B&B Hotels

Von: GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V, hat mir geschrieben und dieses mal ist es sogar besonders lustig. Aldi, Boris Becker und die B&B Holels sind diese Woche dran, nachdem er mir erst letzte Woche über Facebook und Mark Zuckerberg berichtet hat, der auf Facebook zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versehen will.

Lieber Herr Böhmer,

Einkaufen beim Geschäft um die Ecke - für die meisten Menschen eine durchaus charmante Vorstellung. Man spart sich Zeit und Weg, bleibt in der vertrauten Umgebung. Klingt nach dem berühmten Laden der noch berühmteren Tante Emma, die aber aus diversen Gründen längst flächendeckend verrentet ist.

Ausgerechnet ein Unternehmen, das den Ruhestand ganzer Heerscharen von Tante Emmas deutlich beschleunigt hat, belebt jetzt das Konzept auf ganz eigene Art wieder.

Tante Emma heißt jetzt Aldi und bietet nicht nur das Geschäft um die Ecke, sondern sozusagen die Ecke gleich mit dazu. Wohnen bei Aldi soll zumindest in Berlin schon recht bald möglich sein. Natürlich leben die potentiellen Einkäufer nicht direkt im Supermarkt, sondern in Wohnungen, die Aldi direkt über den Märkten zur Miete anbietet. Man bringt also nicht mehr die Produkte zum Kunden, sondern den Kunden zum Produkt.

B&B gleich Boris Becker?

Irgendwie kommt halt doch zusammen, was zusammengehört. Noch ein Beispiel gefällig? Boris Becker macht jetzt Werbung für die B&B-Hotels. Das passt schon allein aus Namensgründen wie die Faust aufs Auge - vielleicht sollte man später mal eine Umfrage machen, wie viele Leute glauben, dass die Hotels nach Boris benannt wurden oder ihm sogar gehören.

Letzteres würde allerdings der Idee des durchaus charmanten Spots entgegenstehen, in dem sich Becker sehenswert selbstironisch mit den Schlagzeilen rund um seine (vermeintlichen?) Geldprobleme beschäftigt. Zumindest ein Dach über dem Kopf und ein warmes Bettchen sollte dem Tennis-Helden damit auch in Zukunft gewiss sein.

Ein Dach und ein warmes Bettchen haben sich im übertragenen Sinne auch die Macher von Visual Statements gesucht. Das Medienunternehmen (so das Selbstverständnis) erreicht nach eigenen Angaben mit seinem Content gut 50 Prozent der deutschen Millennials.

Dafür hat man sich, um im Bild zu bleiben, kein eigenes Haus gebaut, sondern sich die entsprechenden Räume angemietet - bei den großen Social Networks. Das macht manches einfacher, sorgt aber auch für eine gewisse Abhängigkeit.

Die Angst, dass man beispielsweise von Facebook quasi wegen Eigenbedarf unsanft vor die Tür gesetzt wird, hält sich aber auch in turbulenteren Tagen wie diesen in sehr übersichtlichen Grenzen - ein gutes Verhältnis zum Vermieter kann eben nie schaden.

Ihnen einen schönen Abend - daheim oder anderswo

Holger Schellkopf

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News