13.05.2018 07:11 Verbraucher finden das gut

Nutella - Einen Fußball für 85.000 Kilokalorien

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen attackiert die WM-Werbung von Ferrero. 35 Glaeser Nutella für einen Fussball

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen attackiert die WM-Werbung von Ferrero. 35 Gläser Nutella für einen Fussball. Jochen Kalka findet das doof. Foto: (c) Ferrero

Von: GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Die letzten Tage hat sich alles um die Bundeswehr und die Re Publica gedreht. Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V meinte, dass es mit dem Theater um die Bundeswehr und die Re Publica wohl noch weiter geht, und das der letzte Akt noch aussteht.

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V schrieb dazu, "Konflikte, bei denen es nur Verlierer gibt, sind so sinnlos wie lehrreich. Das gilt auch für den Streit zwischen der Bundeswehr und der Digitalkonferenz Re Publica". Nun hat sich der Wind gelegt, und es geht Gott sei Dank wieder ums Marketing.

Jochen Kalka Chefredakteur von W&V, findet die Verbraucherschützer doof, weil die wohl glauben das wir, die Konsumenten, doof sind und ihren Schutz brauchen.

Lieber Herr Böhmer,

wenn ich einen Fußball will, muss ich 85.000 Kilokalorien zu mir nehmen. Die finde ich in 35 großen Nutella-Gläsern, die 15,75 Kilogramm der Creme enthalten. Das wiederum finden die Verbraucherschützer doof. Um ehrlich zu sein: Ich finde die Verbraucherschützer doof, weil sie uns Konsumenten oft für so doof halten.

Meistens haben sie ja recht, die Verbraucherschützer. Aber in ihrem grenzenlosen Schutzwahn schaden sie dem Verbraucher oft mehr, als dass sie ihm nutzen. Von politischen Verbraucherschutzthemen wie der DSGVO, die am Ende ein Eigentor für den Verbraucher ist, ganz zu schweigen.

Aber im Ernst: Wer sich für 97,65 Euro Nutella kauft, um dafür einen Fußball zu erhalten, der soll es doch machen. Man könnte ja – für den Verbraucherschutz – jeden Kunden zu einer freiwilligen Selbstauskunft verpflichten, dass er die 15 Kilogramm nicht auf einmal isst.

Und wenn, dass er dann mit dem erhaltenen Ball ziemlich exakt 125 Stunden Nonstop Fußball spielt – dann ist das ganze Unterfangen klima- und kalorienneutral.


Jochen Kalka

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