10.04.2018 07:54 Ladies Bratwurst

Gender-Marketing - die Grenzen des guten Geschmacks

Merchandsing T-Shirts, die Lindt für Jungen und Maedchen anbietet. Bei den Jungs steht auf gruenem Untergrund: Frech, wild, goldig. Die Maedchen werden mit Außen goldig, innen sueß bezeichnet

Merchandsing T-Shirts, die Lindt für Jungen und Mädchen anbietet. Bei den Jungs steht auf grünem Untergrund: "Frech, wild, goldig". Die Mädchen werden mit "Außen goldig, innen süß" bezeichnet. Foto: Lindt

Von: GFDK - Marketing-News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter Ressortleiter Marketing von W&V schreibt mir zum Gender-Marketing. Ich sage mal so, man kann alles übertreiben.

Lieber Herr Böhmer,

eine rosafarbene "Ladies Bratwurst" oder Marzipaneier in schwarzer Blechhülle namens "Männersache": Was ist das? "Extrem blöd", schreibt W&V-Autorin Anja Janotta.

Für die politische Aktivistin und Publizistin Anke Domscheit-Berg ist es mehr. Nämlich Werkzeuge zur Verfestigung von Rollenmustern. Deshalb hat Domscheit-Berg gemeinsam mit Almut Schnerring und Sascha Verlan den Negativpreis "Der Goldene Zaunpfahl" gegründet, der am 8. April wieder verliehen wird.

Bei Kindern würden mit "Stereotypisierung" deren "Potenziale" beschränkt. Als Beispiel nennt Domscheit-Berg T-Shirts von Lindt. Auf der blauen Jungen-Version steht unter dem Bild des Goldhasen: "frech, wild & goldig", auf der pinkfarbenen Mädchen-Version steht "außen goldig, innen süß".

Wenn es um Kinder geht: einverstanden. Aber bei Produkten für Erwachsene wie der rosafarbenen Bratwurst oder dem schwarzen Marzipan? Humor ist Geschmackssache. Wer’s lustig findet, kauft. Na und?

Ihnen einen humorvollen Abend,

Rolf Schröter

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