26.02.2018 12:30 Tierhaarentfernungsstaubsauger

Fellwechsel bei Hund und Katze oder Einsteins Lederjacke für 1200 Dollar

Die Moepse Adele und Edward koennen auf einen Fellwechsel gerne verzichten, da sie sich in ihrem Fell ganz wohl fuehlen

Die Möpse Adele und Edward können auf einen Fellwechsel gerne verzichten, da sie sich in ihrem Fell ganz wohl fühlen. Foto: GFDK

Von: GFDK - Marketing News W&V, Jochen Kalka

Zuletzt schrieb mir Frank Zimmer, der Redaktionsleiter Online von W&V, über die Möglichkeit das China schon heute eine digitale Weltmacht ist. Soll uns das erschrecken oder ist das sogar ein Vorbild, haben wir dazu gemeint.  

Nun schreibt mir der Chefredakteur von W&V, Jochen Kalka ein paar Worte aus der Werbe-Welt der Woche.

Lieber Herr Böhmer,

eine Nachricht haben wir Ihnen heute vorenthalten, obgleich es meine absolute Lieblingspressemitteilung war: „Fellwechsel bei Hund und Katze“. Endlich, so mein Gedanke, ist es möglich, aus einem langweiligen Halbdackel einen portugiesischen Wasserpudel zu zaubern. Oder eine schneeweiße Alpina-Katze in einen Esso-Tiger zu verwandeln. Denn das neuartige Gerät entferne „Haarflut und weichen Flaum besonders gründlich“.

Um ehrlich zu sein, und welcher Journalist ist das schon freiwillig an einem Freitag, es war eine schnöde Pressemitteilung für einen Tierhaarentfernungsstaubsauger. Definitiv besseres Storytelling hat sich Jeansbastler Levi´s ausgeheckt: Für 1200 Dollar legt die Marke eine Lederjacke im Stil der 30er Jahre neu auf, wie sie Albert Einstein getragen haben soll.

Was für eine einfache und daher großartige Idee. Der Physiker habe die Jacke ständig getragen. Vielleicht hat Einstein einfach diese umständlichen Knöpfe nicht mehr aufbekommen?

Gehen wir zur nächsten Marke, die Storytelling bis zur Perfektion getrieben hat, Contentfabrikant Red Bull, der den völlig sinnlosen Space-Jump vor gut fünf Jahren inszenierte, über den die Welt einst sprach. Seither, so scheint es, setzt sich Sinnloses überall durch, bis zur US-Präsidentschaft. Was also mag sich Red Bull nun überlegt haben, um in neue Biosphären zu gelangen?

Die Erwartungshaltung unserer sinnsuchenden Leserschaft war entsprechend hoch. Doch die Enttäuschung, was sich Red Bull für die neuen Bio-Experimente überlegt hat, noch größer. Nee, tut mir leid, Österreich war schon mal weiter. In vielerlei Hinsicht.

Genießen Sie das Wochenende in Österreichs herrlichen Bergen oder ziehen Sie sich noch was rein, zum Beispiel immer wieder die Possemitteilung von Bild-Chef Reichelt. Irgendwie macht die echt gute Laune.

In diesem Sinne:

Jochen Kalka

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