15.11.2013 11:08 "Was nix kostet is auch nix"

Mindestlohn für Musiker? Ein Gespräch mit dem Jazzmusiker Prof. Hans-Peter Salentin

Heinrich Schmitz sprach mit Prof. Hans-Peter Salentin über die finanzielle lage von Berufsmusikern.

Heinrich Schmitz sprach mit Prof. Hans-Peter Salentin über die finanzielle Lage von Berufsmusikern.

Prof. Hans-Peter Salentin äußert sich zu kritischem Thema

Prof. Hans-Peter Salentin Fotos: Heinrich Schmitz / privat

Prof. Hans-Peter Salentin sieht Berufsgruppe der Jazzmusiker in Gefahr

Prof. Hans-Peter Salentin Fotos: Heinrich Schmitz / privat

Von: GFDK - Heinrich Schmitz - 3 Bilder

Heinrich Schmitz ( HS) :„Herr Salentin, Sie gelten als einer der besten Trompeter der heutigen europäischen Jazz-Szene, haben eine Professur in Würzburg für Jazz und konzertieren international. Heute Morgen erschien auf SPIEGEL-ONLINE ein Artikel über die trüben Zukunftsaussichten von jungen Jazzmusikern (http://www.spiegel.de/kultur/musik/jazz-nachwuchs-esra-dalfidan-s-fidan-und-hammer-klavier-trio-a-906917.html ).

Sie haben schon vor ein paar Wochen haben auf Ihrer Facebook-Seite einen Mindestlohn für Künstler gefordert. Wie kam es zu diesem Aufruf?“

Hans Peter Salentin (HPS): ,,Das haben viele nicht auf dem Schirm, das Kunst kosten muss. Schüler, die alles umsonst downloaden, Veranstalter, Kneipen z.B., die permanent bei ,,freiem Eintritt'' veranstalten, aber leider genauso auch Musiker, die permanent umsonst spielen.

Es ist eine,, umsonst Mentalität ''entstanden, bei denen die, die Musik schaffen, finanziell auf der Strecke bleiben, weil niemand mehr bereit ist, die Künstler angemessen zu entlohnen.

Bei Künstlern glauben viele offenbar, eine Bezahlung wäre entbehrlich. Es ist ja Kunst .“

HS: „ Sie haben als international anerkannter Künstler mit vielen Jazz-Größen national wie international gespielt wie : die vielleicht der Allgemeinheit noch geläufigsten Namen sind: Chick Corea, Bob Mintzer, Simon Phillips (Toto), Brandford Marsalis, John Scofield u.v.a. mit denen sie zusammen gespielt haben.

Sie gehören damit zu den renommierten Musikern.

Sind Sie trotzdem von dieser ,,umsonst Mentalität'' der Veranstalter auch selbst betroffen?“

Berufsmusiker möchten von ihrer Kunst leben.

HPS: „ Ja, selbstverständlich. Aber auch meine Studenten. Gerade für die ist dieses Thema sehr wichtig. Es ist wichtig, weil ihnen mit dem Status Quo die ökonomische Grundlage genommen wird. Offenbar sind viele Veranstalter der Meinung, es sei für Künstler eine reine Freude umsonst spielen zu dürfen. Wir haben z.B. hier einen Veranstalter bei dem jedes Wochenende bei freiem Eintritt Live-Veranstaltungen stattfinden und manchmal sogar an 2 Tagen in der Woche.

Auf meine Frage, was das denn soll, weil man damit ja anderen Veranstaltungen, die Geld kosten, das Wasser abgräbt, lautet die Antwort des Bookers, „die Musiker wollen es so. Er ist übrigens derjenige, der daran verdient. Er macht die grafische Werbung, die er sich normal bezahlen läßt.''


HS: „ Können Sie diese Antwort bestätigen?“

HPS: „ Nein, denn Berufsmusiker möchten von ihrer Kunst leben. Und auch eine große Anzahl von Hobby-Spielern kümmert sich darum nicht. Ja, diese wollen um jeden, Entschuldigung, um keinen Preis spielen. Es ist ja völlig in Ordnung, wenn eine Band dies tun, ich gebe aber zu bedenken, wenn sie da umsonst spielen, warum soll man ihnen später woanders etwas zahlen? Berufsmusiker, die diesen gefährlichen Unsinn auch noch mitmachen, schädigen sich und nachfolgende Kollegen. Und damit meine ich nicht nur die Musiker, sondern auch die Musik selbst.

Natürlich spielt jeder Musiker gerne vor Publikum und freut sich über den Applaus.Vom Applaus alleine kann aber niemand existieren. Es gibt viele Veranstalter, die sich diese, nennen wir es einmal freundlich Unsitte, zu eigen gemacht haben und manche lassen Musiker nur noch gegen Eintritt spielen, d.h. sie selbst zahlen keine Gage. Davon kann kein Musiker leben, weil oft auch der Werbeanteil dieses Veranstalters nicht wirklich professionell funktioniert. Da spielt man oft vor einer Hand voll Leute, weil kein Mensch überhaupt etwas von dem Konzert erfahren hat.“

HS: „Sie hatten jetzt in ihrem Aufruf einen garantierten „Mindestlohn“ von für Jazz-Klassik-Folk-Spirituelle ect. -Musiker von 150,- € Garantie plus 7% plus Fahrtkosten Zuschuß gefordert. Welchen Sinn hat diese eher moderate Forderung?“ (Anmerkung: in der Klassik werden oft per se andere Gagen gezahlt.)

HPS: „Die genannten Beträge liegen weit unter dem beim Finanzamt abrechenbaren Satz. Wenn man alle abzugsfähigen Kosten zusammen zählt , macht man sogar Gewinn. Soll heißen, man ist soweit im Minus, das ohnehin nichts bezahlt wird.Die meisten Künstler in der KSK ( Künstlersozialkasse ) verdienen pro Jahr 1000,-Euro.

Wir brauchen einen garantierten Mindestlohn.

Da ist es ziemlich egal ob Netto oder Brutto. Mein Vorschlag zur Abwicklung eines Konzertes soll einem Veranstalter möglich machen, seriös zu arbeiten und evtl. auch mal bei „freiem Eintritt“. Natürlich wird durch diesen „freien Eintritt“ der Wert der künstlerischen Arbeit der Musiker in den Augen der Öffentlichkeit dauerhaft entwertet. ,,Was nix kostet is auch nix''.

Wenn es an jeder Ecke gute Musik ,,für umsonst'' gibt, glaubt der Konsument irgendwann, Musik sei nicht nur kosten- , sondern auch wertlos. Das sollte auch jedem Musiker bewusst werden. Der Veranstalter könnte z.B. auf Spendenbasis einen Obulus einfordern,was ich wie bereits erwähnt, grundsätzlich aber auch nicht für wünschenswert halte.

Die oft entstehende Differenz könnte durch einen Sponsor aufgefangen werden. Beispiel: ein Trio bekommt 450 Euro plus 7% garantiert. An Spenden , bei freiem Eintritt kamen aber nur 250 Euro zusammen. Die Differenz zahlt der Sponsor. Durch das Bemühen um einen Sponsor belegt der Gastronom auch, das ihm die Musik etwas wert ist.

HS: „ Die Musik ist also, wenn ich Sie richtig verstehe, aus Sicht der Veranstalter heute oft nicht Hauptzweck der Veranstaltung, sondern nur ein Mittel um den Verzehr oder den Verkauf anzukurbeln? “

HPS: „ Leider oft ja. Es geht den Veranstaltern, in der jetzigen Situation, letztlich einfach nur um den Getränke und Verzehr-Umsatz. Die Musik ist denen häufig völlig egal. Bitter, aber wahr.“

HS: „ Haben Sie Reaktionen auf Ihren Aufruf nach Einigkeit unter den Musikern bekommen?“

Die berufliche Zukunft einer ganzen Sparte ist längst aus den Angeln gehoben worden. “

HPS.“ Na ja, das ist ein wirklich heißes Eisen und man muss um dieses Anliegen werben. Im ersten Moment wird dies allen Beteiligten nicht so ganz klar und es bedarf durchaus einiger Gespräche um dann Verständnis zu wecken. Es geht aus meiner Sicht nicht um Verständnis allein, sondern darum wieder eine Existenzgrundlage für Musiker zu generieren. Die berufliche Zukunft einer ganzen Sparte ist längst aus den Angeln gehoben worden. “


HS: „Es gibt eine ganz Reihe hervorragender Musiker, gerade im Jazzbereich, die trotz ihrer künstlerischen Brillianz von ihrer Musik nicht oder nur prekär leben können. Worauf führen Sie das zurück?“

HPS: „ Das ist leider richtig und ebenfalls ein schwieriges Thema. Nicht ganz so einfach zu beantworten. Weil damit auch die Frage der Schuld oder was ist falsch gelaufen verbunden ist.Dies wäre ein extra Aufsatz und meine Sicht der Dinge werde ich gerne zu einem andern Zeitpunkt ausführlich erörtern“

HS: „ Macht es Sie wütend, wenn z.B. sogenannte volkstümliche Musiker fette Honorare einstreichen und ständig im Radio gespielt werden, obwohl deren musikalische Qualitäten sich bestenfalls im Hobbybereich bewegen?“

Für Künstler ist es immer schwer von ihrer Kunst zu leben.

HPS: „ Ganz so ist es ja nicht. Auch da gibt es sehr gute Leute. Richtig ist , auch diese Branche jammert. Und nicht zuletzt sind Casting Shows von Plattenfirmen entwickelt worden, um wieder einen Absatzmarkt zu schaffen. Leider hat oft die musikalische Qualität eines Musikers wenig mit seinem kommerziellen Erfolg zu tun hat. Millionen Fliegen fressen …....dieses Wort muss ich hier nicht aussprechen. Aber haben die Fliegen dadurch recht ? Ist ein Bohlen ein großer Künstler oder ein sehr guter Vermarkter, der die Gesetzmäßigkeiten erkannt hat und für sich auslegt.

Für Künstler ist es immer schwer von ihrer Kunst zu leben. Darum fordere ich ja auch nichts Unmögliches, nur 150 Euro. Kommerzieller Erfolg ist schwierig, aber nicht unmöglich bzw. um bei der Wahrheit zu bleiben, für die meisten Künstler schon. Viele Größen der Musikgeschichte sind erst Jahre nach ihrem Tod wirklich „entdeckt“ , entsprechend vermarktet und gewürdigt worden. Da hatten dann nur die Erben und Verlage etwas von der Kunst. “

HS: „ Der Marktanteil der Jazzmusik bei den verkauften Tonträgern liegt bei knapp 2%, auch im öffentlich-rechtlichen Radio findet man Jazzmusik nur gelegentlich in Spartensendungen oder Kulturkanälen. Ist der Jazz tot?“

HPS: „ Nicholas Payton, ein in der heutigen Zeit wichtiger Vertreter des Jazz in USA, sagte in einem Interview:,,Jazz ist 1950 gestorben.'' Ich teile diese Meinung. Abgekürzt , Musik ist viel zu spannend und interessant , als das man sie laufend mit Etiketten belegen sollte und in Schubladen ablegen sollte. Musik mit hohem improvisatorischen Anteil ist für mich spannend. Alzu vorhersehbare Musik leider nicht . Miles Davis sagte :,, Call it Jazz -call it Anything.''

HS: „ Zumindest in den wenigen Musikgeschäften die es überhaupt noch gibt bin ich ganz froh, wenn nicht alle Musik alphabetisch sortiert ist und ich gleich in die Abteilung Jazz/Blues/Fusion gehen kann.“

HPS:,,Das hat sich leider auch verändert. Das Internet hat den normalen Läden längst den Rang abgelaufen.Und dort gibt es alles umsonst.Von jedem You Tube Video kann man die Musik rausfiltern und hat dann den Song als Mp3. Damit sind wir dann schnell beim illegalen Download, der als Kavaliersdelikt gehandelt wird.

Da bedarf es viel Aufklärung in den Schulen, ohne aber gleich mit dem Zeigefinger zu kommen : das dürft ihr nicht , das ist illegal. Nein, auch da sollte Aufklärung betrieben werden,z.B Musiker in die Schulen schicken und den Menschen erklären,was eine Musikstück eigentlich in der Produktion kostet ect.. Es gibt eine Plattform im Netz, wo die Leute die Musik , nach ihrer subjektiven Wertigkeit ,runter laden und zahlen können.

Wenn du Musik um ihrer Wertigkeit willen machst , hast du schon verloren.''

HS: „ Sie sind neben Ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit , Besitzer eines Platten Labels -Dewey Records-und auch noch Professor an der Hochschule für Musik Würzburg . Müssten Sie Ihren Studenten nicht eigentlich raten vom Jazz die Finger zu lassen? Ist ein Jazzstudium nicht heute ein Studium für das finanzielle Desaster? Sind Ihre Studenten nicht eigentlich Irre oder muss man als Jazzmusiker irgendwo ein Irrer sein?“

HPS: Ich möchte hier wieder ein Zitat von einem deutschen Musiker Mathias Schriefel, einem wirklich interessanten und frechen Selbst -Verwirklicher im besten Sinne, verwenden:,, Wenn du Musik um ihrer Wertigkeit willen machst , hast du schon verloren.'' Heißt , wenn du es nicht um der Musik selbst Willen machst, hat es keinen Sinn. Dies ist jedenfalls meine Interpretation und ich füge hinzu , die Wertigkeit in ökonomischer Hinsicht sollte eine Rolle spielen.

Den Rest dieser Frage werde ich ebenfalls an andere Stelle in einem Artikel noch ausführlich beantworten. Das wird eine Zustandsbeschreibung und ein möglicher Ausblick. Ich würde grundsätzlich nicht das Wort Irre nehmen, sondern die Leute lieber als -Zitat Calli Calmund :,, postiv Bekloppte'' , bezeichnen.

HS:“ Was muss passieren, damit diese positiv Bekloppten auch von ihrer Kunst, für die sie ja eine Menge Ausbildungs- und Übungszeit investiert haben, auch wieder leben können?“

Die Leistung eines Musikers kann nicht umsonst sein.

HPS:“ Es muss ins Bewusstsein der Musikkonsumenten dringen und zur Selbstverständlichkeit werden, dass die Leistung eines Musikers nicht umsonst sein kann. Kunst hat einen Auftrag Menschen nicht nur abzulenken, sondern sie zum Gegenteil dem Nachdenken zu drängen. Nur wenn man Dinge reflektiert, hat man eine Chance auf Veränderung.

Kunst soll drängen. Und nach :,, Geiz ist geil'' ist es an der Zeit wieder über Wertigkeit zu reden. Was und wie viel ist mir Kunst wert ? Und ich gebe auch zu bedenken: gute Kunst entsteht aus einer zeitlich sehr aufwendigen Beschäftigung mit derselben. Da wird viel Zeit zB mit täglichen Üben verbracht, damit es dann auch die Wertigkeit hat, die sie haben soll.

HS:“ Vielen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg auf dem Weg zum Mindestlohn für Musiker.“

HPS: Das war mir die Zeit wert. Vielen Dank.

Dazu schreibt Benjamin Schaefer


Musiker haben es derzeit aus verschiedenen Gründen nicht leicht. Die KSK gibt das durchschnittliche Jahreseinkommen dieser Berufsgruppe mit gerade einmal 12.400 Euro brutto an; bei den Berufsanfängern sind es sogar weniger als 10.000 Euro brutto. Damit sind Musiker nicht nur meilenweit entfernt von den üblichen Einstiegsgehältern für Hochschulabsolventen, sondern schneiden sogar innerhalb der freiberuflichen Kreativszene am schlechtesten ab.

 

23.06.2013 17:38
Frank sagt:
In der Zweit zwischen 2006 und 2010 habe ich einen jungen ( Berufs- ) Musiker mit grosser Zukunft kennengelrnt und seinen Weg in ein sog. Grosses Orchester verfolgen können . Um es sehr abzulürzen : der Hochstandart weltweit in den renommierten Orchestern ist ganz enorm . Die jungen Musiker drängen und spielen vor , reisen umher , üben und üben . Am Ende ? Die sehr ungewisse ukunft lies ihn zur Entscheidung kommen, dass es deutlich sinnmachender sei , einen sog. sicheren beruf zu ergreifen . Lehrer eben ! Berufsmusiker zu werden ist sehr , sehr steinig . Die jungen Künstler verdienen wenig . Und später ? es ist ein sehr hartes leben . Nicht nur wegen der häufigen Reisen . Auch Mitglieder weniger berühmter orchster erbringen Spitzenleistungen . Die muss auch entsprechend gewürdigt und honoriert werden !
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23.06.2013 17:39
Karin sagt:
Lieber Frank, das ist mir bekannt aber leider wird es viel zu sellten laut ausgesprochen.
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23.06.2013 17:42
Robin sagt:
Ich unterstütze das. Natürlich muß ein Künstler von seiner Kunst leben. Gute Künstler setzen sich ja auch durch. Deshalb bin ich auf der anderen Seite gegen eine Festlegung auf den Mindestlohn und staatliche Subventionen. Weil das immer einen Eingriff durch den Staat in ein Marktgeschehen bedeutet.

Umsonst ist nichts im Leben. Deshalb ist das Nutzen ohne Zahlen auch eine Schweinerei.
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23.06.2013 17:43
Alexander sagt:
Bei Künstlern glauben viele offenbar, eine Bezahlung wäre entbehrlich. Es ist ja Kunst .“...... treffender ist es nicht auszudrücken.Sehr guter Artikel Gottfried...danke dir.
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23.06.2013 21:00
Max sagt:
die beschreibung der szene ist zutreffend. hinsichtlich des mindestlohnes (für freie künstler) habe ich eine andere meinung...
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23.06.2013 21:01
Frigga sagt:
Angebot und Nachfrage. Infantil dies ständige Gerufe nach dem Staat. Am steht der Totalitarismus und die Bürger wundern sich: wie konnte es nur so weit kommen? Ja wie? Wer vom Staat, also von der Politik, von wem denn sonst? - alles fordert, alles soll er regeln, alles soll er gleichschalten, für alles ist er verantwortlich, der gibt der Politik Macht ohne Ende. Was dabei rum kommt, sehen wir in Brüssel. Die Umsonstmentalität im Internet kam nicht von den Usern. Sie wurde von der Angebotsseite eingebracht und zwar massiv, um die Leute ins Netz zu locken. Immerhin haben die Leute davor je auch irgendwie gelebt. Erst locken sie die Leute mit "alles umsonst" und dann wundern sie sich über die Mentalität. Versteh ich nicht.
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23.06.2013 21:02
Jon sagt:
Wenn der Beruf dem Menschen keine Grundlage zum Leben bietet, dann sollen wir alle dafür grade stehen? Nur weil einer meint, Künstler zu sein? Dieses Problem ist übrigens älter als das Internet.
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23.06.2013 21:04
Dierk sagt:
Die finanzielle Problematik betrifft auch die bildende Kunst. Wobei es da noch etwas perverser zu sein scheint dahingehend, dass sich schlechte aber dekorative Kunst wohl noch recht gut verkaufen lässt, während anspruchsvolle Kunst nur selten gefragt ist.
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23.06.2013 22:31
Prof HpSalentin sagt:
das ist etwas im Gange..großartig..das ist mein Ansatz..PS wer hat denn da nach dem Staat gerufen ? die Veranstalter sollen zahlen.
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24.06.2013 12:35
Jürgen sagt:
da faellt mir spontan der alte spruch ein...wer dem publikum dient ,ist ein armes tier ...er bekommt keinen dank dafuer...ich denke man muss manche sachen sterben lassen,um dass sie neu erwachen...die forderung von herrn salentin sind mehr als gerechtfertigt...doch der zeitgeist widerspricht ihm leider...ideale und anerkennung verfallen,das entsprechende verhalten ebenso...und dann das downladen usw,,,man muss schon ein phantast und idealist sein,wenn man heute diese laufbahn einschlaegt...doch halte ich diese menschen fuer wertvoller und nachhaltiger als hooochueberbezahlte in andern branchen...man sollte vielleicht ganz neue wege gehen...
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